Aktien Europa Euro-Zone steht vor Anlage-Comeback

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Strukturreformen zeigen Wirkung
Die Party an der Börse wird weitergehen
Japan's Nikkei 225 Stock Average closed at a six-year high
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Hauptthema am Markt wird die Fed bleiben

„Kaum etwas dürfte so sehr über den weiteren Verlauf der Aktienmärkte entscheiden wie die zukünftige Politik der US-Notenbank,“ prognostiziert Ralf Zimmermann vom Bankhaus Lampe für das Jahr 2014. Das größte Risiko für den Markt stelle ein rascher Ausstieg der Fed aus der ultraexpansiven Geldpolitik dar. Allerdings sei dieser nicht zu erwarten. Dafür sei das Wirtschaftswachstum noch zu schwach.

EZB Zinspause
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Im Zeichen der Politik

Ähnlich sieht dies auch Michael Winkler, Chief Investment Officer der St.Galler Kantonalbank: „Schon das Jahr 2013 hat gezeigt, wie leicht sich die Märkte beeinflussen lassen. Auch 2014 wird im Zeichen der Politik der Notenbanken stehen.“

The headquarters of Deutsche Bank are pictured in Frankfurt
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„Die Bäume wachsen, aber nicht in den Himmel“  

Nach Ansicht der Experten von Deutsche Asset & Wealth Management (DeAWM) ist die Weltwirtschaft auf einem guten Weg. Vor allem dank der Wirtschaftserholung in Südeuropa dürfte das Bruttoinlandsprodukt im Euro-Raum 2014 um 0,7 Prozent wachsen, sagt Asoka Wöhrmann, Geschäftsführer der DeAWM Investment GmbH. Für 2014 rechnen die Analysten noch nicht mit einer restriktiven Geldpolitik der EZB, sondern eher mit einer „Konsolidierung der Bankenlandschaft, die in den USA nach mehr als 450 abgewickelten Finanzinstituten bereits als abgeschlossen gilt“.

Für die Aktienmärkte sehr optimistisch ist Henning Gebhardt, Head of EMEA Equities: „2012 und 2013 standen die Aktienmärkte unter dem Einfluss von Risikoaversion und Normalisierung. 2014 dürfte sich dies wandeln. Jetzt dürften die Gewinne der Unternehmen zum Haupttreiber der Aktienmärkte werden. Dies sollte den Börsen in den kommenden zwölf Monaten weiteren Auftrieb geben.“

DAX auf neuem Rekordthoch
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Die Party am Aktienmarkt geht weiter – aber nüchtern

„Steigende Kapitalmarktzinsen und mehr Unsicherheit über den künftigen Kurs der US-Notenbank dürften für höhere Volatilität und niedrigere Kursgewinne an den Aktienmärkten sorgen“, schreibt Ralf Zimmermann vom Bankhaus Lampe in seinem Kapitalmarktausblick. Insgesamt werde es weiter bergauf gehen, allerdings nicht im zweistelligen Bereich. Angesichts der Rekorde, die Dax und Co. verzeichnet haben, sei nur noch wenig Luft nach oben.

Made in Germany Schriftzug
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Deutschland bleibt Top-Pick in Europa

Wirtschaftlich wird Deutschland in Europa weiter den Ton angeben, prognostiziert Christian von Engelbrechten, Fondsmanager des Fidelity Germany Fund. Insgesamt seien deutsche Unternehmen bei Investoren beliebt, weshalb die Kurse weiter steigen dürften. Hauptgrund für die Hausse sei das neue Vertrauen der Anleger in den Aktienmarkt. Allerdings genüge es nicht, einfach alle deutschen Werte zu kaufen. Anleger sollten genau auf die Fundamentaldaten achten, um die besten deutschen Aktien zu finden.

Deutsche Boerse
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Fundamentaldaten werden wichtiger

Auch Matt Siddle, Fondsmanager des Fidelity European Growth Fund, geht in seinem Ausblick für 2014 davon aus, dass Anleger verstärkt auf Fundamentaldaten schauen werden. „Im kommenden Jahr dürften vor allem unternehmensspezifische und nicht so sehr makroökonomische Faktoren den Ton angeben.“

Lange haben Anleger nur auf die Notenbanken geschaut. Doch die Geldflut der Zentralbanken gehört mittlerweile zur Normalität.

MDax knackt 14.000er-Marke
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Dax wird den MDax schlagen

Für den MDax sieht das Bankhaus Lampe 2014 keine Wachstumschancen mehr. Der Mittelwerte-Index habe sein Pulver bereits 2013 verschossen und werde deshalb 2014 wohl ein Minus aufweisen. Für den Dax sehen die Experten dagegen ein Jahresendziel von 9.650 Punkten.

Das Potenzial für weitere Gewinne scheint groß. „In der Euro-Zone sind die Unternehmensgewinne noch circa 40 Prozent unter dem Niveau von vor der Finanzkrise, während man in den USA diese Schwelle schon deutlich überschritten hat“, sagt Henning Gebhardt von der DWS. Eine robustere Weltkonjunktur und Strukturreformen sollten helfen diese Lücke zu schließen. Maßgeblich für das Eintreten unseres Szenarios werde eine Verbesserung der Ertragslage bei den Finanzwerten und der Investitionstätigkeit sein.

Zwischen den einzelnen europäischen Ländern muss jedoch stark differenziert werden. Bei Spanien und Italien sind viele Marktteilnehmer noch kritisch, doch der Wandel ist im Gange: „Im historischen Vergleich erscheinen diese Märkte immer noch sehr günstig bewertet“, sagt Jeffrey Taylor, Experte für europäische Aktien bei Invesvo.

Doch die Renditeabstände ihrer Anleihen gegenüber deutschen Bundesanleihen werden enger und dadurch sinken die Risikoprämien für diese Länder. „Weitreichende wirtschaftliche Strukturreformen – vor allem in Spanien – zeigen bereits erste positive Auswirkungen, und auch die jüngsten politischen Entwicklungen in Italien sind insgesamt positiv zu bewerten“, sagt Taylor.

Auch de Vries-Hippen ist etwa in Bezug auf Spanien und Portugal optimistisch: „Sie arbeiten hart, um die zugesagten Ziele zu erreichen. Nicht alles ist positiv, aber das Erreichte ist beachtlich.“ Insbesondere die verbesserte Auftragslage stimmt Experten optimistisch. „Unsere positive Meinung zu Aktien ist noch sehr stark von den Erwartungen nach verbesserten Auftragseingängen bei den Unternehmen geprägt“, sagt etwa Gebhardt.

„In Spanien, Großbritannien und Nordeuropa gibt es hierfür ermutigende Anzeichen.“ Rückschläge seien allerdings nicht auszuschließen. Denn die Kreditvergabe an mittelständische Unternehmen in Europa verlaufe noch immer sehr schleppend.

Trotz solcher Einschätzungen zur Lage in den einzelnen Euro-Ländern analysieren viele Finanzexperten lieber Branchen und Einzeltitel, der Standort des Unternehmens spielt eine nachgeordnete Rolle. „Unser Ziel ist es, weltweit in starke, etablierte und profitable Gesellschaften mit gutem Geschäftsmodell zu investieren, deren Aktien attraktive Bewertungen aufweisen“, sagt Schmidt. „Daher sind Unternehmensgesichtspunkte für uns auch wesentlich wichtiger als zum Beispiel regionale Herkunft oder die Branchenzugehörigkeit.“

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