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Nachhaltige Geldanlage
Plastikmüll

Freiwillige Helfer säubern einen Strand von Plastikabfällen, die die Brandung an Land gespült hat.

(Foto: dpa)

Kommentar Grüne Investments sind kein Ersatz für echte Öko-Maßnahmen

Nachhaltige Investments sind gut, aber kein Ersatz für wirkliche Veränderungen. Sie beruhigen das Gewissen, statt die Umwelt zu schützen.
01.08.2018 - 10:04 Uhr Kommentieren

Frankfurt Es riecht ein bisschen nach Gesinnungsethik ohne wirkliche Folgen, nach einem guten Gewissen als sanftem Ruhekissen und nach Gutmenschentum: das nachhaltige Investment. Die Variationsbreite des Themas ist groß. Man kann Umweltschutz hineinpacken, die Vermeidung von Kinderarbeit oder das Verbot, Waffen und Glückspiele zu finanzieren. In letzter Zeit kommen vor allem Konzerne auf die Verbotsliste, die fossile Rohstoffe fördern – ohne die unser Verkehr zusammenbrechen würde und wir im Winter frieren müssten.

Immer noch ein Nischendasein fristen Konzepte wie das von Oikocredit, bei denen direkt förderungswürdige Projekte, in dem Fall in der Entwicklungsarbeit, unterstützt werden. Meist ist das Thema dagegen, bestimmte Geschäftsfelder zu meiden. Oder man verfolgt den Best-in-class-Ansatz. Dann kann auch ein Autokonzern als grün gelten, weil er ein bisschen weniger ungrün ist als die Konkurrenz.

Trotz dieser nahe liegenden Kritik ist grünes Investment kein Firlefanz. Vor allem wenn Großinvestoren sich diesem Konzept verschreiben, werden damit Diskussionen unterstützt, die dringend nötig sind. Es macht etwas aus, wenn nicht nur Verbände und Grüne für die Umwelt kämpfen, sondern auch milliardenschwere Fonds.

Nur: Geldanlage mit gutem Gewissen ersetzt nicht das politische Engagement für eine – sagen wir es ruhig – bessere Welt, in der es sauberer, weniger verschwenderisch und gerechter zugeht, in der zum Beispiel arme Länder besseren Marktzugang bekommen. Genauso wenig wie der Bezug von buchhalterisch als „Öko“ deklariertem Strom das Eintreten für eine Energierevolution ersetzt.

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    Genauso wenig macht grünes Investment oder der Kauf von „klimaneutralen“ Produkten, bei denen Bäumchen zum Ausgleich der CO2-Bilanz gepflanzt werden, ein maßvolles privates Verhalten überflüssig, wenn es um Fragen wie Verkehr oder, häufig unterschätzt, Ernährung geht. Das Gewissen funktioniert nur dann wirkungsvoll, wenn es gerade kein Ruhekissen ist.

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