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Börse Unterbewertete Aktienstars

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Gegen den Strom schwimmen

Besonders unbeliebt sind gerade Aktien aus konjunkturempfindlichen Branchen wie Maschinenbau oder Automobilzulieferer. So etwa SAF Holland, die Anhängerkupplungen und Achsen für Lkws herstellen. Dass das Geschäft brummt, hat die Börse ignoriert. „Wir gehen weiterhin davon aus, dass wir unseren Umsatz auf Gesamtjahressicht um bis zu 25 Prozent steigern werden“, sagt Detlef Borghardt, Chef von SAF Holland.

Dass es sich für Anleger lohnt, gegen den Strom zu schwimmen, belegt eine Studie des US-Analyse-Unternehmens Ford Equity Research. Im Zeitraum 1978 bis 1998 warfen Portfolios, die auf angeschlagene Unternehmen aus dem S&P 500 setzten, im Schnitt acht Prozentpunkte pro Jahr mehr ab als der Index insgesamt.

Wer antizyklisch investiert, misstraut der Masse. Gerade Aktien, die der Markt nach unten prügelt, ziehen Value-Investoren an, denn die suchen nach stark unterbewerteten Titeln. Sie greifen auch bei Totgesagten zu. Apple beispielsweise lag schon auf der Intensivstation bevor es eines der wertvollsten Unternehmen der Welt wurde.

Ein Aktiencrash wie in diesem August ist für diese Art von Anlegern daher eher eine Chance als Unglück. Der Frankfurter Vermögensverwalter Hendrik Leber fühlt sich wie ein Kind im Süßigkeiten-Laden: „Ich habe gar nicht genug Geld, um all die günstigen Aktien zu kaufen, die ich gerne hätte.“

RWE-Zentrale in Essen: Bei Versorgungsengpässen im Winter dürfte der Kurs steigen. Quelle: dpa

RWE-Zentrale in Essen: Bei Versorgungsengpässen im Winter dürfte der Kurs steigen.

(Foto: dpa)

Leber verlässt sich nicht auf das Urteil des Marktes, also den aktuellen Börsenpreis. Stattdessen errechnet er einen eigenen fairen Wert der Aktie. Er kauft nur, wenn die Aktie mindestens 20 Prozent unter dem fairen Wert notiert, so wie zuletzt beispielsweise RWE. Spätestens im Winter, wenn Versorgungsengpässe drohten, würden die Deutschen merken, dass es nicht ohne die großen Kraftwerksbetreiber gehe. Derzeit, so Leber, liege sein Depot im Schnitt 40 Prozent unter dem fairen Wert, so niedrig wie schon lange nicht mehr.

Ein stark gefallener Kurs macht allerdings noch kein Schnäppchen. Viele Aktien, etwa die der Banken, wurden völlig zu Recht abgestraft. Insiderkäufe, solide Bilanzen oder ein kluger Kurswechsel des Managements können bessere Hinweise geben, ob eine Aktie eher unterbewertet ist, als ein schwacher Kurs allein. Je mehr positive Kriterien auf ein Unternehmen zutreffen, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Titel bei der nächsten Rally dem Markt davonrennt.

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