Aktien: Anleger sollten diese fünf unterbewerteten Dax-Titel kennen
Fünf der 40 Dax-Titel notieren mit einem KBV-Abschlag von 50 und mehr Prozent gegenüber ihrem eigenen 20-Jahres-Durchschnitt.
Foto: Dpa, Imago (2), BASF, FreseniusDüsseldorf. Mit rund 16.000 Punkten steht der Dax nur zweieinhalb Prozent unter seinem Allzeithoch. Doch damit sind keineswegs alle Aktien teuer. Das zeigt eine der wichtigsten Kennzahlen in der Finanzanalyse, das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV). Es drückt aus, wie hoch ein Konzern gemessen am Eigenkapital bewertet ist, oder: wie viel Anleger für die Aktie gemessen an der Firmensubstanz bezahlen.
Der Buchwert errechnet sich aus allen Vermögenswerten einer Firma abzüglich seiner Verbindlichkeiten. Ein KBV von knapp eins, wie ihn beispielsweise BASF erreicht, bedeutet, dass alle BASF-Aktien nur so viel kosten, wie der Konzern an Eigenkapital hat.
Handelsblatt-Berechnungen zeigen: Fünf der 40 Dax-Titel notieren mit einem KBV-Abschlag von 50 und mehr Prozent gegenüber ihrem eigenen 20-Jahres-Durchschnitt. Eine Aktie hat ein KBV von 0,3 – und damit dreimal so viel Eigenkapital wie Börsenwert. Bewertungsabschläge haben immer Ursachen, sonst wären die Aktien nicht so preiswert. Doch einen näheren Blick sind sie vor allem für Langfristanleger wert.
Volkswagen-Aktie: Bei E-Autos im Wettbewerb abgeschlagen
Mit 16,6 Milliarden Euro, wie es Analysten im Durchschnitt prognostizieren, dürfte VW in diesem Jahr netto so viel verdienen wie kein anderer deutscher Konzern. Auf Basis des prognostizierten Gewinns in den nächsten vier Quartalen ist der gesamte Konzern und heruntergerechnet jede einzelne VW-Aktie nur noch den 3,7-fachen Jahresnettogewinn wert. So niedrig ist derzeit keine andere Dax-Aktie bewertet.