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Anlegen 2018 – Teil 14 Öl Was 2018 den Ölpreis bestimmt

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Steigende Nachfrage trifft auf Angst vor Angebotsengpässen
Die zehn ölhungrigsten Länder der Welt
Platz 10: Kanada
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Auf dem letzten Platz der weltweit zehn größten Ölnachfrager liegt Kanada mit 2,4 Millionen Barrel Öl pro Tag in 2016. In den folgenden Jahren wird mit einer sinkenden Nachfrage gerechnet. Für 2022 liegt diese nur noch bei 2,3 Millionen Barrel Öl pro Tag.

Quelle: „Oil 2017“-Bericht der Internationalen Energie-Agentur.

(Foto: dpa)
Platz 9: Südkorea
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Südkorea fragte im Jahr 2016 2,6 Millionen Barrel Öl pro Tag nach. Damit landet das Land auf Platz 9 der weltweit größten Ölnachfrager. In den Folgejahren steigt die Nachfrage laut der Voraussage der Internationalen Energie-Agentur auf 2,7 Millionen Barrel Öl.

(Foto: dpa)
Platz 8: Saudi-Arabien
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Saudi-Arabien, das selbst große Mengen des Schwarzen Goldes fördert, liegt mit 3,2 Millionen Barrel Öl pro Tag auf dem achten Platz der weltweiten Ölnachfrager. Das könnte sich in Zukunft ändern, denn bis 2022 wird die Nachfrage auf 3,4 Millionen Barrel geschätzt.

(Foto: dpa)
Platz 7: Brasilien
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Brasilien liegt mit einer Erdölnachfrage von 3,1 Millionen Barrel pro Tag auf dem siebten Platz. Doch auch hier ist mit einer höheren Nachfrage in den Folgejahren zu rechnen: 2022 liegt die geschätzte Nachfrage schon bei 3,3 Millionen Barrel Öl.

(Foto: dpa)
Platz 6: Russland
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Russland liegt im Jahr 2016 noch auf Platz 6 der größten Erdölnachfrager mit durchschnittlich 3,6 Millionen Barrel Öl pro Tag. 2017 erhöht sich die Nachfrage, sodass Russland mit durchschnittlich 3,7 Millionen Barrel Erdöl pro Tag den sechsten Platz verteidigt.

(Foto: dpa)
Platz 5: Indien
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Indien fragt in den nächsten Jahren immer mehr Öl nach. 2016 liegt die Nachfrage noch bei 4,3 Millionen Barrel Öl pro Tag, 2017 werden schon 4,5 Millionen Barrel nachgefragt und 2022 noch mal mehr – 5,9 Millionen Barrel.

(Foto: dpa)
Platz 4: Japan
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Bei einer Nachfrage von 4,0 Millionen Barrel Öl pro Tag liegt Japan auf dem vierten Platz. Die Nachfrage sinkt im Jahr 2017 voraussichtlich auf 3,9 Millionen Barrel und bis 2022 auf 3,6 Millionen Barrrel Öl pro Tag.

(Foto: dpa)

3. Nachfrage

Eine bedeutende Größe, auf die sowohl die US-Schieferölproduzenten als auch die Förderkürzungsallianz um die Opec nur mittelbar Einfluss haben, ist die globale Nachfrage. Bislang gibt es hier aus Sicht der Ölmultis keinen Grund zur Sorge: Die Weltwirtschaft wird wohl auch 2018 weiter stark wachsen, um 3,7 Prozent, schätzt der Internationale Währungsfonds.

Das sind gute Nachrichten für Ölproduzenten. Denn eine Weltwirtschaft, die wächst, braucht mehr Öl. Edelmann von der HSH-Nordbank rechnet damit, dass die Nachfrage in diesem Jahr um 1,6 Millionen Barrel steigt. Für einen Preissturz könnte allenfalls ein globaler Wirtschaftseinbruch sorgen.

Der Hype um Elektroautos dürfte hingegen auch im kommenden Jahr noch keine Rolle für die Ölproduzenten spielen. Wie schwierig es ist, diese massenhaft und zu erschwinglichen Preisen zu produzieren, zeigt sich beim Elektroauto-Vorreiter Tesla. Dessen Chef, Elon Musk, versprach bereits für 2017, die Produktion seines ersten Massenmodells („Model 3“) auf 5.000 Stück pro Woche hochzufahren. Das käme einem Durchbruch gleich angesichts nach wie vor geringer E-Auto-Absätze. Doch es gibt Probleme: Im vergangenen Quartal liefen nur 1.550 „Model 3“ vom Band. 5.000 Stück pro Woche wird es wohl erst zur Jahreshälfte geben, räumte Musk nun ein. Frühestens.

Bis die Kosten für Elektroautos zu denen mit Verbrennungsmotor aufschließen, könnte es noch bis Mitte der 2020er-Jahre dauern, schätzen Experten. Frühestens dann müssen sich die Ölproduzenten akute Sorgen um sinkende Nachfrage aus dem Automobilbereich machen.

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6 Kommentare zu "Anlegen 2018 – Teil 14 Öl: Was 2018 den Ölpreis bestimmt"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • „Deepwater Horizon“ ist doch völlig egal, Kleinstlebewesen fressen das Öl auf und das Meer ist wieder sauber. Ausnahme irgend ein Umweltschützer schüttet Öl-Reiniger ins Wasser, dann Kleinstlebewesen tot und Meer bleibt voller Öl.

  • @Herr Holger Narrog, 04.01.2018, 15:25 Uhr

    Schreiben Sie doch zur Abwechslung mal dazu was:
    handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/versicherung/rekordjahr-naturkatastrophen-kosten-versicherer-135-milliarden-euro/20811974.html

    Und: Sagt Ihnen „Deepwater Horizon“ was?

    Ist zwar schon lange aus den Schlagzeilen verschwunden, aber mit den Folgen haben die Menschen am Golf von Mexiko noch immer schwer zu kämpfen (siehe welt.de/wissenschaft/article139533067/Die-lange-Katastrophe-der-Deepwater-Horizon.html, geo.de/natur/oekologie/11094-bstr-die-folgen-der-oelpest/152541-img-eine-million-tote-voegel, deutschlandfunk.de/sechs-jahre-nach-deepwater-horizon-ein-schrecken-ohne-ende.697.de.html?dram:article_id=352833 u.v.a.m.).

    Erdöl wird bekanntlich nicht nur als Energieträger, sondern auch auf vielen anderen Einsatzgebieten benötigt und ist in unserem Alltag allgegenwärtig, aber in ersterer Funktion (Energieträger) hat er über kurz oder lang k e i n e Zukunft mehr. Weil es bessere Alternativen gibt.

  • Herr Nampf...ich denke Sie haben sich einen Ökobären aufbinden lassen.

    Die Resourcen an Rohstoffen sind auf diesem Planeten nahezu unbegrenzt. Die Menge der förderbaren Rohstoffe hängt an der verfügbaren Technologie und dem Kapital. Insofern sind Krieg, Ökoreligion eine viel gefährlichere Limitation als vermeintlich fehlende Resourcen.

    Beispiel: Die Reichweite der ausgewiesenen Erdölreserven betrug 1900; 11 Jahre, heute nachdem > 100 Mrd. to gefördert wurden, knapp 50 Jahre.
    Beispiel: Der Club of Rome prophezeite 1971, dass die Erdölvorkommen 1992 erschöpft seien. Beispielsweise waren die Shale Oil Vorkommen in Texas und North Dakota bekannt, nur waren diese seinerzeit nicht nutzbar.
    Beispiel: Die Tiefseevorkommen vor der Küste Brasiliens, im Golf von Mexiko waren bis zur Jahrtausendwende nicht nutzbar.

  • Warum habt ihr stillschweigend Teil 13 Kreditzinsen zuerst verschoben und jetzt einfach wortlos wegfallenlassen

  • @Holger Narrog 04.01.2018, 14:46 Uhr

    "Auf der Nachfrageseite gibt es in Europa eine ökoreligiös bedingte Stagnation. "

    Unabhängig davon, ob man den Klimawandel für real hält oder nicht:

    Je sparsamer man mit Ressourcen (nicht nur Erdöl) umgeht, desto länger kann man sie nutzen.

  • Der Erdölpreis ist aufgrund der vielen politischen Risiken kaum prognostizierbar.

    Auf der Erzeugerseite vermute ich in einem Zusammenbruch Venezuelas das grösste Risiko. Im Iran fehlt den seit vielen Jahren immer wieder aufflackernden Protesten eine Organisation die eine Alternative zu den Mullahs darstellen kann. Ein weiteres Risiko kann in einem Krieg Iran - Saudi Arabien liegen.

    Zunehmende Fördermengen findet man in den USA. Kanada hat mit den Ölsanden ein erhebliches Potential.

    Auf der Nachfrageseite gibt es in Europa eine ökoreligiös bedingte Stagnation. In den USA eine der Substitution von Erdöl auf Erdgas geschuldete Stagnation und erhebliche Verbrauchszunahmen in Asien und dem Rest der Welt.