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BMW, VW, Daimler Einigung im Handelsstreit treibt die deutschen Autoaktien in die Höhe

Das Ergebnis der Gespräche von Trump und Juncker beflügelt die Autoaktien. Daimler profitiert aufgrund schlechter Zahlen jedoch nur kurz von der neuen Euphorie.
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Der Aktien des deutschen Autobauers erholten sich über Nacht. Quelle: dapd
BMW

Der Aktien des deutschen Autobauers erholten sich über Nacht.

(Foto: dapd)

Frankfurt Die Autoaktien haben sich über Nacht wieder gefangen. Und das, obwohl der europäische Autosektor am Vortag noch zu den größten Verlierern gehört und den deutsche Leitindex gedrückt hatte.

Schloss der Dax am Mittwoch noch bei 12.579 Punkten und damit 0,9 Prozent im Minus, so notiert er am Donnerstag rund 1,7 Prozent im Plus bei 12.797 Punkten. Die Aktien von BMW und VW zählen dabei zu den Gewinnern am deutschen Aktienmarkt und konnten sich erholen. Die Verlierer des gestrigen Börsentags liegen deutlich im Plus: VW notieren 3,3 Prozent höher, BMW 3,7 Prozent. Ein großer Sprung – nach Verlusten zwischen 1,2 und 2,7 Prozent am Mittwoch.

Von der Erholung profitierten auch die Zulieferer. Die Papiere von Continental und Infineon waren am Donnerstag wieder gefragt und legten teilweise bis zu 4,9 Prozent zu.

Auslöser für den gestrigen Rückgang wie für den heutigen Aufschwung scheinen die Gespräche von EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker und US-Präsident Donald Trump über den Handelskonflikt gewesen zu sein. Hier kamen am Donnerstag freundliche Töne an: Beobachter hofften auf eine Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und der EU. Folgerichtet atmete auch die deutsche Autoindustrie auf, weil neue US-Zölle auf europäische Autos vorerst vom Tisch sind.

EU-Kommissionspräsident Juncker und US-Präsident Trump hatten sich bei ihrem Treffen überraschend darauf geeinigt, Verhandlungen zum Abbau von Handelshemmnissen aufzunehmen. Gleichzeitig verzichten die USA vorerst darauf, europäische Autoimporte mit Strafzöllen zu belegen. Juncker und Trump verständigten sich auf einen konkreten Plan zur Beilegung des Handelskonflikts.

Die Euphorie über diese Einigung sorgte nicht bei VW und BMW für Erleichterung: Sie rückte auch den Gewinneinbruch beim Stuttgarter Autobauer Daimler in den Hintergrund. Das Unternehmen verzeichnet ebenfalls eine Kurssteigerung von 2,6 Prozent, liegt damit aber unter den Zuwächsen der Konkurrenz. Zunächst hatten die Aktien sogar noch bescheidener zugelegt.

Daimler hatte im zweiten Quartal 2018 hohe Sonderbelastungen gemeldet. Für den Vergleich im Rechtsstreit um das Lkw-Mautsystem Toll Collect fielen Strafzahlungen an, in China muss der Konzern höhere Rabatte gewähren. Deshalb ist der auf die Aktionäre entfallende Gewinn um 29 Prozent auf 1,73 Milliarden Euro abgesackt.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) ist gegenüber dem Vorjahresquartal um 30 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro gesunken. Der Umsatz ging trotz eines insgesamt höheren Fahrzeugverkaufs um ein Prozent auf 40,76 Milliarden Euro zurück.

Betrachtet man den US-Konkurrenten General Motors, hätte es allerdings noch schlimmer laufen können. Die Gewinnwarnung des US-Autobauers hatte am Mittwoch ebenfalls den Aktienkurs belastet. Doch im Gegensatz zu Daimler hatten GM-Papiere gleich mehr als sieben Prozent verloren.

Mit Material von dpa und Reuters.

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