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Anlagestrategie Privatbank Metzler setzt auf europäische Aktien – und warnt vor US-Papieren

Das Bankhaus bleibt für den Jahresverlauf zuversichtlich, wenn es um Aktien geht. Bei Unternehmensanleihen aus den USA sei hingegen Vorsicht geboten.
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In einem Musterportfolio der Privatbank liege die Aktienquote derzeit bei 64 Prozent. Quelle: dpa
Bankhaus Metzler

In einem Musterportfolio der Privatbank liege die Aktienquote derzeit bei 64 Prozent.

(Foto: dpa)

Frankfurt Das Bankhaus Metzler sieht keinen Grund für Schwarzmalerei und blickt verhalten optimistisch auf die Aktienmärkte für das restliche Jahr. Allerdings favorisieren die Analysten europäische Papiere und Titel aus Schwellenländern, bei US-Aktien sehen sie dagegen wegen der erreichten hohen Bewertungen kaum noch Aufwärtspotenzial.

„In Europa besteht ein Spielraum nach oben von vielleicht sechs bis sieben Prozent, bei den Schwellenländern inklusive China sind es zehn bis zwölf Prozent“, sagte Frank Endres, der Leiter des Portfoliomanagements bei Metzler, am Donnerstag in Frankfurt. Die geopolitischen und konjunkturellen Risiken seien vorerst gebannt, und die Notenbanken hätten den Turbo gezündet, insofern seien die Rahmenbedingungen aktuell relativ positiv.

In einem Musterportfolio des Bankhauses, in dem Aktien einen Anteil von bis zu 80 Prozent ausmachen können, liege die Aktienquote derzeit bei 64 Prozent und damit niedriger als in den beiden Vorjahren. Zu den Aktien im Musterdepot zählen beispielsweise die der Allianz, Deutschen Post, Deutschen Telekom, von ING und Royal Dutch Shell.

20 Prozent des Musterdepots entfallen auf festverzinsliche Wertpapiere, von denen knapp die Hälfte Unternehmensanleihen sind, darunter Titel von Ryanair, Vodafone und Daimler. Die restlichen 16 Prozent des Depots entfallen auf die Kassenhaltung.

Mit einer gewissen Sorge betrachten die Experten beim Bankhaus Metzler, das von US-Unternehmen immer mehr Anleihen mit einem schlechteren „BBB“-Rating kämen. Wenn es im konjunkturellen Abschwung zu Herabstufungen der Bonitätsnoten kommt, könne dies zu Marktverwerfungen führen, wenn Profianleger diese Unternehmensanleihen verkauften.

Entwarnung gaben die Experten beim Blick auf den Immobilienmarkt. In der Vergangenheit seien Exzesse bei den Immobilienpreisen zusammen mit einer Überschuldung des privaten Sektors oftmals Vorboten einer Krise gewesen – eine solch toxische Mischung sei derzeit aber nicht zu erkennen, sagte Carolin Schulze Palstring, Leiterin Kapitalmarktanalyse bei Metzler. Allerdings wäre es langsam an der Zeit, dass die Notenbanken gegensteuerten.

Im Gegensatz zu Metzler kamen von der DZ Bank zuletzt skeptischere Töne, was weitere Kursgewinne bei Aktien in diesem Jahr angeht. Die Risiken wie Zollpolitik und Brexit sowie politische Turbulenzen in einigen EU-Kernländern verhinderten einen weiteren Anstieg der Aktienmärkte und könnten auch immer wieder zu Rückschlägen führen.

„Unsere Kursziele zum Jahresende für Dax und Euro Stoxx 50 liegen bei 12.000 beziehungsweise 3400 Punkten“, hieß es vom Research der genossenschaftlichen Zentralbank. Zum Vergleich: Am Donnerstagnachmittag notierte der Dax bei 12.350 Punkten, der Euro Stoxx 50 bei 3502 Zählern.

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