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Alternative Anlagestrategien Spudy und Moonfare öffnen Private Equity für Privatanleger

Das Berliner Fintech und der Hamburger Vermögensverwalter erleichtern den Zugang zum Markt für Beteiligungskapital.
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Bislang blieb privaten Anlegern der Zugang zu Private-Equity-Fonds verwehrt. Quelle: dpa
Vollmond in Frankfurt am Main

Bislang blieb privaten Anlegern der Zugang zu Private-Equity-Fonds verwehrt.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer etablierte Vermögensverwalter Spudy und die virtuelle Private-Equity-Plattform Moonfare gehen eine Kooperation ein, um den direkten Zugang zum Markt für Beteiligungskapital zu erleichtern. „Durch die Partnerschaft mit Moonfare können wir das Investment in Private Equity für unsere Mandanten noch effizienter abbilden“, sagt Gründer Jens Spudy.

Die Tatsache, dass der Berliner Fintech-Player die Vorteile der Digitalisierung für den Investment-Prozess nutze, habe überzeugt, erklärte der Hamburger Vermögensverwalter, der elf Milliarden Euro managed.

Private-Equity-Fonds kaufen Firmen, restrukturieren sie und bringen sie nach drei bis fünf Jahren an die Börse oder reichen sie an einen anderen Finanzinvestor oder Strategen aus der Industrie weiter. Dabei erzielen die Spitzenfonds Renditen von bis zu 20 Prozent.

Allerdings ist die Anlageklasse sehr langfristig ausgerichtet, normalerweise ist das investierte Kapital bis zu zehn Jahre lang gebunden. Privatanleger konnten sich bisher üblicherweise nur über Dachfonds engagieren, ein direkter Zugang blieb verwehrt, weil man dafür mehrere Millionen Euro mitbringen muss. Nur institutionelle Anleger wie Pensionsfonds und Versicherungen kamen direkt in die Megafonds.

Moonfare hat jetzt als digitaler Newcomer eine Lösung für das Dilemma gefunden: das Fintech sammelt die Mittel der Privatanleger und investiert ohne Umwege in Fonds von Carlyle, EQT und Warburg Pincus. „Wir haben Spudy als Partner gewählt, weil die Hamburger unternehmerisch denken und pragmatisch handeln“, sagt Moonfare-Gründer Alexander Argyros gegenüber dem Handelsblatt.

Er gehe davon aus, dass Moonfare durch die Kooperation jährlich 30 bis 50 Millionen Euro an zusätzlichen Mitteln zufließen werden. Die Mindestanlage beträgt 100.000 Euro. Außerdem soll die Online-Plattform auf weitere alternative Anlageklassen wie Infrastrukturfonds und Immobilien ausgeweitet werden.

Die laufenden Managementgebühren habe man auf 0,5 Prozent p.a. gesenkt, die einmalige Bearbeitungsgebühr liegt bei einem Prozent des verwalteten Vermögens.

Die Risiken bei solchen Finanzprodukten darf der Kleinanleger nicht aus den Augen verlieren. So können die Investments in einem allgemeinen Kursrutsch auch überdurchschnittlich an Wert verlieren.

Denn Kritiker befürchten, dass in der jetzigen Boomphase zu hohe Preise für die Firmen durch Private-Equity-Fonds bezahlt wurden. Zuletzt hatten Finanzinvestoren beim Kleinanzeigenportal Scout24 sowie beim Lichttechnikonzern Osram ihr Kaufinteresse gezeigt.

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1 Kommentar zu "Alternative Anlagestrategien: Spudy und Moonfare öffnen Private Equity für Privatanleger"

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  • Sehr geehrter Herr Köhler,

    was Sie auch nehmen mögen: Ob Risiko, Ertrag , Kabitalbindung oder was auch immer. Etwas so völlig Undurchsichtiges wie Private Equity gibt es wahrscheinlich kein zweites Mal. Oder allenfalls auf dem grauen Kapitalmarkt, auf dem sich Betrüger in großer Zahl tummeln.

    Damit ist zugleich der Unterschied zu einer ganz normalen Aktienanlage skizziert. Man könnte meinen, schon Bert Brecht hätte den Unterschied gekannt. In seiner Drei-Groschen-Oper liest man die Verse:

    "Denn die einen sind im Dunkeln
    Und die anderen sind im Licht.
    Und man siehet die im Lichte
    Die im Dunkeln sieht man nicht".