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Amundi-Chefvolkswirt Didier Borowski „Risiko einer Finanzkrise wie im Jahr 1998 wächst“

Der Chef-Volkswirt des größten europäischen Vermögensverwalters Amundi erkennt steigende Risiken von Börsenturbulenzen. Im Interview spricht er über Ölpreisschocks, Firmenpleiten und allmächtige Notenbanker.
„Es ist der stärkste Preisschock nach unten, den wir je erlebt haben.“ Quelle: Bernd Roselieb für Handelsblatt
Didier Borowski

„Es ist der stärkste Preisschock nach unten, den wir je erlebt haben.“

(Foto: Bernd Roselieb für Handelsblatt)

Frankfurt Der Mann ist kaum bekannt, aber ökonomischer Vordenker bei Europas größtem Vermögensverwalter: Didier Borowski. Er ist Chef-Volkswirt bei der französischen Amundi, die 952 Milliarden Euro an Kundenkapital betreut. Beim Gespräch in Frankfurt tritt der 48-Jährige bescheiden auf. Aber seine Worte haben es in sich. Der zurückhaltende Mann mit polnischen Vorfahren erkennt in der aktuellen Börsenlage Parallelen zum Problemjahr 1998. Der Ölpreisschock kann seiner Meinung nach eine Finanzkrise auslösen. Eine echte Gefahr bestehe allerdings nicht, weil die Notenbanken im Ernstfall eingreifen würden.

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