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Anlagestrategie institutioneller Investoren Kaufen-Halten-Verkaufen hat ausgedient

Auf der Suche nach Rendite greifen institutionelle Investoren verstärkt zu alternativen Anlagekonzepten. Die klassische "Long-Only"-Strategie hat sich für viele Anlageprofis überholt, stattdessen greifen sie zu Strategien, die eine Mischung aus Rendite und Kapitalabsicherung bieten. Auch Wetten auf fallende Kurse gewinnen bei den Institutionellen an Bedeutung.
Händler an der Frankfurter Börse: In turbulenten Börsenphasen ist eine Long-Only-Strategie nicht zielführend. Quelle: Reuters

Händler an der Frankfurter Börse: In turbulenten Börsenphasen ist eine Long-Only-Strategie nicht zielführend.

(Foto: Reuters)

FRANKFURT. Großinvestoren suchen in der Finanzkrise neue Anlagekonzepte. Im Kern geht es um einen Mix aus Ertrag und Verlustbegrenzung. Das illustrieren die Ergebnisse einer dem Handelsblatt vorliegenden Studie des Research Center for Financial Services an der Steinbeis Hochschule Berlin.

Eine Gruppe unter Leitung von Jens Kleine, Professor für Finanzdienstleistungen, befragte im Februar Vertreter von 107 institutionellen deutschen Investoren. Teilnehmer waren Banken, Versicherungen, Unternehmen, Pensionskassen und Vermögensverwalter. Es geht in Deutschland um einen Markt von etwas über 900 Mrd. Euro.

"Wenn Investoren Erträge erzielen wollen, geht das bei diesen bewegten Märkten nur mit Long-Short-Strategien", erläutert Kleine eines der wichtigsten Ergebnisse. Weit über die Hälfte der befragten Anleger glaubt an eine große Zukunft von Konzepten, mit denen sich nicht nur bei steigenden Kursen (Long), sondern auch in fallenden Märkten (Short) Renditen erzielen lassen.

Hierbei ist die Einbindung von Terminmarktstrategien gefordert. Gerade für die Erschließung einzelner und neuer Anlageklassen wie Rohstoffe bieten sich laut Fachleuten Long-Short-Strategien an. "Diese Ansätze haben einen Vorteil bei volatilen Märkten", erkennt auch Arnd Thorn, der bei Feri Finance im Vorstand für das Beratungsgeschäft mit institutionellen Kunden zuständig ist.

Der Trend geht zu Lasten des klassischen Ansatzes von Kaufen-Halten-Verkaufen. "Dieses Modell hat ausgedient, es reicht nicht mehr", sagt Kleine. Nicht einmal mehr jeder fünfte Investor hält solche "Long-only"-Konzepte für zukunftsfähig. "Unsere Kunden sagen uns: Das hat sich überlebt", berichtet auch Dirk Klee, Vorstandsvorsitzender von Barclays Global Investors Deutschland.

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