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Beteiligungsbranche Private Equity-Boom bleibt ungebremst

Die Beteiligungsfonds sind derzeit besonders beliebt. Die Branche verwaltet inzwischen fast vier Billionen Dollar – und der Boom wird anhalten.
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Der Chemiekonzern plant, den Bereich Tiergesundheit und den Chemiepark Currenta zu verkaufen. Quelle: dpa
Bayer

Der Chemiekonzern plant, den Bereich Tiergesundheit und den Chemiepark Currenta zu verkaufen.

(Foto: dpa)

FrankfurtAn Übernahmezielen für außerbörsliche Beteiligungsunternehmen mangelt es in Deutschland nicht. Dabei sind die von Bayer geplanten Verkäufe etwa des Bereichs Tiergesundheit und des Chemieparks Currenta nur ein kleiner Teil dessen, was Finanzinvestoren anlockt.

Das Private-Equity-Haus Hellman & Friedman will zusammen mit Blackstone die Onlineplattform Scout 24 übernehmen. Kommt der Deal zustande, wäre es mit 5,7 Milliarden Euro die bisher größte Übernahme eines börsennotierten Konzerns in Deutschland durch Finanzinvestoren. Attraktiv für Private Equity ist etwa auch die Bauchemiesparte von BASF, die rund drei Milliarden Euro wert sein soll.

Zudem plant die Deutsche Bahn, ihre milliardenschwere Auslandstochter Arriva zu verkaufen. Und bei Bosch geht es in den Endspurt beim Verkauf der Verpackungsmaschinensparte, bei dem Beteiligungshäuser ebenfalls mitmischen.

Der Boom hat einen guten Grund: Befeuert von der Niedrigzinspolitik der Notenbanken wuchsen die Beteiligungsfonds in neue Dimensionen. Erst vor wenigen Wochen hat Blackstone mehr als 22 Milliarden Dollar für seinen jüngsten Übernahmefonds eingesammelt. Damit rückt die US-Beteiligungsgesellschaft in die Nähe des von Apollo Global Managements aufgestellten Branchenrekords von 24,7 Milliarden Dollar.

Mittlerweile verwaltet die Branche fast vier Billionen Dollar, hat das Analysehaus Preqin errechnet. Noch wichtiger: Das nicht investierte Kapital betrug im März rund 1,3 Billionen Dollar. Der geplante Bundeshaushalt beläuft sich 2019 zum Vergleich auf rund 356,4 Milliarden Euro.

Rendite schlägt Aktien

Das viele Geld muss investiert werden. Dem Investmentbanker Jan-Caspar Hoffmann von Moelis erscheinen sogar „zweistellige Milliardentransaktionen möglich bei Unternehmen, die Finanzinvestoren von der Börse nehmen wollen“. Bei Bedarf können sich wie im Fall Scout 24 auch zwei oder mehrere Beteiligungshäuser zusammenschließen, um einen solchen Deal gemeinsam zu stemmen.

Auch schwierige Erfahrungen wie im Fall des Pharmaunternehmens Stada, das nach einem heftigen Übernahmegerangel mit dem Hedgefonds Elliott von den Finanzinvestoren Bain und Cinven übernommen wurde, rücken in den Hintergrund.

Der Boom bei Private Equity wird anhalten, da die Anlageklasse historisch gesehen öffentliche Märkte wie Aktien und Anleihen regelmäßig geschlagen hat. Nach einer Umfrage von Preqin wollen 69 Prozent der Investoren wie Versicherungen, Pensionsfonds und Stiftungen im laufenden Jahr erneut Geld in Beteiligungsfonds stecken. Es gibt also weiter viel Geld für Übernahmen.

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