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Institutionelles Investment

Total Return Fonds Großer Aufwand für kleinen Ertrag

Anlagen jenseits der klassischen Produkte am Aktien- und Anleihemärkte sind gefragt, denn im Börsenboom ist der Einstieg teuer. Total Return Fonds bieten ein Höchstmaß an Sicherheit – nur sind die Renditen ein Problem.
29.10.2017 - 11:58 Uhr 1 Kommentar
Die Strategien, mit denen die Total oder auch Absolute Return genannten Fonds ihre Ziele erreichen wollen, sind komplex, schwer nachzuvollziehen und höchst unterschiedlich. Quelle: Hartmut Schwarzbach / argus
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Die Strategien, mit denen die Total oder auch Absolute Return genannten Fonds ihre Ziele erreichen wollen, sind komplex, schwer nachzuvollziehen und höchst unterschiedlich.

(Foto: Hartmut Schwarzbach / argus)

Frankfurt Wohin mit dem Geld? Diese Frage treibt Investoren zwar immer um, angesichts der hohen Kurse an den Aktien- und Anleihemärkten ist sie jedoch noch schwerer zu beantworten als normalerweise: „Die Aussicht auf eine breite Erholung der Weltwirtschaft ist nicht stark genug, um die aktuellen Bewertungen zu rechtfertigen“, meint etwa Mohamed El-Erian, ökonomischer Chefberater der Allianz.

Das gilt für Aktien genauso wie für Anleihen. Bei Bonds sind die Kurse so stark gestiegen, dass die Renditen für Anleger, die sie jetzt kaufen und bis zur Fälligkeit halten, zum Teil negativ sind. In diesem Umfeld greifen Investoren zunehmend zu Total Return Fonds, die in unterschiedliche Wertpapiere anlegen. Sie orientieren sich nicht an Benchmarks wie Aktien- oder Anleiheindizes. Stattdessen setzen sie sich das absolute Ziel, stets einen positiven Ertrag (Return) zu erreichen - ganz gleich ob die Kurse an den Märkten steigen oder fallen. Dabei versuchen die Fonds Verluste zu vermeiden und streben eher niedrige Kursschwankungen an.

Das klingt im ersten Moment verlockend, aber die Erträge sind nicht sonderlich hoch. Nach Berechnungen des Ratinghauses Scope Analysis brachten die für Privatanleger ausgegebenen Anteile von Total Return Fonds in den vergangenen fünf Jahren im Schnitt einen Ertrag von 1,6 Prozent pro Jahr. Durchschnittsberechnungen für die Tranchen für institutionelle Investoren gibt es nicht, weil die Gebühren für Profianleger stark variieren. Klar ist aber, dass die Fondskosten für institutionelle Investoren geringer sind als die für Privatanleger, was den Ertrag entsprechend erhöht.

Für Andreas Köchling, Fondsanalyst bei Scope, sind Total Return Fonds für Anleger geeignet, „die nicht allzu risikoaffin sind, aber auch keine sonderlich hohen Renditen erwarten“. Dabei seien Total-Return-Ansätze im aktuellen Umfeld für viele institutionelle Investoren „existenziell“. Die wachsende Bedeutung der Fonds zeigt sich auch am Absatz. Das allein in Publikumsfonds angelegte Vermögen in Total Return Fonds hat sich in den vergangenen fünf Jahren auf knapp 42 Milliarden Euro fast verdoppelt.

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    Die Strategien, mit denen die Total oder auch Absolute Return genannten Fonds ihre Ziele erreichen wollen, sind allerdings komplex, schwer nachzuvollziehen und höchst unterschiedlich. Viele Fonds fahren einen Mix aus Anleihen und Aktien, wobei der Aktienanteil schwankt. Daneben gibt es Total Return Fonds, die komplett auf Aktien oder Anleihen setzen. Dazu nutzen viele Fonds Derivate, mit denen sich auf fallende Kurse setzen lässt.

    Risiko selbst für niedrige Renditen
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    1 Kommentar zu "Total Return Fonds: Großer Aufwand für kleinen Ertrag"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Sehr geehrte Frau Cünnen,

      auch Sie haben im Laufe Ihres Lebens vielleicht gelernt, zwischen den Zeilen zu lesen. Vielleicht sind Sie sogar einen Schritt weiter und fragen sich immer wieder, "was steht denn eigentlich nicht in der Zeitung?".

      Was ich vermisse ist der kleinste Hinweis auf Anlageerfolge der total return fonds. Es sei denn Sie verstehen unter "Erfolg", dass die Fonds in einem 5-Jahres-Zeitraum 1,6 % p.a. erreichen. Für mich ist das kein "Erfolg", sondern eine Lachnummer. Ich betrachte deshalb total return fonds als Steuer für Dumme.

      Nebenbei: Die total return fonds haben auch kein anderes Anlageuniversum als stinknormale Aktien-, Renten- oder Mischfonds. Und keine anderen Absicherungsinstrumente. Aber vielleicht besonders ängstliche Fondsmanager, die allen Ertragschancen aus dem Wege gehen.

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