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Berkshire-Hathaway-Hauptversammlung Ein bisschen Kritik darf sein

Warren Buffett rechtfertigt auf der Hauptversammlung von Berkshire Hathaway sein Engagement bei Wells Fargo und United Airlines und erklärt, warum man IBM nicht mit Apple verwechseln darf.
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Der US-amerikanische Großinvestor, Unternehmer und Mäzen und Gründer und Großaktionär der Investmentfirma Berkshire Hathaway zeigt im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Unternehmens Berky Shorts, die von der zu Berkshire gehörenden Modefirma Fruit of the Loom hergestellt wurden. Quelle: dpa
Warren Buffett

Der US-amerikanische Großinvestor, Unternehmer und Mäzen und Gründer und Großaktionär der Investmentfirma Berkshire Hathaway zeigt im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Unternehmens Berky Shorts, die von der zu Berkshire gehörenden Modefirma Fruit of the Loom hergestellt wurden.

(Foto: dpa)

OmahaDer Meister spricht, seine Jünger lauschen: So läuft ein guter Teil der Hauptversammlung von Berkshire Hathaway ab, die sieben Stunden dauert, – viel länger als es sonst in Amerika üblich ist. Aber Warren Buffetts Aktionäre haben auch keine Scheu, bei aller Verehrung auch kritische Fragen zu stellen.

Gleich die erste bezieht sich auf seine Beteiligung von rund zehn Prozent bei der Großbank Wells Fargo, die durch einen Skandal um Scheinkonten in die Schlagzeilen gekommen ist. Buffett reagiert mit ungewöhnlich kritischen Äußerungen über die Bank, die er früher in den höchsten Tönen gelobt hat, und über Ex-Chef John Stumpf, der einst als sein Vertrauter galt und über dem Skandal seinen Job verloren hat. „Es sind eine ganze Reihe Fehler passiert“, stellt Buffett klar, „aber der größte Fehler war nicht rechtzeitig zu reagieren.“

Er schildert noch einmal, wie die Bank ihren Angestellten falsche finanzielle Anreize gesetzt hat – mit dem Ergebnis, dass Tausende Scheinkonten für Kunden eingerichtet hatten, um ihre Verkaufsziele zu erreichen. „Wenn etwas schief läuft, dann muss ein Chef handeln“, sagt er mit Blick auf Stumpf. „Die haben völlig unterschätzt, was sie angestellt haben.“


Eine andere kritische Frage bezieht sich auf United Airlines, die Fluggesellschaft, die neulich einen Kunden mit Gewalt aus einer Maschine entfernt hat, um Platz zu schaffen für einen eigenen Angestellten. Jetzt sagt der langjährige Chef von Berkshire Hathaway: „Wir kaufen Unternehmen wie United und Wells Fargo nicht, weil es dort nie Probleme geben wird, sondern weil wir von ihrer Marktposition überzeugt sind.“

Die Botschaft ist klar: Wenn etwas schief läuft, ist das nicht gleich ein Grund auszusteigen. Das Engagement bei amerikanischen Fluglinien rechtfertigt er auch mit dem niedrigen Kurs, der umgekehrt zu einer hohen Dividendenrendite führt. „Selbst wenn United in zehn Jahren nicht mehr wert ist als heute, haben wir bis dahin eine Menge daran verdient“, betont der 86-jährige Starinvestor.

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