Anlagestrategie: Wie Anleger jetzt ihr Depot am besten strukturieren
Welche Aufteilung zwischen Aktien und Anleihen empfiehlt sich derzeit für Anlegerinnen und Anleger?
Foto: ReutersFrankfurt. Das große Inflationsdrama scheint sich dem Ende zuzuneigen. Aber wie genau könnte dieses Ende aussehen? Davon hängt es ab, wie sich die einzelnen Sektoren des Kapitalmarkts entwickeln.
Wird es eine „harte Landung“ geben, also ein Ende der Inflation zusammen mit einer deutlichen Rezession? Oder ein „soft landing“, wie die Amerikaner sagen, ein Ende der hohen Preissteigerungen mit einer leichten Rezession oder fast ohne deutlichen Konjunktureinbruch?
Die unangenehmste Variante wäre ein „no landing“, also ein Weiterlaufen der Inflation, wenn auch auf niedrigerem Niveau als zuletzt.
Für Anleger kommt es darauf an, das Depot so zu strukturieren, dass es jede „Landung“ möglichst unbeschadet übersteht. Welche Aufteilung zwischen Aktien und Anleihen empfiehlt sich also?
Welche Regionen sind zu bevorzugen, und welche Zinspapiere kommen in die engere Wahl? Experten der großen Vermögensverwalter States Street Global Advisors und Vanguard geben ihre Empfehlungen ab.
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Andreas Zingg, Multi-Asset-Spezialist von Vanguard, geht bei seinen Überlegungen von einem klassischen, langfristigen Depot mit 60 Prozent Aktien und 40 Prozent Anleihen aus. Die Aktien sollen für das Wachstum sorgen, die Anleihen in erster Linie Sicherheit bieten, aber auch regelmäßige Erträge.