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Aufschwung mit Angst Die Märkte boomen, die Krise bleibt

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Wichtig ist daher die durchschnittliche Restlaufzeit aller bereits ausgegebenen Staatsanleihen: je länger diese Frist, desto größer der Anreiz, sich der Altschulden über Inflation zu entledigen. Bei im Schnitt rund fünf Jahren Restlaufzeit, wie in den USA und in den meisten EU-Ländern, würden bei steigender Inflation höhere Zinsen für neue Schulden bald die reale Entwertung der alten zunichte machen. Doch auch dieses Problem können die Notenbanken lindern, indem sie Staatsanleihen aufkaufen, so deren Kurse stützen und damit deren Renditen und letztlich die Zinslasten der Staaten drücken. Genau diese Absicht müsse man "zumindest der US-Notenbank Fed aktuell unterstellen", sagt Felsenheimer. Bereits Ende 2008 hat die US-Notenbank Anleihen im Gegenwert von 1 750 Milliarden Dollar gekauft.

Vergangene Woche hat die Fed bekannt geben, dass sie bis Mitte 2011 für weitere 600 Milliarden Dollar Anleihen aufkaufen wird.

"Gelddrucken alleine löst die Probleme nicht"

Offiziell sollen die Anleihekäufe die Zinsen unten halten, um Investitionen anzukurbeln und damit Konjunktur und Arbeitsmarkt. Doch an der ultralockeren Geldpolitik gibt es immer mehr Kritik: "Das viele billige Geld sorgt für erhebliche Verwerfungen an den Kapitalmärkten", kritisiert Nobelpreisträger Joseph Stiglitz. Zwar führt es bisher nicht, wie viele befürchten, zu steigenden Güterpreisen. Wohl aber zu teilweise schnell steigenden Vermögenspreisen, etwa auf dem chinesischen Immobilienmarkt.

Auch Ralf Borgsmüller, Partner bei PSM, meint: "Gelddrucken allein löst die Konjunkturprobleme nicht, weil das viele neue Geld nicht dort ankommt, wo es gebraucht würde: bei den Beziehern niedriger Einkommen, die es in den Konsum stecken würden." In den USA besitzt 1 Prozent der Bevölkerung inzwischen über 50 Prozent der Vermögenswerte. "Indem man die Notenpresse anwirft, bläht man deren Vermögen auf dem Papier immer weiter auf; mehr konsumieren werden diese Leute aber nicht, im Gegenteil: sie sparen, die Blasen werden weiter aufgepumpt", so Borgsmüller. Auch die Staatsanleihen-Blase.

Noch hebt die Flut des billigen Gelds wieder alle Boote. "Es wird immer mehr Geld gedruckt; das pumpt Vermögensblasen auf, und nach jedem Crash müssen die Rettungspakete größer werden als beim Crash davor. Die Abstände zwischen den Einbrüchen werden zudem immer kürzer", fasst Felsenheimer zusammen. "Die Wahrscheinlichkeit, dass der nächste schon 2011 erfolgt, ist nicht vernachlässigbar klein."

Ganz von den Märkten fernbleiben müssen Anleger deshalb nicht. Mit ausgewählten Aktien, darunter globale Spieler, Papiere mit Schwellenländer-Fantasie und Rohstoffaktien sowie mit kurzlaufenden Anleihen und Gold können Anleger von einer andauernden Aufwärtsphase profitieren. Sie sollten aber auch jederzeit bereit sein umzuschalten.

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4 Kommentare zu "Aufschwung mit Angst: Die Märkte boomen, die Krise bleibt"

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  • @welche krise was krise.Herr Steinbrück Dr,Jörg Assmussen gehört der Finanzpreis Nr.1.ja der Aufschwung wo immer er auch stattfindet,ist nicht greifbar statistisch gesehen.die lügen das sich die balken biegen.Koch sagt sich mir gehts gut,warum weil ich vorher menschen beleidigt habe sie nieder gemacht,habe die harz 4 ler,geht kalt duschen Sarrazin,wo ist der eigentlich ich bereite euer Mahl zu ihr sollt satt werden.Deutschland ist im Aufschwung ohne Ende,oder das ende ist nahe die mehrheit der bundesbürger ist runtergehungert worden,verschuldet privat wie durch die Gesellschaft,ergo nichts zu holen,normal war so gewollt,nun kommen noch die Schrottderivate die nicht auftauchen real aber bezahlt werden müssen.Also reichtum findet bei einigen ganz wenigen statt.dafür das es so weit kommen konnte sind grosse teile der bevölkerung mitverantwortlich.übrigens kein problem 1,8 billionen staatsschulden sind 800 jahre abzahlen oder betrug am kleinen sparer der alles verlieren wird.übrigens gewisse sachen macht man nicht so verroht ist die gesellschaft also schon,sollte man Kündigen,tritt eine sperrklausel in kraft,ausser mann wechselt von einer festanstellung zur zeitarbeitsfirma x,y,z,und bleibt gleich am selben arbeitsplatz geht nur bis max. 43 jahre dann wars das,und denkt dran die Nonnenmacher sind nur vorgeschoben,es ist das system

  • naja nun, da hängt man an die Geldmenge und Preise eine Null hintenan und schon sind alle Schulden nur noch 1/10 wert. Und wenn alles ausgestanden ist, dann wird die Null wieder gestrichen.

  • interessant an der derzeitigen Lage ist, dass die Menschen sich durch den "außerordentlichen" Aufschwung in Deutschland und die steigenden Aktienkurse kurzfristig täuschen lassen und in den Glauben verfallen, alles wäre in bester Ordnung. ich möchte niemanden zu Pessimissmus und strikter Sparsamkeit aufrufen, denn dies würde uns dem Abgrund wohl eher näher bringen, aber man muss sich auf ein endgültiges Platzen der Schuldenblase gefasst machen und Vorkehrungen treffen.

  • Aktien - NO more, ist eh nur ein alter Kredit mit wahlfreiem Zins, der Dividende heisst, aber ohne Rückzahlung des Kredits an sich. Daher sind alle Papiere Käse, genauso wie die Devisen. Nur die Materie ist Materie und bleibt Materie. Der Rest ist Software und harrt dem Delete durch Verschieben in den Papierkorb - Spielgeld eben...

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