Anlagestrategie: Niedrig bewertet, aber nicht nachhaltig – Aktienfavoriten einiger Fondsmanager
Hohe Profitabilität, hohe Dividendenrendite.
Foto: ReutersFrankfurt. Das Thema Nachhaltigkeit dominiert die Finanzbranche: Viele Investoren sind aus Bereichen wie fossiler Energie, Waffen, Tabak ausgestiegen. Ansprüche an Umwelt, Soziales und Organisationsführung, kurz ESG, werden immer populärer und auch regulatorisch eingefordert. Doch manche Investmentstrategen stellen sich gegen diesen Mainstream – und haben teilweise Erfolg damit.
In Deutschland hat ein kleiner Anbieter den sogenannten „Hard Value Fund“ aufgelegt, der in Aktien von Segmenten investiert, die nicht den ESG-Kriterien entsprechen. Auch der große „Quantex Global Value Fund“, der bereits seit Jahren am Markt ist, hat Aktienanlagen im Portfolio, die von nachhaltigen Investoren kontrovers gesehen werden.
Der Quantex-Fonds investiert durchaus erfolgreich: Die durchschnittlichen jährlichen Erträge von 16 Prozent über die vergangenen fünf Jahre liegen weit über den Resultaten vieler Konkurrenten.
Das ESG-Denken konzentriert sich stark auf das Klimageschehen und die Vermeidung von Treibhausgasemissionen. Unter dem Druck stärkerer rechtlicher Vorgaben für den Euro-Raum haben sich mehr und mehr Investoren insbesondere aus dem Bereich der fossilen Energie zurückgezogen. Aktien von Öl-, Kohle- und Gasfirmen wurden verkauft. Dagegen waren Unternehmen aus den Erneuerbare-Energie-Bereichen wie Wind und Solar immer stärker gesucht.