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Alternative Anlagen Beteiligungsgesellschaft Ardian legt größten Infrastrukturfonds für Europa auf

Die Franzosen hätten bei Anlegern auch die doppelte Summe einsammeln können. Der neue Fonds wird sein Augenmerk auf digitale Infrastruktur legen.
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Infrastruktur kann ein lohnendes Investment sein. Quelle: dpa
Check-in am Flughafen

Infrastruktur kann ein lohnendes Investment sein.

(Foto: dpa)

FrankfurtDie französische Beteiligungsgesellschaft Ardian hat jetzt mit 6,1 Milliarden Euro den nach eigenen Angaben bislang größten Infrastrukturfonds für Europa aufgelegt. Nach Informationen aus Finanzkreisen hätte Ardian fast das Doppelte einsammeln können, jedoch wollten einige institutionelle Investoren eine Deckelung unterhalb der Marke von sieben Milliarden Euro sehen.

Offenbar gab es vereinzelt die Befürchtung, der Fonds könne bei zu viel Kapital zu stark vom Anlagestil seiner vier Vorgängerfonds abweichen. Der neue Fonds wird bei den Zukäufen sein Augenmerk jetzt noch stärker auf die digitale Infrastruktur lenken. „Die Zukunft liegt in der Kombination aus digitalen Anwendungen und klassischen Infrastruktur-Assets. Der Fachbegriff dafür heißt ‚Augmented Infrastructure‘“, sagt Mathias Burghardt, Leiter des Infrastrukturgeschäfts bei Ardian, im Gespräch mit dem Handelsblatt.

Beispielsweise habe man die Abfertigungskapazitäten an den Flughäfen London-Luton sowie an einigen norditalienischen Airports, an denen Ardian beteiligt ist, über elektronische Sicherheitsschleusen deutlich erhöht. Die Nettorenditen für die Geldgeber lägen bei sechs bis sieben Prozent. Angesichts der geringen Risiken bei Infrastruktur sei das mit Blick auf die historisch niedrigen Zinsniveaus eine gute Rendite, meint Burghardt.

EQT wächst in neue Dimensionen

Vor Ardian war bereits EQT mit seinem vierten Geldtopf für Infrastruktur in neue Dimensionen gewachsen. „Der Fonds wurde bei neun Milliarden Euro geschlossen, obwohl die Investoren noch mehr Kapital geben wollten“, sagt Partner Matthias Fackler. Die Beteiligungsgesellschaft investiert in sogenannte Core-plus-Märkte bei Infrastruktur in Europa und Nordamerika. Das sind nicht die eher passiven Investments in Mautstraßen, Brücken oder regulierte Strom- und Gasnetze.

Vielmehr stehen Infrastrukturunternehmen, die durch Wachstumsstrategien, effizienzsteigernde Maßnahmen oder Digitalisierung weiterentwickelt werden, im Fokus. Der Fonds hat bisher zwei Investitionen getätigt: in Saur, ein französisches Trink- und Abwasserunternehmen, sowie in Osmose Utilities Services, einen Anbieter von Inspektions-, Wartungs- und Sanierungsdiensten für Versorger in den USA.

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