Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Anleger fürchten umfangreichen Verkauf von Staatsanteilen Telekom-Aktien verlieren an Schwung

Auf den ersten Blick wirkt es paradox: Telekomkonzerne wie die Deutsche Telekom stehen so gut da wie seit Jahren nicht mehr. Sie haben ihre Schulden deutlich reduziert, Kosten gesenkt und erwirtschaften wieder Gewinne. Analysten senken dennoch den Daumen.

DÜSSELDORF. Die Zahlen seien gut, es gebe aber keine positive Überraschung und damit zunächst keinen Auftrieb für den Aktienkurs, sagten Experten von Goldman Sachs, Nomura und Sal. Oppenheim vergangene Woche übereinstimmend, als die Telekom ihren Nettogewinn von 1,3 Mrd. Euro für 2003 präsentierte.

Damit sind die Zeiten vorbei, in denen die Börse honorierte, dass die Unternehmen ihre Hausaufgaben machten. „Die Aussichten für Aktienkurse der Telekomkonzerne sind in diesem Jahr schlechter als 2003“, schreiben die Analysten von Merrill Lynch in einer Studie. Einer der Hauptgründe: Die schnellen Erfolge der Restrukturierung seien jetzt eingeheimst und im Aktienkurs eingepreist. Die Wachstumsraten werden daher künftig niedriger ausfallen. Zudem rücken laut Merrill Lynch jetzt wieder mehr kritische Punkte in den Vordergrund.

Allen voran kommen die Festnetzsparten der Telekomkonzerne, bislang in der Regel die größten Umsatz- und Gewinnbringer, stärker unter Druck. Ihre Umsätze sinken. Einer der Gründe dafür ist die geringe Treue der Kunden. Die Nutzer greifen häufiger zum Mobiltelefon statt zum Festnetztelefon. Hinzu kommen neue Angebote wie die Internettelefonie, die die Umsätze bedrohen.

Noch etwas schwerer lastet nach Ansicht von Branchenexperten aber ein anderer Faktor auf den Aktienkursen der Konzerne: In einigen Ländern wollen eine Reihe von Regierungen ihre jeweiligen Anteile an den ehemals staatlichen Telekommunikationsgesellschaften herunterfahren. Das gilt etwa für France Télécom, Cesky Telecom, Telekom Austria und TDC in Dänemark. Insgesamt erwarten die Analysten von Merrill Lynch, dass in diesem und im nächsten Jahr Anteile im Wert von bis zu 35 Mrd. $ von Regierungen verkauft werden.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen