10 Billionen Euro Deutsche sind so reich wie nie

Von Schuldenkrise ist bei den Privatleuten in Deutschland wenig zu spüren. Ihr Geld- und Immobilienvermögen ist derzeit auf einem Höchststand. Sichere Investitionen haben weiter einen hohen Stellenwert.
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Im dritten Quartal 2011 hatten die Deutschen knapp 4,7 Billionen Euro Geldvermögen. Quelle: ap

Im dritten Quartal 2011 hatten die Deutschen knapp 4,7 Billionen Euro Geldvermögen.

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BerlinWährend die Regierungen in der Krise jeden Cent zusammenkratzen, haben die Menschen in Deutschland mehr als 10 Billionen Euro Vermögen angehäuft. Zum Vergleich: Das ist so viel wie die Staatsschulden aller 27 EU-Mitglieder zusammen. Auf diesen Wert summierte sich das Geld- und Immobilienvermögen der privaten Haushalte im dritten Quartal 2011, wie der Bundesverband Deutscher Banken am Mittwoch in Berlin auf Basis von Bundesbank-Daten mitteilte. Dabei seien Sachvermögen wie Autos, Möbel, Schmuck und Kunstsammlungen noch nicht eingerechnet.

Allein das Geldvermögen der Deutschen liegt bei knapp 4,7 Billionen Euro, in Immobilien haben sie über fünf Billionen Euro angelegt. Hinzu kommt weiteres Sachvermögen wie PKWs, Wohnungseinrichtungen, private Kunstsammlungen und Schmuck.

Auch abzüglich der Kreditschulden von 1,5 Billionen Euro - davon sind knapp zwei Drittel Immobilienkredite - verbleibt den Deutschen ein beachtliches Nettovermögen von weit über acht Billionen Euro. Das entspricht immer noch viermal der deutschen Staatsverschuldung von knapp 2,1 Billionen Euro.

Geteilt durch die Anzahl privater Haushalte ergibt sich eine durchschnittliche Verschuldung von 34.813 Euro. Allerdings sind laut einer Studie der Bundesbank nur 41,9 Prozent der deutschen Haushalte überhaupt verschuldet. Folglich entfallen auf die einzelnen Haushalte durchschnittlich 83.098 Euro Schulden.

Beim Finanzvermögen auf Sicherheit: Von den knapp 4,7 Billionen Euro Geldvermögen entfallen mehr als zwei Drittel auf Bargeld, Spar- und Festgeldkonten sowie Ansprüche gegenüber Versicherungen. Nur fünf Prozent sind in Aktien investiert.

Das Geldvermögen hat sich in den vergangenen 20 Jahren fast verdreifacht: Es stiegt von 1.750 Milliarden Euro im ersten Quartal 1991 auf mittlerweile 4.662 Milliarden Euro. Der höchste Wert war im zweiten Quartal 2011 mit 4.725 Milliarden Euro erreicht worden.

  • ksh
  • dpa
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  • okay wird das Geld jetzt auf alle aufgeteilt? Oder wie ist das gemeint? ;)

  • Das unterschreibe ich Ihnen sofort.

  • ach; diese Statistiken kann doch keiner mehr hören...
    ich hab 50 Mille auf dem Konto; also kann´s doch gar nicht stimmen...^. Immer diese Glaskugelgucker...

  • In der jetzigen Wirtschaftssituation sind Spareinlagen eh witzlos, die kommende Inflation führt dann zu einer schleichenden Enteignung der wohlhabenderen Bürger. Also besser gut gelebt als jahrelang geknausert um einen Spargroschen für die Rente aufzubauen, der sowiso futsch sein wird.
    Esst und tringt solangs euch schmeckt, schon 2 x ist uns s Geld verreckt ;) da ist schon was drann.

  • was ? so reich bin ich?
    8,5 billionen geteilt durch 80 millionen deutsche?

    ich habe 106.250 euro auf der hohen kante? TOLL, wusst ich gar nicht. wo ist dann das problem? kaufen wir griechenland, auf gehts, entschulden wir den deutschen staat, kost ja fast nix!

    das handelsblatt rettet gerade meinen tag! :-)

    ich nehme ein viertel von meinen "106.250,-" euro und frau klatten nimmt ein viertel von ihren "106.250",- euros und schon ist eitel sonnenschein, oder?

    was? frau klatten will nicht? die ist aber ne spielverderberin!!!!!!!!

  • Diese Verteilungsdiskussion ist mittlerweile auch ziemlich langweilig und hat einen langen Bart aus Neid und Hass. Deutschland erlebt eine lange Friedensphase, in der Vermögenswerte eben nicht wie in der Vergangenheit (Kriege, Inflation, Kommunismus, etc.) vernichtet wurden. Wer fleißig ist und spart, kommt auch zu etwas. So what?!

    Interessanter ist für mich die Frage der Verifizierung der Zahl. Wenn man unterstellt, daß dieses Netto-Vermögen von 8,5 Bill. € durchschnittlich 2,5% Zinsen abwirft, müßte der deutsche Finanzminister ca. 50 Mrd. € an Kapitalertragsteuer (+ Soli) einnehmen. Tatsächlich bewegen sich die Einnahmen aus dieser Steuerart "lediglich" bei ca. 10 Mrd. €...

  • So ist es; @-Auslaender: Aber die "Aufklärungsarbeit" der Politik, die die alleinige Schuld an der derzeitigen Misere durch die unverantwortliche Einführung der "Währungsunion" um 2000 trägt, wehrt sich mit allen Mitteln gegen den Vorwurf des politischen Versagens und findet immer noch genug Zuhörer, die lieber auf den Banken und der Spekulation rumhacken. Allerdings hat sich 1999 auch nur eine kleine Gruppe von Wirtschafts- und Rechtsfachleuten gegen die Währungsunion gewehrt, während das BVerfG und breite Bevölkerungsschichten die Gefahr einer Währungsunion zu diesem frühen Zeitpunkt offensichtlich nicht mal begriffen haben.

  • In einem Brief an MdBs der CDU/CSU und FDP zur bevorstehenden Abstimmung über EMS beginne ich zur Vermeidung von Begehrlichkeiten mit den Schulden: "Denn wie wirkte sich eine Zustimmung zum ESM faktisch aus? Die 0,7 Bio. Euro Anfangskapital im ESM sind doch nur die Spitze des Eisbergs, denn bereits vor Abschluss von ESM werden schon bis zu 1,9 Bio. Euro gehandelt (IWF /Mme. Lagarde). Das sagt außerdem auch jedem interessierten Laien ein realistischer Blick auf den europäischen Schuldenstand: Er wird von der Brüsseler Bürokratie mit 7,0 Bio. Euro angegeben, wenig glaubhaft, denn allein in unserem Lande mit einem ersten Rating beträgt die Gesamtschuld nach Prof. Bernd Raffelhüschen bereits 7,0 Bio. Euro: 2,0 Bio. Euro aus aufgenommenen Krediten und 5,0 Bio. Euro aus Verpflichtungen insbesondere gegenüber unseren Sozialkassen (Renten, Pensionen, Krankheit, Pflege etc.). Das sind nicht 60% BIP, wie in Maastricht vereinbart, sondern 280% BIP, also fast 3-mal die offiziell angegebene Schuld. Unsere eigenen und die auf uns zukommenden anteiligen europäischen Schulden (25%) sind dann nicht mal mehr durch das NettoGesamtvermögen dieses Landes gedeckt, das mit etwa 10,0 Bio. Euro beziffert wird, zu etwa 70% in der Hand großer Vermögensbesitzer, die, vergleichbar ihren griechischen und italienischen Pendants ökonomisch rational, große Teile davon bereits im außereuropäischen Ausland gebunkert und so dem europäischen Fiskus folgerichtig entzogen haben."

  • george.orwell


    MEINE VOLLE ZUSTIMMUNG !

    DAS HB MÖCHTE DEM HETZBLATT MIT DEN 4 BUCHSTABEN

    KONKURRENZ MACHEN .

    EIN SERIÖSES BLATT WÜRDE DIESE UNREALISTISCHEN

    BEHAUPTUNGEN BESTIMMT NICHT BRINGEN .

    FÜR DEUTSCHLAND GILT : DIE REICHEN IMMER REICHER - DIE

    ARMEN IMMER ÄRMER .

  • "Die dummen Sparer werden mit ca. 1% Zinsen abgespeist u.die Banker verdienen sich dumm u. dämlich ."

    wer sind denn hier "die banker"? zur info: es lässt sich zwischen der "firma bank" und der "firma deutschland" ein vergleich ziehen...dumm und dämlich verdienen sich nämlich auch hier nur wenige banker...man kann ja mal googlen, was ein kundenberater in der bank so verdient oder gar eine servicekraft...

    in der bank gehts genauso zu, wie in anderen unternehmen auch...alles dreht sich um wachstum und gewinnmaximierung, um am markt überhaupt bestehen zu können... das hat dann niedrige löhne für angestellte zur folge...

    man liest hier ja auch nicht, dass sich die fließbandarbeiter bei den autobauern "dumm und dämlich" verdienen, owbohl die autobauer jahr für jahr neue rekordgewinne erwirtschaften. auch da trifft es nur auf die führungsetagen zu...

    ich finds daher schade, dass das image des bankers dermaßen schlecht ausschaut..das sind nicht alles nur verbrecher und betrüger...

    und warum es vielleicht noch dem ein oder anderen banker besser geht, als einem ähnlich verdienenden, ist doch, dass der umgang mit geld sein beruf ist...

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