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Apple, Deutsche Bank, Microsoft, Nestlé, BMW Was in 20 Jahren aus 1000 Euro wurde

936 Euro oder 103.141 Euro? Manche Aktien machen ihre Besitzer reich, andere ärmer. Da hilft dann auch keine jahrzehntelange Geduld. Wir haben ausgerechnet, welche Aktie enttäuschte und welche überraschte.
17 Kommentare
Welche Aktie entwickelte sich am besten? Quelle: Getty Images
Niete oder Kursrakete?

Welche Aktie entwickelte sich am besten?

(Foto: Getty Images)

DüsseldorfAktionäre sollten einen langen Atem haben, dann zahlt sich das Engagement an der Börse fast zwangsläufig aus. Dieses Motto wiederholen überzeugte Börsianer immer wieder gebetsmühlenartig. Im Grunde stimmt die Aussage auch. Geht es allerdings um Einzelaktien, dann liegt die Betonung ganz klar auf dem Wörtchen „fast“. Denn wer auf Nieten setzt,  also beispielsweise auf Aktien von Unternehmen, deren Geschäftsmodell nicht mehr funktioniert oder die andere Probleme haben, oder gar auf Aktien von Pleitekandidaten, dem hilft auch der lange Anlagezeitraum nichts.

Das zeigt die Kursentwicklung der Aktien von fünf weltweit bekannten Unternehmen: Wer vor 20 Jahren 1000 Euro in die Apple-Aktie investierte, freut sich heute über einen Depotwert von 103.141 Euro. Ein Plus von etwas mehr als 10.000 Prozent. Da können Microsoft, Nestlé oder BMW nicht mithalten. Wer auf Microsoft setzte, verbuchte „nur“ ein Plus von fast 1300 Prozent – aus 1000 Euro wurden 12.723 Euro.

Die Aktie des Nahrungsmittelkonzerns Nestlé und des Autobauers BMW verbuchten jeweils ein Plus von circa 830 Prozent, aus 1000 Euro wurden rund 9300 Euro. In die Röhre gucken die Aktionäre der Deutschen Bank. Sie müssen über 20 Jahre ein Minus von sechs Prozent verkraften. Das sind deutliche Kursunterschiede, die aber gute Gründe haben.

Trotzdem reiben sich bei diesen Ergebnissen selbst Anlageprofis erstaunt die Augen. „Die größten Überraschungen sind sicherlich Apple und die Deutsche Bank“, sagt Max Otte, Bestsellerautor und Wirtschaftsprofessor. „Bei Nestlé und Microsoft waren derartig hohe Kurssteigerungen zu erwarten. BMW hat es durch langfristig orientierte Eigner und gutes Management geschafft.“ Robert Halver, Leiter Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank hätte vor allem Nestlé mehr zugetraut.

Und für Fondsmanager Christoph Bruns belegt das Ergebnis, dass sich Börsenentwicklung im Detail, die Entwicklung einer einzelnen Aktie, nur schwer prognostizieren lässt. Das gehe nur „im Aggregat einigermaßen sinnvoll“ – ein Plädoyer für breite Streuung über viele Einzelwerte oder eben via Fonds. „Hätte man vor 20 Jahren die Kursentwicklung der genannten Aktien prognostizieren müssen, dann hätte man Microsoft, Nestlé und BMW wahrscheinlich einigermaßen treffend diagnostiziert“, sagt der Mitinhaber der Fondsgesellschaft Loys. „Die beiden Ausreißer Apple und Deutsche Bank waren aber überhaupt in der eingetretenen Kursentwicklung vor 20 Jahren nicht zu ahnen.“

Allerdings fehlen bei dieser Rechnung die Dividenden. Die Deutsche Bank gehörte vor Ausbruch der Finanzkrise zu den Dividendenkönigen – das Kursminus haben Aktionäre über die Jahre also mehr als ausgeglichen. Nach der Lehman-Pleite strich der Branchenprimus die Ausschüttung allerdings zusammen. Ein zuverlässigerer Dividendenzahler ist da Nestlé. Der Konzern beglückt seine Aktionäre Jahr für Jahr mit üppigen Dividenden, was die Rendite für die Anteilseigner natürlich noch erhöht. Apple schüttet erst seit kurzer Zeit seine üppigen Gewinne an Aktionäre aus. Geschuldet ist das dem Druck von Aktionär Carl Icahn.

 

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17 Kommentare zu "Apple, Deutsche Bank, Microsoft, Nestlé, BMW: Was in 20 Jahren aus 1000 Euro wurde"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Was in 20 Jahren aus 1000 Euro wurde

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    NICHTS !

    Weil man nichts davon hat...und es nicht aufgibt um sich davon etwas zu gönnen...

    bis man es gar nicht sich auskosten lassen kann weil es nichts mehr Wert ist . :-)))

    HABE WAS ?- Wenn man doch davon nichts hat ! :-)))



  • Deutsche Bank 1.500 Euro vs. 936 Euro bzw. 1,99% vs. -0,33% p.a. - BMW 13.300 Euro vs. 9.300 Euro bzw. 13,29% vs. 9,30% p.a. - Nestlé 14.800 Euro vs. 9.300 Euro bzw. 14,78% vs. 9,29% p.a. - Microsoft 17.800 Euro vs. 12.800 Euro bzw. 17,81% vs. 12,79% p.a. - Apple 117.900 Euro vs. 103.400 Euro bzw. 26,69% vs. 25,87% p.a.- zum Vergleich DAX: 8,8% p.a. (Performanceindex d.h. mit Dividende)

  • Hallo Weitdenkende,
    zuerst muss der Euro die 20 Jahre Zeitspanne überleben und das scheint sich
    nicht so sicher.

  • Dividenden sind wichtig, aber für die Bewertung dieser Aktien ändert sich an der grundsätzlichen Aussage nicht sehr viel.

  • Ein Vergleich ohne Dividende bringt absolut nix. Bei der Deutschen Bank hat man von 1994 - 2013 eine kumulierte Dividende von ca. 28,13€ pro Aktie bekommen, wenn man die DM Dividenden 2:1 in Euro umrechnet. Aufgrund der im Text gemachten Angaben gehe ich von 32 Aktien aus. Kurz hochgerechnet kommt man auf eine Dividende von insgesamt ca. 900€ . Selbst bei einem Rohrkrepierer wie der Deutschen Bank hätte ich also meine ursprünglichen 1000€ fast verdoppelt...

  • Wie kann man auf die Idee kommen, Aktienrenditen ohne Dividenden zu vergleichen? Der einzige sinnvolle Äpfel-mit-Äpfel-Vergleich wäre, die Dividenden immer wieder in den gleichen Stock zu investieren. Da wären gewaltige Verschiebungen sichtbar. Zum einen würden bei allen Aktien höhere Gesamtrenditen sichtbar werden (PiMalDaumen aus der Hüfte bei allen Aktien außer Apple dürfte ein Ergebnisplus in einer Range von 50% bis 150% sichtbar werden. Zum anderen würden alle Aktien teils gewaltig zu Apple aufschließen. Das Ergebnis wäre dann bei den gewählten Aktien auch ein ganz anderes: Es würde noch viel klarer werden, wie gewaltig die Rendite der genannten Top-Unternehmen war und welche Bedeutung Dividenden dabei spielen.

  • Es wird zwar

  • Der Fondmanager empfiehlt Fond. Nee, ist wirklich wahr.
    Zum Thema Fonds: Technologie Fonds bei der Dekra. Verlust ca.85%. Das kann ich auch ganz easy, und brauche dazu keinen Manager.

  • Keiner würde eine Prognose umsetzen! Wie oft war APLLE die letzten 15 Jahre am Abgrund? Wie oft Microsoft - bzw. wieviele Jahre Underperformer (Bill Gates 5% Zuwachs in 12 Monaten)? BMW immerhin auch einmal. Wenn Sie vor 7 Jahren in Conti gegangen wären, wie unser neues Forbesmitglied Georg Schaeffler dann müssten Sie jetzt nicht im Konjunktiv schreiben! Aber er war kurz davor, dass Ihm und seiner Mutter die Banken alles wegnehmen und dies mit mehr als fadenscheinigen Argumenten! Arme Reiche! Da wären wir doch besser reicher Grieche und würden uns Steuerbefreien lassen.

  • Hier wird der Eindruck vermittelt als wenn die hier geschrieben stünde, es jeder umsetzen würde?

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