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Anlage-Kolumne Ängste fehl am Platz – Kaufen Sie große deutsche und europäische Aktien

Keine Angst vor der Wachstumsprognose – die schwächelnde Konjunktur wird sich nicht unbedingt negativ auf die Entwicklung am Aktienmarkt auswirken.
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Mit der möglichen Rezession in der Euro-Zone kommt die Angst vor deutlichen Kursverlusten. Quelle: dpa
Deutsche Börse

Mit der möglichen Rezession in der Euro-Zone kommt die Angst vor deutlichen Kursverlusten.

(Foto: dpa)

Ist eine Rezession in der Euro-Zone der Untergang des Dax? Viele sehen das so und führen dabei die schwachen Konjunkturdaten in Deutschland und das im vierten Quartal 2018 in einen Abschwung geratene Italien an. Zählt man die Kürzung der Wachstumsprognosen des IWF und der EU für 2019 dazu, ist die Sorge um den Dax nachvollziehbar. Doch die Ängste sind fehl am Platz.

Auch wenn die Konjunktur in Italien zum Jahresende rückläufig war und die Dezember-Branchendaten in Deutschland Ähnliches nahelegen, scheint die Schwäche doch nur vorübergehend zu sein. Betrachten wir einmal die Hauptursachen: In Deutschland, Italien und zahlreichen EU-Ländern kam die Wirtschaft vor allem deshalb unter Druck, weil die Autohersteller mit den neuen EU-Abgasregelungen zu kämpfen hatten.

Doch das ist ebenso wenig ein dauerhaftes Problem wie die verhaltenere Nachfrage des chinesischen Privatsektors, die ganz Europa traf. Mit den Belebungsmaßnahmen der chinesischen Regierung sollte auch dies bald besser werden.

In Italien kam zum hohen Zinsniveau der Haushaltsstreit mit der EU hinzu, was sich negativ auf die Kreditvergabe und auf Investitionen auswirkte. Auch diese Situation hat sich entspannt. Die langfristigen Zinsen sind auf die Vorjahreswerte zurückgegangen. Für die in die Zukunft blickenden Aktienmärkte ist die Schwäche des vierten Quartals damit eine Nachricht von gestern.

Was aber ist mit den Konjunktursorgen? Der IWF senkte seine globale Wachstumsprognose für 2019 von 3,7 Prozent auf 3,5 Prozent. Nur Tage später stimmte die EU ein und verringerte die Wachstumserwartung von 1,9 Prozent auf 1,3 Prozent. Doch erstens kann niemand das globale Wirtschaftswachstum so genau vorhersagen. Und zweitens braucht es kein positives Bruttoinlandsprodukt (BIP), damit die Aktienkurse steigen.

Der Gründer und Chairman der US-Vermögensverwaltung Fisher Investments schreibt regelmäßig im Handelsblatt. Quelle: privat
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Der Gründer und Chairman der US-Vermögensverwaltung Fisher Investments schreibt regelmäßig im Handelsblatt.

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Als 2015 und 2016 die globale Wirtschaft um 0,1 Prozent beziehungsweise 0,2 Prozent schrumpfte, stiegen die Aktien um 10,4 Prozent und 10,7 Prozent. Das deutsche BIP stieg 2012 und 2013 gerade einmal um 0,7 Prozent beziehungsweise 0,6 Prozent. Trotzdem legte der Dax um 29 und 25 Prozent zu.

In Aktienkursen spiegelt sich mehr wider als die ökonomischen Bedingungen. Politik spielt eine Rolle und die Stimmung der Investoren. Aktienkurse preisen Zukunftserwartungen ein, indem sie sämtliche Meinungen und Befürchtungen abwägen.

Der Vergleich zwischen der Realität und den bereits eingerechneten Prognosen treibt im Anschluss die Kurse. Überreaktionen auf gesenkte Erwartungen oder die Sondersituation in Italien zeigen, dass die Stimmung schlecht und eine positive Überraschung wahrscheinlich ist. Kaufen Sie große deutsche und europäische Aktien, bevor das erkannt wird.

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