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Abgas-Affäre bei VW Analysten stufen VW-Aktie zurück

Der Manipulationsskandal kostet VW nicht nur viel Geld, sondern jede Menge Ansehen. Die VW-Aktie verliert an Wert und an Bedeutung, trotz der Erholung am Mittwoch. Experten erwarten weitere Abschläge bei den VW-Papieren.
23.09.2015 - 12:55 Uhr

Winterkorn: Wie lange kann er dem Druck noch standhalten?

Frankfurt Kurssturz von bis zu 40 Prozent und 30 Milliarden Euro Börsenwert in Luft aufgelöst: Seit Bekanntwerden des US-Abgasskandals geht es mit den Aktien von Volkswagen steil bergab. Dennoch ist die Talsohle Experten zufolge noch nicht erreicht, da sich das ganze Ausmaß der Affäre um manipulierte Abgaswerte noch nicht überblicken lasse. „Die Strafzahlungen werden schmerzhaft sein“, schreibt Analyst Tim Rokossa von der Deutschen Bank in einem Kommentar.

Obwohl der Wolfsburger Autobauer Manipulationen eingeräumt habe, sei die bislang im Raum stehende Maximal-Summe von 18 Milliarden Dollar womöglich nicht das Ende der Fahnenstange. „Die Geschichte der Fahrzeug-Rückrufe lehrt uns, dass die erste 'Beichte' selten die letzte ist“, betont Rokossa.

„Schlimmster Unternehmens-Skandal in der Geschichte“
„The Times“ (Großbritannien)
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In Großbritannien kommentiert die „Times“ die Manipulationen der Diesel-Abgaswerte bei VW: „Die Krise bei VW ist zweifellos ein Paradebeispiel für den Preis des Betrugs. Dem Autobauer droht eine Strafe von 18 Milliarden US-Dollar wegen manipulierter Abgasmessungen bei Diesel-Fahrzeugen. Es ist der schlimmste Unternehmens-Skandal in der Geschichte des modernen Deutschlands, und er könnte das Ende für die Produktion von Diesel-Fahrzeugen als Massenprodukt einläuten. Unmittelbar ist der Skandal ein schwerer Schlag für einen zentralen Pfeiler der stärksten Wirtschaftsmacht Europas.“

(Foto: Screenshot)
„Guardian“ (Großbritannien)
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Der „Guardian“ aus London schreibt: „Die Politik sollte eigentlich die Umwelt schützen, und nicht die Geschäfte der Industrie unterstützen. Es waren amerikanische, und nicht europäische Kontrolleure, die VW erwischt haben. Es ist vorstellbar, dass Behörden die Abgaswerte, die von den Fahrzeugen wichtiger nationaler Unternehmen stammen, nicht zu streng prüfen wollen. Wenn die Messungen von Umweltverschmutzung so leicht arrangiert werden können, dann können auch politische und kommerzielle Vorgaben verzerrt werden. Wenn verantwortungslose Methoden von den Finanzmärkten auf die Prüfung von Umweltdaten und Produkten für Verbraucher übergreifen, dann sollte die Welt sehr besorgt sein.“

(Foto: Screenshot)
„La Repubblica“ (Italien)
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Auch in Italien schlägt der Skandal riesige Wellen: „Der weltweite Betrug des Autos“ titelt die italienische Tageszeitung „La Repubblica”. Sie widmet die ersten sechs Seiten dem Thema Volkswagen und hat ihren Berliner Korrespondenten für eine Reportage nach Wolfsburg geschickt, der die gedrückte Stimmung in der Autostadt beschreibt. „Ein deutsches Unternehmen. Mit einem starken öffentlichen Aktionär. Mit der Gewerkschaft in der Führung. Mit seinem enormen Ausmaß hat der VW-Betrug 360 Grad-Auswirkungen. Das Debakel trifft nicht nur das angeklagte Management. Es betrifft das gesamte System Deutschland, inklusive die Regierung, das vielleicht bescheid wusste“, kommentiert „La Repubblica“.

(Foto: Screenshot)
„Corriere della Sera“ (Italien)
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„Der Volkswagen-Skandal weitet sich aus – Merkel wusste es“ titelt der „Corriere della Sera“.

(Foto: Screenshot)
„Il Giornale“ (Italien)
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„Das Dieselgate ergreift Berlin“ beschreibt die Zeitung „Il Giornale“ die Lage.

(Foto: Screenshot)
„Le Monde“ (Frankreich)
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Die französische Tageszeitung „Le Monde“ kommentiert: „Die für Mittwoch dringend einberufene Sitzung des Volkswagen-Präsidiums dürfte für VW-Chef Martin Winterkorn ungemütlich werden. Doch diese Affäre geht weit über Volkswagen hinaus. Sie beschädigt das Image der Europäer, die gerne Lektionen erteilen und sich rühmen, Vorreiter im Kampf gegen die Umweltverschmutzung und gegen die Klimaerwärmung zu sein. Darunter leidet die Glaubwürdigkeit der Europäer, die bei ihren laufenden Verhandlungen über das transatlantische Freihandelsabkommen immer wieder die Überlegenheit ihrer Industrienormen rühmen. Die Affäre diskreditiert das Engagement der Industrie und der Wissenschaftler. Sie betrifft keineswegs einzig und allen den deutschen Autobauer. Das macht sie noch unverzeihlicher.“

(Foto: Screenshot)
„Le Point“ (Frankreich)
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„Le Point“ aus Frankreich kommentiert die Erklärung von Renault und Peugeot, sie würden mit ihren Dieselautos alle Zulassungsbestimmungen einhalten: „Klarer geht es nicht, kein französisches Auto überschreitet die Grenze zwischen der Optimierung des Motors und Betrügereien bei Tests. Damit behalten sie das letzte Wort, sind wohl noch etwas erschreckt von dem Gewitter und froh darüber, verschont geblieben zu sein, aber auch darüber, dass der arrogante Hersteller von "Das Auto" gerüffelt wird.“

(Foto: Screenshot)

Sein Kollege Adam Hull von der Berenberg Bank warnt zusätzlich vor den langfristigen Folgen, wie einem geringeren Absatz. Außerdem müssten die Motoren voraussichtlich aufwendiger konstruiert werden, damit sie die Abgas-Grenzwerte auch im normalen Betrieb einhalten.

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