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Axa verbannt Tabakaktien Kein Geld mehr für Kippen

Der neue Chef des französischen Versicherungskonzerns Axa zeigt sich gesundheitsbewusst: Er wirft Aktien und Anleihen von Tabakfirmen aus dem Portfolio. Die Aktien werden sofort, die Anleihen nach und nach verkauft.
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Die Zeiten ändern sich: Jahrzehntelang gehörte die filterlose Gitanes zum Bild vom französischen Savoir vivre. Quelle: Imago
Eine Packung Gitanes aus dem Jahr 1989

Die Zeiten ändern sich: Jahrzehntelang gehörte die filterlose Gitanes zum Bild vom französischen Savoir vivre.

(Foto: Imago)

Paris Der französische Versicherer Axa zieht sich aus Geschäften mit der Tabakindustrie zurück. Insgesamt gehe es um Aktien im Wert von rund 200 Millionen Euro und Anleihen von rund 1,6 Milliarden Euro, teilte der designierte Axa-Chef Thomas Buberl am Montag mit. Der Konzern wolle damit die staatlichen Bemühungen gegen das Rauchen weltweit unterstützen, begründete Buberl den Schritt. Der Schutz der Gesundheit und Vorsorge würden zudem für Krankenversicherer immer wichtiger.

„Die Entscheidung kostet uns etwas, aber der Grund für den Rückzug ist klar“: Die Auswirkungen von Tabak auf den Menschen seien tragisch und die Kosten für die Wirtschaft riesig. Die Kosten für die Gesellschaft seien höher als durch Alkohol und Übergewicht.

Die Internationale Vereinigung gegen Krebs (UICC) begrüßte den Schritt als „Meilenstein auf dem richtigen Weg“ und forderte andere Firmen auf, diesem Beispiel zu folgen. „Wir brauchen Unternehmen wie Axa, die darauf hinweisen, dass Investitionen in eine Branche, die ihre Kunden tötet, falsch sind“, sagte UICC-Chef Cary Adams.

Für die Tabakkonzerne ist es ein weiterer Rückschlag. Sie hatten zuletzt mit immer strengeren staatlichen Auflagen zu kämpfen. So müssen seit voriger Woche die Hersteller in der EU als Abschreckung gedachte Schockbilder auf Zigaretten- und Tabakpackungen anbringen.

Der französische Versicherer ist nach eigener Aussage der erste in der Branche, der diesen Schritt vollzieht. Vorher hat allerdings schon der norwegische Staatsfonds Norges, weltweit der größte dieser Art, der Tabakbranche die Tür gewiesen.

Schon vor Jahren hatte Calpers als einer der größten Pensionsfonds der Welt Tabakaktien abgestoßen. Das ging allerdings damals auf die Erwartung des kalifornischen Fonds zurück, angesichts hoher Schadenersatzzahlungen würden die Titel der Tabakindustrie in die Knie gehen – was dann nicht eingetreten ist. Gegenwärtig denkt Calpers angeblich darüber nach, den eigenen Beschluss zu revidieren und wieder einzusteigen.

„Tabak tötet sechs Millionen Menschen jährlich“
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5 Kommentare zu "Axa verbannt Tabakaktien: Kein Geld mehr für Kippen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Ohne die Tabak und auch Spirituosen Steuer könnten die Jogger und Sportler Rehas gar nicht finanziert werde. Die Reha s sind nicht mit Rauchern voll, wie ich mit ansehen konnte, sondern mit Sportlern und Joggern und das schon mit 22 jährigen.
    Diese Dumm - Menschen, die wirklich glauben, sie werden durch Sport eine Sekunde Älter, sind nur Modeopfer von Adidas & Co.

    Außerdem, je mehr früher sterben , um so besser für den überbevölkerten Planeten: Rentenkasse, Krankenkassen, Versicherungen etc.
    Ich rauche mit 71 Jahren und bin in Hochform: Aktiver Rock n Roll Sänger, Ex - Judo Master, Ex - Boxer, x-facher Tanzmeister usw.
    Was mir wiklich geschadet hat war die aktive Sportler Zeit! (Verletzungen ohne Ende - Gottseidank habe ich da mit auf gehört.)

    Richard Rigan - München - www.rigan.de



  • Wer wie ich seit ca. 50 Jahren in Aktien investiert ist, der kann über solche Meldungen nur schmunzeln.
    Die Anlage in Aktien ist alternativlos.
    Aber natürlich nur in den internationalen Prämiumaktien.
    Bei Schwäche wird nachgekauft und sich an der Dividende erfreut. Denn diese sind die neuen Zinsen.
    Nur wer Verluste realisiert, der macht Verluste, deshalb nie verkaufen!

  • Was kauft die AXA denn stattdessen ?
    Lockheed Martin, Thales, BAE-Systems, Rheinmetall ?

    Ich finde diese Heuchelei widerlich, wie gut das meine AXA Lebensversicherung schon vor Jahren noch mit Gewinn ausgezahlt wurde.

    mfg.
    John Canna

  • Scheinheiligkeit!
    Der Staatsfonds von Norwegen wirft Öl und Gasinvests aus seinem Portfolio und ist selbst mit den Gewinnen aus der Ölförderung gegründet worden!
    AXA wirft Tabak raus! Dann sollte sie sich selbst und auch Bankenanlagen rauswerfen, da auch AXA als Teil der Finanzindustrie von allen Branchen die meisten Prozesse wegen Absprachen, Kursmanipulationen usw. aan den Hacken hat.
    Übrigens: Langfristig hat man mit Tabak und Bier... die beste Performance.... selbst schuld.

    Altria liegt im 100 Jahresvergleich mit durchschnittlich knapp 10 % Jahresperformance der S+P 500 Titel an der Spitze.

  • Die Aktienanlage ist an sich bereits eine sehr herausfordernde Beschäfitgung.

    Wenn man die sachlichen Herausforderungen und Überlegungen mit politischen und/oder religiösen Aspekten vermengt, leidet die Performance darunter.

    Ich habe häufig den Eindruck, dass die Inhaber mit solchem politischen, oder religiösen Gefälligkeitshandeln von eigenen Schwächen/Fehlern, oder fehlender Inspiration sprich Ideenlosigkeit ablenken möchten.

    Vielfach wurden/werden hier zu Lande die ökoreligiöse Weltuntergangskatastrophen wie einst das Waldsterben, oder noch aktuell der "Klimawandel" bemüht um irgendwelche Investitionsrestriktionen zu verkünden.

    In den arabischen Ländern wird der Alkohol, Zinsen etc. als sündig deklariert.

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