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Börse Goldman empfiehlt Aktienkäufe bei Marktrückschlägen

Am Dienstag haben sich die Kurse in Deutschland und an vielen anderen Börsen erholt. Doch geht es wieder abwärts wie zu Jahresbeginn, hat die Bank Goldman Sachs eine Empfehlung: mehr europäische Aktien kaufen.
12.01.2016 - 17:39 Uhr
Gesundheitstitel gelten als widerstandsfähig gegen kurzfristige Marktverwerfungen. Quelle: dpa
Gebäude des Pharmakonzerns Sanofi

Gesundheitstitel gelten als widerstandsfähig gegen kurzfristige Marktverwerfungen.

(Foto: dpa)

Die Korrektur an den Aktienmärkten könnte sich noch verschärfen. Für Anleger dürfte das aber eine Einstiegsgelegenheit schaffen, schreibt Aktienstratege Christian Müller-Glissmann von der US-Investmentbank Goldman Sachs.

Derzeit ist Glissman noch neutral zu den weltweiten Aktienmärkten eingestellt. Jeder weitere Rückschlag würde seiner Ansicht nach aber Einstiegsmöglichkeiten schaffen. Wegen der günstigeren Bewertung zieht er europäische Titel ihren US-Pendants vor, zumal die Gewinnentwicklung für Europa sich besser gestaltet.

„Es besteht die Aussicht auf ein hohes einstelliges Gewinnwachstum. Europa sollte sich gut entwickeln“, sagte Glissmann in der vergangenen Woche bei einem Gespräch.

Die besten Insider-Deals 2015
Börse in Frankfurt
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In Deutschland müssen Vorstände, Aufsichtsräte und deren Angehörige Geschäfte mit Aktien der eigenen Firmen an die Finanzaufsicht Bafin melden. Aus den Transaktionen berechnet das Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam) und Commerzbank Wealth Management regelmäßig das Insider-Barometer für das Handelsblatt. Wir zeigen die besten Deals der Insider.

(Foto: dpa)
Platz 10: Aareal Bank
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Bei dem Immobilienfinanzierer gab es 2015 nur einen einzigen Insider-Deal: Aufsichtsrat Christian von Bassewitz schlug Anfang März die bis dahin gestiegenen Aktien zum Kurs von 39,25 Euro los. Eine kluge Entscheidung: Von März bis Dezember stürzte die Aktie nämlich – wie auch die der meisten anderen Bankaktien -  ab, der Aufsichtsrat vermied so mit den verkauften Aktien im Wert von 98.125 Euro einen Verlust von 23,7 Prozent.

Quelle: Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam).

(Foto: PR)
Platz 9: Kuka
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Die Aktie des Roboterherstellers Kuka  aus Augsburg hatte im vergangenen Jahr einen guten Lauf. Davon profitierte Insider Peter Mohnen auch an der Börse. Der Vorstand für Finanzen und Controlling kaufte mehrfach Kuka-Aktien. Mit einem größeren Kauf im April, bei dem er für insgesamt 27.071 Euro Aktien zum Kurs von 71,24 Euro erwarb machte er einen ordentlichen Gewinn. Seit Veröffentlichung des Kaufs ist die Aktie um 24,8 Prozent gestiegen. Quelle: Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam)

(Foto: dpa)
Platz 8: Wirecard
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Mitte April hatte die Aktie des Online-Abrechnungsspezialisten Wirecard ein Allzeithoch von 42,72 Euro erreicht. Dann kam ein Rücksetzer, den Vorstandschef Markus Braun über seine MB Beteiligungsgesellschaft zum Kauf nutzte. Er meldete am 7. Mai den Kauf für Aktien über 5,3 Millionen Euro zum Kaufpreis von 35,64 Euro. Der Kauf hat sich gelohnt: Die Wirecard-Aktie stieg bis Jahresende um 27 Prozent und markierte dabei Ende Oktober ein neues Allzeithoch von 48,96 Euro. Seither ist sie nur leicht gefallen. Quelle: Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam).

(Foto: obs)
Platz 7: Hugo Boss
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Die Aktie des Modeherstellers kam im vergangenen Jahr mächtig unter die Räder. Im Februar verkaufte das dem Aufsichtsrat Luca Marzotto nahe stehende Unternehmen Lumar Aktien im Umfang von fast 10,8 Millionen Euro. Der Preise dafür lagen zwischen 116 und 117,30 Euro. Hätte Lumar die Aktien bis Jahresende gehalten, wären sie 31,3 Prozent weniger wert gewesen. Quelle: Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam)

(Foto: dpa)
Platz 6: Fresenius
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Im turbulenten Aktienjahr 2015 waren die sicheren Häfen für viele Anleger wieder attraktiv. Davon profitierte auch die Aktie des Gesundheitskonzerns Fresenius. Hier hatte Aufsichtsrat Gerd Krick ein gutes Händchen. Er kaufte im Februar Aktien zum Kurs von 50,10 Euro für insgesamt 75.150 Euro. Seit er die Transaktion bei der Bafin meldete, stieg die Aktie bis Jahresende um 32,6 Prozent. Gegen Ende des Jahres hatten auch noch viele andere Fresenius-Insider zugegriffen. Quelle: Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam).

(Foto: Reuters)
Platz 5: Dürr
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Beim Maschinen- und Anlagenbauer trennte sich Aufsichtsrat Mirko Becker im April von Aktien im Umfang von 10.834 Euro. Das ist für einen Insider nur eine sehr kleine Transaktion, aber es war eine sinnvolle. Die Aktie fiel nämlich kräftig, und Becker vermied so einen Verlust von 32,4 Prozent. Im März hatten bereits Dürr-Vorstandschef Ralf Dieter und Finanzvorstand Ralph Heuwing Aktien über zusammen knapp sechs Millionen Euro verkauft. Sie vermieden  damit Verluste von 29,9 Prozent. Quelle: Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam).

(Foto: dpa)

Die ersten fünf Handelstage 2016 hatten etwa dem umfassenden europäischen Aktienindex Stoxx 600 Verluste beschert wie seit über vier Jahren nicht mehr. Zugleich erreichte das Kurs-Gewinn-Verhältnis mit 14,2 das niedrigste Niveau seit vergangenem Januar. Damit sind die europäischen Aktien acht Prozent günstiger als US-Titel.

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