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Anlegen 2016 - Teil 13 - Baugeld Wie lange die Mini-Zinsen bleiben

Die Zinsen sind niedrig und treiben die Immobilienpreise in Deutschland. Eine Umfrage zeigt, wann die Zinsen wieder steigen könnten. Müssen Immobilienbesitzer und Häuslebauer bald handeln?
Die Zinsen sind in den vergangenen Jahren stark gefallen. Quelle: Getty Images

Die Zinsen sind in den vergangenen Jahren stark gefallen.

(Foto: Getty Images)

FrankfurtDie gute Nachricht für Immobilienbesitzer und Häuslebauer: Aktuell ist Baugeld mit einer Zinsbindung von zehn Jahren nach dem historischen Tiefstand im Mai (1,23 Prozent) mit 1,57 Prozent wieder sehr günstig, wie eine Auswertung der FMH Finanzberatung ergab. Zum Vergleich: Vor einem Jahr lag das Niveau noch bei 1,71 Prozent, vor drei Jahren bei 2,54 Prozent und vor fünf Jahren bei 3,72 Prozent.

Die noch bessere Nachricht: Daran dürfte sich so schnell nichts ändern. „Alles deutet darauf hin, dass sich auch das allgemeine Zinsumfeld im nächsten Jahr nicht grundlegend ändern wird“, sagt Wolfgang Kubatzki, Mitglied der Geschäftsleitung der Feri Eurorating.

In einer Umfrage seines Analysehauses unter 128 institutionellen Investoren gaben mehr als 75 Prozent der Befragten an, dass eine Zinswende nicht vor 2017 zu erwarten sei. 31,5 Prozent gehen sogar von einer Niedrigzinsphase bis 2019 oder länger aus. „Wer also den Sprung ins Eigenheim wagen möchte, dürfte auch 2016 an günstige Kredite herankommen können“, sagt Kubatzki.

Banker sehen im nächsten Jahr nur wenig Spielraum nach oben. „Angesichts der weiterhin lockeren Geldpolitik der europäischen Zentralbank dürfte Baugeld daher auch in den kommenden Monaten relativ günstig bleiben“, sagt Christoph Zschaetzsch, Leiter Baufinanzierung bei der Deutschen Bank. Die geldpolitischen Rahmenbedingungen in der Eurozone dürften nach seinen Schilderungen im kommenden Jahr weitgehend unverändert bleiben. „Bei einer weiteren makroökonomischen Stabilisierung könnte mit einem leichten Anstieg der langfristigen Zinsen im Laufe des nächsten Jahres zu rechnen sein“, sagt Zschaetzsch.

Ein möglicher Anstieg dürfte nach der Mehrheitsmeinung am Markt eher moderat ausfallen, wenn sie überhaupt kommt. „Wir erwarten einen eher moderaten Anstieg in 2016“, sagt Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender des Baugeld-Vermittlers Interhyp. „Die Finanzierung der eigenen Immobilie wird voraussichtlich teurer, aber nicht teuer“.

Die Prognosen zeigen: Immobilienbesitzer müssen sich nicht sputen. Wer langfristige Sicherheit möchte, kann eine lange Zinsbindung vereinbaren. Laut FMH beträgt der Aufpreis zwischen Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung im Vergleich zu Krediten mit 20-jähriger Zinsbindung bei einer Beleihung von 90 Prozent rund 0,8 Prozentpunkte.

„Häuslebauer, die nicht mit einem deutlichen Zinsanstieg von über vier Prozent in zehn Jahren rechnen, sollten die kurze Variante nehmen“, sagt FMH-Inhaber-Max Herbst. „Wer nach zehn Jahren mit Zinsen deutlich höherem Niveau rechnet oder auf kalkulierbare Raten angewiesen ist, sollte langfristig festschreiben.“

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