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Alternative Anlagen Die Geldanlage für das gute Gewissen entwickelt sich zum Mega-Trend

Das sogenannte „Impact Investing“ erlebt einen Höhenflug. Das Investitionsvolumen beträgt mittlerweile 239 Milliarden Dollar.
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Frauen arbeiten in Costa Rica am in der Ananasfabrik Dilifrost. Um Arbeitsplätze in einer ärmlichen Region zu schaffen und die Qualität zu steigern, will das Familienunternehmen eine eigene Plantage kaufen. Ein Fall für Investoren, die mehr als nur Rendite wollen. Ein Fall für ein Impact Investing. Quelle: dpa
Ananasfabrik in Costa Rica

Frauen arbeiten in Costa Rica am in der Ananasfabrik Dilifrost. Um Arbeitsplätze in einer ärmlichen Region zu schaffen und die Qualität zu steigern, will das Familienunternehmen eine eigene Plantage kaufen. Ein Fall für Investoren, die mehr als nur Rendite wollen. Ein Fall für ein Impact Investing.

(Foto: dpa)

Reiche Privatkunden und Profi-Anleger haben ein neues Lieblingsthema für sich entdeckt: das „Impact Investing“. Darunter versteht man Geldanlagen, die Positives für die Gesellschaft, das Gemeinwohl oder die Umwelt bewirken sollen und gleichzeitig auch Rendite abwerfen müssen. Wie stark diese Innovation schon das Kapital bewegt, kann man in der Schweiz sehen.

Dort hat die Großbank UBS jetzt 225 Millionen Dollar bei seinen vermögenden Kunden eingesammelt, um die Mittel in den „Global Impact Fund“ des Finanzinvestors KKR zu stecken. Im Rahmen eines Fünfjahresplans will die UBS insgesamt fünf Milliarden Dollar für das Thema mobilisieren.

KKR war bisher eher für knallharte Renditeziele und klassische Übernahmen von Unternehmen bekannt, für Furore in Deutschland sorgte jüngst der Einstieg beim Medienkonzern Springer. Doch jetzt will KKR in solche Unternehmen investieren, die messbare Beiträge zur Erreichung der 17 Nachhaltigkeits-Ziele der Vereinten Nationen erreichen.

Dazu zählen unter andrem die Bekämpfung der Armut und des Hungers, Geschlechtergerechtigkeit und der Klimaschutz sowie menschenwürdige Arbeit. Man wolle in Zukunft „weitere Engagements dieser Art“ anbieten, sagte Christian Wiesendanger, Leiter Investment-Plattformen in der Vermögensverwaltung der UBS. Die beispiellosen Herausforderungen für die Welt böten auch Chancen für Investments in Unternehmen, die Wert schaffen und an wirtschaftlichen Kriterien orientierte Lösungen bereitstellen, meinte Robert Antablin, Vize-Chef Global Impact.

Fast zeitgleich gab die schweizerische Credit Suisse bekannt, dass Sie ihr Führungspersonal beim Impact Investing und bei nachhaltigen Anlagen ausgebaut hat. Sie holte drei hochrangige Experten von der UBS sowie Lombard Odier.

Weltweit wächst der Markt für Impact Investing stürmisch, die verwalteten Vermögen legten zuletzt mit einer Jahresrate von 17 Prozent zu. Global stecken 239 Milliarden Dollar in der Anlageklasse, geht aus Daten des Global Impact Investing Networks hervor. Kritiker bezweifeln, dass es für die großen Summen an Netto-Zuflüssen auch genügend Anlagemöglichkeiten gibt. Deshalb sehen sie die Gefahr, dass der Berg an nicht investierten Mitteln zunimmt.

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