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Ausschüttungen Dividenden: Einmal ist keinmal

Alle Anleger wollen möglichst viel Bares. Doch wichtiger als einmalig hohe Dividenden sind kontinuierliche Ausschüttungen. Und die bieten längst nicht alle Dax-Konzerne. Investoren, die auf die falschen "Dividendenkönige" setzen, drohen bittere Enttäuschungen.
Der Energieversorger Eon steht seit Jahren für hohe und stabile Dividenden. Quelle: dpa

Der Energieversorger Eon steht seit Jahren für hohe und stabile Dividenden.

(Foto: dpa)

DÜSSELDORF. Die Energiekonzerne Eon und RWE zahlen langfristig hohe und besonders nachhaltige Dividenden. Das zeigt das Handelsblatt-Ranking für die 30 größten deutschen börsennotierten Unternehmen im Dax. Neben den beiden Versorgern überzeugen auch die Deutsche Börse und der Chemiehersteller BASF mit kontinuierlich üppigen Ausschüttungen. Banken und Automobilkonzerne dagegen sind die Problembranchen in der aktuellen Wirtschaftskrise. Doch diese Konzerne schütten nicht nur im Moment, sondern auch auf lange Sicht am unzuverlässigsten aus.

Besonders in schwierigen Börsenzeiten, wenn sich Kurssteigerungen nicht aus boomenden Gewinnen herleiten lassen, setzten Anleger gern auf dividendenstarke Aktien. Denn sie sichern zumindest eine jährliche Einnahme, wenn am Tag der Hauptversammlung die Gelder fließen. Vor allem Pensionsfonds, aber auch viele amerikanische Einzelrentner setzen auf solche Titel.

Studien wie die des Researchspezialisten JCF belegen, dass sich in Europa und den USA Aktien von Unternehmen mit hohen Ausschüttungen auf Dauer besser als der Gesamtmarkt entwickeln. So haben etwa die zehn dividendenstärksten Aktien im Dow-Jones-Index seit Anfang der 70er-Jahre um gut ein Drittel besser abgeschnitten als die restlichen 20 Titel. Und in Europa schlugen seit den 90er-Jahren die 15 Werte mit den höchsten Ausschüttungen den Gesamtindex Stoxx 50 um mehr als 20 Prozent. Fonds und Zertifikate, die auf dividendenstarke Unternehmen setzen und bei Anlegern immer beliebter werden, verstärken diesen Effekt.

Doch solche Statistiken verbergen, dass sich einige "Dividendenkönige" schlechter als der Durchschnitt schlagen. Beispiel Deutsche Telekom: Mit 3,4 Mrd. Euro schüttete der Ex-Monopolist in diesem Jahr mehr als alle anderen deutschen Unternehmen aus. Gemessen am Kurs streichen Anleger eine Rendite von 8,3 Prozent ein. So viel erreicht kein anderer Dax-Konzern. Doch wer die T-Aktie vor zehn Jahren gekauft hat, sitzt heute auf einem Verlust von 80 Prozent.

Anders als bei Eon, RWE, BASF oder Deutsche Börse, deren üppige Dividenden mit überdurchschnittlichen Kurszuwächsen einhergehen, ist bei der Telekom die Ausschüttung weder durch Gewinne gedeckt noch besonders nachhaltig. Denn die Telekom spendiert ihren Aktionären mehr, als sie unter dem Strich verdient. Die üppige Rendite ergibt sich weniger aus stetig steigenden Dividenden als vielmehr aus dem immer weiter fallenden Aktienkurs.

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