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Börse Jetzt einsteigen? Bei diesen Aktien geht noch was

Investoren haben ein Problem: Die schnellen Gewinne an der Börse sind eingefahren. Mit jedem Punkt, den der Dax klettert, wird die Luft für weitere Kursgewinne dünner. Das Handelsblatt hat nach Aktien gesucht, die jetzt noch günstig sind. Ein Vergleich der für Anleger wichtigsten Kennzahlen.
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Der Bulle hat das Sagen. Doch die Zeit der schnellen Gewinne ist vorbei. Quelle: dpa

Der Bulle hat das Sagen. Doch die Zeit der schnellen Gewinne ist vorbei.

(Foto: dpa)

FRANKFURT. Der Deutsche Aktienindex (Dax) steigt und steigt. Mittlerweile notiert das Börsenbarometer wieder bei gut 6 200 Punkten, so hoch wie vor der Pleite der US-Bank Lehman Brothers im Spätsommer 2008. Lohnt es sich überhaupt, jetzt noch einzusteigen?

Die Strategie, sich eine x-beliebige Aktie ins Depot zu legen und dann auf kräftige Kursgewinne zu hoffen, geht garantiert schief. Doch für alle, die die Rally verpasst haben, kommt hier die gute Nachricht: Es gibt Papiere, die auf dem jetzigen Niveau noch nicht zu teuer sind. Das Handelsblatt hat die Aktien aus dem HDax, der 110 größten börsennotierten Unternehmen genauer unter die Lupe genommen und geschaut, welche Papiere - gemessen an wichtigen Bilanzkennziffern - Nachholbedarf haben.

Eine wichtige Größe bei der Analyse ist das sogenannte Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV). Diese Kennzahl gibt einen Hinweis darauf, ob ein Unternehmen gemessen an seinem Gewinn teuer oder günstig bewertet ist. Als Faustregel für Anleger gilt: Je niedriger das KGV, desto besser. Nach dieser Logik sind momentan vor allem die Aktien der Versicherer attraktiv. Der Rückversicherer Hannover Rück kommt auf ein KGV von 7,95, knapp dahinter liegt die Allianz, auch Aktien der Münchener Rück sehen vergleichsweise günstig aus. Die Versorger RWE und Eon weisen ebenfalls ein niedriges KGV auf. In diese Riege reihen sich ansonsten nur die Deutsche Bank und die Telekomfirma Freenet aus dem TecDax ein.

Das Problem daran: Das klassische KGV basiert auf Schätzungen. Es richtet sich danach, welche Gewinne die Analysten im nächsten Jahr erwarten. Schließlich interessiert die Vergangenheit an der Börse herzlich wenig. Andererseits ist die Unsicherheit, die solchen Zahlen anhaftet, entsprechend hoch. Gerade in guten Börsenphasen sind die Gewinnerwartungen der Analysten manches Mal übertrieben.

Wenn man den Analysten glauben darf, sollen die Erträge der Unternehmen in diesem Jahr durchschnittlich um über 30 Prozent steigen - und im Jahr darauf noch einmal um 20 Prozent. Damit würden die Unternehmen wieder so viel verdienen wie im Boomjahr 2007, mit Ausnahme des Finanzsektors. "Das scheint mir etwas zu blauäugig", sagt Ad van Tiggelen, Aktienstratege von ING Investment Management. Der Niederländer erinnert daran, was einige offenbar schon vergessen haben: "Wir haben gerade erst eine der schwersten Wirtschaftskrisen seit Kriegsende hinter uns gebracht".

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