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André Kostolany Meine Ideen sind nicht tot!

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Hören Sie nicht auf Insider


Aber ohne Risiko geht doch nix an der Börse.
Ganz recht. Aber wenn man auf eine festere Tendenz Börse - statt erstklassige Aktien auf Kredit  - spekuliert, soll man Aktien der stark verschuldeten Unternehmen kaufen, die durch eine schlechte Wirtschaftslage in eine kritische Lage geraten sind, und diese Papiere aber voll bezahlen. An zweiter Stelle sollte man noch eher Optionen kaufen, aber immer mit dem Gedanken, dass das ganze Geld, das man in die Optionen steckt, total verloren geht.

Was ist wichtiger: Taktik oder Strategie?
Wenn man eine Kapitalanlage in Wertpapieren auf lange Sicht plant, ist die taktische Entscheidung, ob man sie heute oder in einer Woche kaufen will, doch unwesentlich.  Denn eine kleine Kursschwankung spielt dabei sowieso keine große Rolle. Und daran hat sich auch nichts geändert. Viel wichtiger ist die Strategie; die Auswahl der Papiere und die mittel- oder langfristige Überlegung.


Viele Anleger orientieren sich daran, was die Insider, also die Manager eines Unternehmens machen. Kaufen die Aktien ihrer eigenen Gesellschaft, kaufen die Anleger auch. Was halten Sie von dieser Strategie?
Gar nichts! Die Insider kennen zwar ihre eigene Gesellschaft und deren Produkte, die Entwicklungen, die Potenz. Aber der gesamte Kapitalmarkt, die weitere Entwicklung des Kapitalmarkts haben damit nicht viel zu tun. Auch sind diese Informationen nicht immer aufrichtig.  Nach meiner Erfahrung müsste man eigentlich immer genau das Gegenteil machen von dem, was die Insider machen.

Ein letzter Ratschlag noch Herr Kostolany.
Die nützlichsten Wörter an der Börse sind: vielleicht, hoffentlich, möglich, es könnte, nichtsdestoweniger, obwohl, zwar, ich glaube, ich meine, aber, wahrscheinlich, das scheint mir ... Alles, was man glaubt und sagt, ist bedingt.

Herr Kostolany, wir danken Ihnen.

André Kostolany wurde am 9.Februar 1906 in Budapest geboren. Er starb am 14. September 1999 in Paris. Kostolany gilt noch immer als einer der bekanntesten und beliebtesten Börsianer in Deutschland. Seine Analysen und Weisheiten sind legendär.

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17 Kommentare zu "André Kostolany: Meine Ideen sind nicht tot!"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Kostolany hat nicht pauschal gesagt, man solle kaufen und sich schlafen legen. Er sagte Anfang 90er, man solle sich ein paar Standardtitel kaufen und dann ein paar Jahre schlafen. Standardtitel waren gewiss nicht im NEMAX, sondern im DAX, z. B. BASF, Deutsche Bank etc. Und Kostolany hatte recht. Und vor dem Neuen Markt hatte er rechtzeitig gewarnt: "Betrug mit gezinkten Karten". Kann man alles bei Youtube sehen.

  • Vielleicht dachte Hayek dabei an die alte Redensart „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“.

  • Andrè Kostolany, hat meiner Meinung damals (2000) soviele Kleinanleger mit seiner Aussage "kaufen und schlafen legen" die Sicht auf Ihren möglichen Verlust vernebelt.
    Und dadurch zu dem eigentlichen Crash in der Öffentlichkeit beigetragen, nämlich das in Deutschland die Kleinanleger keine Lust mehr auf Aktien hatten.

    Mich würde mal interessieren wieviel denn Kostolany wirklich an der Börse mit Eigenem Geld wie z.B. Jesse Livermore oder Bernard M. Baruch oder auch Nicolas Darvas verdient hatte. Auch Gerald M. Loeb
    Sprich wie war seine G/V Bilanz am Ende seines Lebens.

    Mich würde es nicht wundern wenn diese negativ wäre.

    Was mich zudem an dem Artikel stört ist die große Überschrift als ob das die Ideen von Kostolany wären, andere oben genannte Spekulanten (Andrè Kostolany probagierte doch nur das Nachdenken über Investments) haben doch Ihre Ideen nur weitaus handfester zu Papier gebracht (Einige der Bücher von Kostolany durfte ich um 2000 herum lesen, rückblickend im Vergleich zu den anderen Autoren nur leere Worhülsen)

  • Da ich es angesprochen habe, ich kaufe nur ganz bestimmte ausgewählte Aktien. Die Dividenden werden reinvestiert. Verkaufen tue ich nicht und werde ich auch nicht. Damit bin ich bisher bestens gefahren.

  • Solarwind - Garantierte Preise und Abnahmegarantien von allem was produziert wird, welche Wirtschaftsform war das nochmal?

  • guter Beitrag, man kann vieles übernehmen aber bloss nicht "kaufen und halten" von "soliden Unternehmen" - das ist Selbstmord weil wir uns in einer langjährigen politisch- und zentralbankgeleiteten Börsenbaisse befinden, zumnindestens was den DAX angeht. Schaut mal den DAX und seine Bestandteile im historischen Verlauf seit 2000 an. Hoffnungslos.

  • Danke für die nette Mittags-Lektüre!

  • Merkel betet da lieber die Formel von A.Hayek nach
    (auch schon 30 Jahre tot) den sie in der Financial Times lobte.
    Seiner Idee einer „marktkonformen Demokratie“,hängt sie
    gläubig an.
    Demokratie solle gefälligst sich nach den Märkten richten.

    Wie aber hielt es von Hayek, der zu Merkels Freiheits- und Demokratielehrern zählt, mit der Demokratie? Sie war für den neoliberalen Meisterdenker „ein durch das Erpressungs- und Korruptionssystem der Politik hervorgebrachtes System,nichts als ein Ärgernis.

    „Es kann vernünftigerweise argumentiert werden, dass den Idealen der Demokratie besser gedient wäre, wenn alle Staatsangestellten oder alle Empfänger von öffentlichen Unterstützungen vom Wahlrecht ausgeschlossen wären.“so
    von Hayek.
    Sagte Röttgen nicht auch schon,das leider die Wähler
    entscheiden..(wer weiß wie lange noch)

    Kein Wahlrecht für Beamte, Hartz-IV-Bedürftige und Rentner: Wer hat, der soll auch das Sagen haben,das ist war Hayeks Demokratie-Utopie.
    Die Bundeskanzlerin pries in ihrer Eloge auf den Demokratieverächter auch dessen Aktualität: „In der Globalisierungsdebatte sind seine Ideen hochaktuell.“


  • was kostolany schon von sich gegeben hat, hat nach wie vor gültigkeit. allerdings ist auch mit zeitabstand die börse verändert. hier nun einiges was sicht nicht ändert:

    die ganze börse häng nur davon ab,
    ob es mehr aktien gibt als idioten
    oder mehr idioten als aktien.

    desweiteren soll man nicht vergessen, dass selbst das erfolgreichste unternehmen den bach herunter geht
    wenn es von einem idioten gelenkt wird.

    es gibt genügend beispiele dafür: westLB, karstadt, oppenheim-bank, general-motors, northern-rock, AIG, enron

    nicht nur kostolany auch warren buffet halten von bestimmten "finanzprodukten" die nichts weiter sind als hohles papier, garnichts. siehe derivate und auch staatsanleihen

  • Schade das Kostolany nicht mehr unter uns ist! Die Dauerkrise wäre um einiges leichter auszuhalten gewesen und es wäre um einiges unterhaltsamer gewesen Kostolany zuzuhören als den sogennaten und selbsternannten Analysten, Experten, Börsengurus usw. Ich kann dem Artikel nicht voll zustimmen aber er gefällt mir. Erinnert mich an meine ersten Schritte an der Börse. Bitte mehr solcher Artikel. Evtl. einen fiktiven Artikel mit Gordon Gekko.

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