Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Anlegen 2019 – Anleihen aus Emerging Markets Investoren können in Schwellenländern auf Renditejagd gehen

Anleihen aus Emerging Markets waren in diesem Jahr ein Verlustgeschäft. Experten glauben jedoch, dass 2019 besser ausfallen wird: Zumindest die Renditen sind höher als vor den Marktturbulenzen.
Kommentieren
Anleihen: Auf Renditejagd in Schwellenländern Quelle: Marc-Steffen Unger für Handelsblatt
Anzeigetafel des Dax in Frankfurt

Anleger in den Emerging Markets können aufatmen.

(Foto: Marc-Steffen Unger für Handelsblatt)

Frankfurt Bringt das neue Jahr auch bessere Kurse? Diese Frage stellen Anleger, wenn sie in den Schwellenländern investiert sind. Besitzer von Anleihen aus den Emerging Markets hatten wenig von den höheren Zinsen. Im bisherigen Jahresverlauf weist Scope Analysis für hier investierende Fonds Verluste in der Euro-Abrechnung aus.

Wenn die Manager in Hartwährungs-Titel wie Dollar investieren, kommen sie auf ein durchschnittliches Minus von zwei Prozent, bei Lokalwährungsemissionen ist der Abschlag doppelt so hoch.

Die Unruhen begannen im Sommer. Währungen und Anleihen der Türkei und Argentiniens brachen ein. Dahinter steckten politische Probleme, auch durch anstehende Wahlen.

Mexiko und Brasilien gerieten ebenfalls in den Blick, Russland litt unter den verhängten Sanktionen. Weltweit belasteten die Handelsstreitigkeiten der USA mit China sowie die Folgen der steigenden US-Zinsen mit ebenfalls steigendem Dollar die Märkte.

In dieser Ausgangslage wird der Blick auf das kommende Jahr schwierig. Der Vermögensverwalter Jens Ehrhardt glaubt: „Das wird nur gut ausgehen, wenn sich die Lage in Amerika verbessert.“ Er meint damit: Die US-Notenbank müsste die Zinserhöhungen und die Anleiheverkäufe stoppen, und im Handelsdisput Ruhe müsste einkehren. Aus Sicherheitsgründen würde Ehrhardt zur Investition in Hartwährungsanleihen raten.

In den vergangenen Jahren haben vor allem Großinvestoren bei Emerging-Market-Bonds zugegriffen. Sie suchten in der Tiefzinswelt Alternativen zu wenig rentierlichen, risikolosen Anleihen. Sie wichen vor allem auf Unternehmenstitel, aber auch auf Papiere aus Schwellenländern aus. Der Preis waren stärkere Kursschwankungen und Währungsanfälligkeit bei Anlagen in Lokalwährung.

Nach den Marktturbulenzen im Jahresverlauf sind vor allem die Renditen der Lokalwährungsanleihen gestiegen. Zehnjährige Titel beispielsweise aus Mexiko, Indien, Brasilien, den Philippinen, Südafrika und Kolumbien werfen zwischen sieben und zehn Prozent ab. Michael Hasenstab, Fondsmanager beim US-Haus Franklin Templeton, meint sogar: „Unter den weltweiten Anleihemärkten sind die Lokalwährungsmärkte der Schwellenländer am stärksten unterbewertet.“

Vergleichbare Titel in Hartwährung sind sicherer aus der reinen Währungsperspektive, bieten dann aber auch weniger Rendite. Bei den brasilianischen Anleihen etwa bedeutet das für zehnjährige Laufzeiten: Auf Dollar-Basis werfen sie fünf Prozent ab, die Real-Emissionen sind doppelt so hoch verzinst. Besonders extrem ist der Fall Türkei: Hier kommen Titel auf sieben Prozent, während die Lira-Papiere zehn Prozentpunkte mehr bieten.

Die Analysten der DZ Bank sind optimistisch. Sie erwarten nach dem düsteren Jahr 2018 ein erfreulicheres Jahr 2019. „Wir gehen davon aus, dass Probleme in einzelnen Ländern nicht in einer umfassenden Emerging-Markets-Krise münden werden“, urteilen sie. Und Erik Knutzen, Anlagestratege bei US-Geldverwalter Neuberger Berman, vertraut auf den anhaltenden Zustrom des Geldes der Großinvestoren: „Die denken um, ihr Engagement wird stark zunehmen, weil der Anleihe-Bullenmarkt in den westlichen Ländern beendet ist.“

Interessierte Anleger können auf spezialisierte Fonds ausweichen. Scope Analysis hat einige Produkte mit Top-Ratings bewertet. Das sind beispielsweise ein Pimco-Produkt und ein State-Street-Indexfonds bei den Angeboten für Lokalwährungsbonds. In der Hartwährungsvariante liegen etwa Fonds von M&G und Ashmore ganz vorne.

Anlegen 2019 – Bisher erschienene Serienteile

Zum Jahreswechsel gibt die Handelsblatt-Redaktion einen Ein- und Ausblick zu verschiedenen Anlageklassen und Geldanlagemöglichkeiten. Die Serie hat 16 Teile und läuft bis Anfang Januar 2019. Jeweils im Tagesverlauf geht eine weitere Folge online.

Teil 1: Aktien Deutschland

Teil 2: Wohnimmobilien

Teil 3: Gold

Teil 4: Aktien Europa

Teil 5: Aktien Emerging Markets

Finance Briefing
Startseite

Mehr zu: Anlegen 2019 – Anleihen aus Emerging Markets - Investoren können in Schwellenländern auf Renditejagd gehen

0 Kommentare zu "Anlegen 2019 – Anleihen aus Emerging Markets: Investoren können in Schwellenländern auf Renditejagd gehen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote