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Börse Unterbewertete Aktienstars

Am Aktienmarkt herrscht weiter Nervosität. Ein erneuter Crash ist möglich. Dennoch lohnt sich die Suche nach unterbewerteten Papieren. Welche Titel viel Potenzial nach oben haben, wann Anleger einsteigen sollten.
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Ex-Hedgefonds-Manager Jim Cramer in seiner TV-Show „Mad Money“ beim US-Sender CNBC. Quelle: Reuters

Ex-Hedgefonds-Manager Jim Cramer in seiner TV-Show „Mad Money“ beim US-Sender CNBC.

(Foto: Reuters)

Kult-Moderator Jim Cramer zeigt in „Mad Money“ beim TV-Sender CNBC ballernde Terroristen und brennende Autos, dann lässt er die Herztöne des sterbenden Euro verstummen – und wischt alles beiseite: All dies sei nur Panikmache durchgedrehter Medien, schimpft der ehemalige Hedgefondsmanager und brüllt seine Fans an: „Rennt nicht vor den schlechten Nachrichten weg, sondern profitiert.“ Nicht jede Hiobsbotschaft gehe auf Kosten der Unternehmensgewinne. Damit es auch ängstliche Anleger kapieren, hämmert ihnen Cramer ein: „Kauft kaputte Aktien, nicht kaputte Unternehmen.“

Deutsche Unternehmen sind alles andere als kaputt. Ihre Aktien aber sehen, nach 17 Prozent Kursverlust im Dax im August und weiteren Verlusten zu Beginn des neuen Monats, alles andere als gesund aus. Ist es deshalb schon Zeit, wieder einzusteigen?

Hedge-Fonds haben die Kurse gedrückt

Auf breiter Front sicher nicht: Auch wenn die Aussichten für viele Dax-Unternehmen gar nicht so übel sind, ist eine zweite Verkaufswelle wegen schwächelnder Banken und angeschlagener Hedgefonds nicht ausgeschlossen. Wie schon 2008 ziehen im Moment die Banken die Börsen in den Keller. Da sie sich gegenseitig seit Wochen sukzessive weniger kurzfristiges Geld geliehen haben, mussten sie sich Liquidität anderswo beschaffen.

Sie verlangten von Hedgefonds und anderen Banken höhere Sicherheiten für Kredite – oder drehten den Geldhahn für Börsengeschäfte zu. Die Fonds mussten Geld beschaffen und verkauften, was sich am schnellsten zu Geld machen lässt: hoch liquide Dax-Aktien.

Wenn aber Hedgefonds, die den Börsenhandel zu 70 Prozent dominieren, ihre Aktien auskehren, treffen sie auf immer schwächere Nachfrage. Privatanleger und Versicherer, die noch in den Neunzigerjahren bei jeder Kurskorrektur die Hand aufhielten, haben sich zurückgezogen.

Bevor sich die Märkte, auf denen Banken sich untereinander Geld leihen, nicht stabilisieren, stehen die Chancen für Dax-Aktien und andere Standardwerte also eher schlecht. Chancen ergeben sich vor allem bei kleinen und mittelgroßen Einzelwerten, die mit anderen aus ihrer Branche an Paniktagen abverkauft wurden – ohne Rücksicht auf individuelle Stärken.

Gegen den Strom schwimmen

Besonders unbeliebt sind gerade Aktien aus konjunkturempfindlichen Branchen wie Maschinenbau oder Automobilzulieferer. So etwa SAF Holland, die Anhängerkupplungen und Achsen für Lkws herstellen. Dass das Geschäft brummt, hat die Börse ignoriert. „Wir gehen weiterhin davon aus, dass wir unseren Umsatz auf Gesamtjahressicht um bis zu 25 Prozent steigern werden“, sagt Detlef Borghardt, Chef von SAF Holland.

Dass es sich für Anleger lohnt, gegen den Strom zu schwimmen, belegt eine Studie des US-Analyse-Unternehmens Ford Equity Research. Im Zeitraum 1978 bis 1998 warfen Portfolios, die auf angeschlagene Unternehmen aus dem S&P 500 setzten, im Schnitt acht Prozentpunkte pro Jahr mehr ab als der Index insgesamt.

Wer antizyklisch investiert, misstraut der Masse. Gerade Aktien, die der Markt nach unten prügelt, ziehen Value-Investoren an, denn die suchen nach stark unterbewerteten Titeln. Sie greifen auch bei Totgesagten zu. Apple beispielsweise lag schon auf der Intensivstation bevor es eines der wertvollsten Unternehmen der Welt wurde.

Ein Aktiencrash wie in diesem August ist für diese Art von Anlegern daher eher eine Chance als Unglück. Der Frankfurter Vermögensverwalter Hendrik Leber fühlt sich wie ein Kind im Süßigkeiten-Laden: „Ich habe gar nicht genug Geld, um all die günstigen Aktien zu kaufen, die ich gerne hätte.“

RWE-Zentrale in Essen: Bei Versorgungsengpässen im Winter dürfte der Kurs steigen. Quelle: dpa

RWE-Zentrale in Essen: Bei Versorgungsengpässen im Winter dürfte der Kurs steigen.

(Foto: dpa)

Leber verlässt sich nicht auf das Urteil des Marktes, also den aktuellen Börsenpreis. Stattdessen errechnet er einen eigenen fairen Wert der Aktie. Er kauft nur, wenn die Aktie mindestens 20 Prozent unter dem fairen Wert notiert, so wie zuletzt beispielsweise RWE. Spätestens im Winter, wenn Versorgungsengpässe drohten, würden die Deutschen merken, dass es nicht ohne die großen Kraftwerksbetreiber gehe. Derzeit, so Leber, liege sein Depot im Schnitt 40 Prozent unter dem fairen Wert, so niedrig wie schon lange nicht mehr.

Ein stark gefallener Kurs macht allerdings noch kein Schnäppchen. Viele Aktien, etwa die der Banken, wurden völlig zu Recht abgestraft. Insiderkäufe, solide Bilanzen oder ein kluger Kurswechsel des Managements können bessere Hinweise geben, ob eine Aktie eher unterbewertet ist, als ein schwacher Kurs allein. Je mehr positive Kriterien auf ein Unternehmen zutreffen, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Titel bei der nächsten Rally dem Markt davonrennt.

Vorständen folgen

Keiner kennt ein Unternehmen so gut wie die eigenen Vorstände. „Wenn Insider, beispielsweise Vorstände, regelmäßig und in hoher Stückzahl Aktien kaufen, ist dies ein Indiz, dass das Unternehmen an der Börse unter Wert gehandelt wird“, sagt Christian Struck, Fondsberater bei Discover Capital, einem Augsburger Analyseunternehmen für unterbewertete Aktien. Kaufen Vorstände nur wenig Aktien, liegt der Verdacht nahe, dass dies vor allem geschieht, um Stimmung zu machen.

Insider haben oft ein perfektes Gespür, so wie Lanxess-Chef Axel Heitmann, der gerade 2009 günstig gekaufte Aktien für zehn Millionen Euro losschlug.

Am meisten Aussagekraft haben Käufe der Finanzchefs von kleinen, mittelständischen Unternehmen: „Je näher der Insider am Tagesgeschäft ist, desto besser“, sagt Robert Hable, Geschäftsführer des Research-Hauses 2iQ. Mit dem Kauf sei oft eine Trendumkehr verbunden, hat Bank-Professor Richard Stehle von der Humboldt-Universität Berlin beobachtet, und sein Frankfurter Kollege Professor Olaf Stotz folgert: „Wer Directors Dealings folgt, kann mehr verdienen und Verluste vermeiden.“

Gabelstaplerbauer Jungheinrich: Aufsichtsrat kaufte bei fallenden Kursen. Quelle: dpa

Gabelstaplerbauer Jungheinrich: Aufsichtsrat kaufte bei fallenden Kursen.

(Foto: dpa)

Respektable Zukäufe gab es etwa bei den Windanlagenbauern Nordex und Vestas, beim Versorger Veolia und beim Maschinenbauer Manz. Chef Dieter Manz kaufte seit 12. August für rund 1,9 Millionen Euro Aktien. Beim Gabelstaplerbauer Jungheinrich orderte Aufsichtsratsmitglied Wolff Lange in fallende Kurse Papiere über gut 1,3 Millionen Euro. Stabilisierend wirkt auch, wenn die Unternehmen selbst zugreifen, wie etwa Maschinenbauer Gildemeister, der jetzt 5,1 Prozent seiner Aktien einsammeln will.

Grundsätzlich gilt: „Käufe sind relevanter als Verkäufe, denn wer kauft, will Geld verdienen, wer verkauft, hat unterschiedliche Gründe“, sagt Stotz. Vorstände bekommen Optionen und bauen so relativ viel Vermögen in Aktien ihrer Firma auf. Um dieses geballte Risiko zu entschärfen, verkaufen sie. Oft stehen auch persönliche Gründe hinter einem Verkauf: Scheidung, Immobilienkauf oder Tilgung eines Kredits.

Sippenhaft aufheben

Trotz des Optimismus einiger Top-Manager scheuen Anleger nach wie vor konjunktursensible Branchen, darunter auch Fluglinien. Alle Unternehmen werden in Sippenhaft genommen, egal, ob Marktführer, Außenseiter oder technologischer Pionier.

Airlines waren für Anleger in den vergangenen zehn Jahren zu Recht ein rotes Tuch: 70 Prozent verlor der Branchenindex S&P 500 Airlines. Steigende Kerosinpreise, Preiskampf mit Billigtickets und die Sparpolitik der Konzerne bei Dienstreisen haben den Flugkonzernen schwer zugesetzt.

Malus zu Bonus

Die Fluglinie Air France KLM verlor durch hohe Spritpreise und „Arabische Revolutionen“ massiv an Wert. Quelle: ap

Die Fluglinie Air France KLM verlor durch hohe Spritpreise und „Arabische Revolutionen“ massiv an Wert.

(Foto: ap)

Die französisch-niederländische Air France KLM etwa musste von April bis Juni 16 Prozent mehr für Flugbenzin ausgeben als im Vorjahreszeitraum. Erschwerend kommt hinzu, dass Europas größte Fluglinie stark in Nordafrika und dem arabischen Raum engagiert ist. Die politischen Unruhen in der Region haben die Aktie zuletzt weiter nach unten getrieben: Seit dem Höchststand im Juni 2007 hat sie etwa 84 Prozent eingebüßt.

Der Afrika-Malus kann sich allerdings sehr schnell in einen Bonus verwandeln. Mehr Freizügigkeit und wirtschaftlicher Aufschwung in der Region dürften der Air France KLM gute Geschäfte bescheren. Auch der Wiederaufbau in den vom Tsunami und dem Reaktorunfall betroffenen Regionen Japans sollte der Airline helfen. Wegen der Japan-Krise waren die in Asien eingesetzten Frachtmaschinen von Mai bis Juni im Schnitt nur zu zwei Drittel ausgelastet. Das dürfte sich bessern. Risiko: Air France KLM ist eine Wette auf eine eher stabile Konjunktur. In einer harten Rezession müssten die Franzosen Marktanteile an Billigflieger, vor allem Ryanair und Easyjet, abgeben.

Ähnlich unpopulär wie Fluglinien sind derzeit Versicherungen. Hauptgrund ist das Misstrauen gegenüber dem Finanzsektor insgesamt. Anleger fürchten, dass auch Allianz, Axa oder Generali noch weitere Leichen im Keller haben, beispielsweise angeschlagene Staats- und Bankanleihen.

Anders als viele Banken hat die Allianz aber bereits etwa die Hälfte ihres Griechenland-Engagements von 1,3 Milliarden Euro abgeschrieben. Italienische, irische, griechische und portugiesische Anleihen machen nur 1,8 Prozent des gesamten Rentenportfolios aus. Auch teure Katastrophen, darunter der Tsunami in Japan und Wirbelstürme in den USA, konnten der Allianz bisher wenig anhaben, weil die Prämien stärker stiegen als die Kosten für versicherte Schäden. Ende August legte die Allianz deutlich zu, als Experten die voraussichtlichen Schäden von Hurrikan Irene von 14 Milliarden Dollar auf nur noch 2,6 Milliarden herunterschraubten. Anleger sollten in diesem Herbst deshalb an schwächeren Börsentagen einsteigen.

Übertreibungen korrigieren

Technologiewerte brauchen keine Schuldenkrise um psychologisch anfällig zu sein – sowohl im Boom als im Niedergang. „Krisen treffen neue Technologien besonders hart, weil sie im Aufschwung tendenziell überschätzt werden – umso tiefer ist der Fall danach“, sagt Hans-Peter Schupp, Vorstand des Vermögensverwalters Fidecum in Bad Homburg.

Als 2001 die Technologieblase platzte, rauschten selbst Unternehmen mit einem zukunftsfähigen Geschäftsmodell nach unten. Schupp ergriff die Chance und kaufte den Chipproduzenten Dialog Semiconductor, der 2003 zeitweise bis auf 80 Cent abrutschte. Ähnlich stürzte Infineon nach der Lehman-Pleite 2008 auf wenige Cent ab, war schon totgesagt und startete dann ein Comeback.

So wie Tech-Werte im vergangenen Jahrzehnt unter die Räder kamen, stehen derzeit Windkraft- und Solaraktien unter Druck. Der Reaktorunfall in Fukushima und die Energiewende verhalfen der Ökobranche nur zu einem kurzen Strohfeuer an der Börse. „Derzeit leidet die Wind- und Solarbranche an weltweiten Überkapazitäten, Preise und Margen sinken“, sagt Thiemo Lang, Fondsmanager beim Schweizer Vermögensverwalter SAM Group.

Leerverkäufer, also Spekulanten, die sich Aktien leihen, um auf fallende Kurse zu wetten, nutzen die Gunst der Stunde und setzen den Windmühlen- und Solarzellenherstellern weiter zu. Zeitweise waren bis zu 50 Prozent der frei gehandelten Aktien deutscher Solarunternehmen an Leerverkäufer verliehen. Jetzt, da die Solarwerte am Boden sind, fahren die Hedgefonds die Ernte ein, kaufen Papiere und geben sie an die Verleiher zurück. Das sollte etwas Druck von der Branche nehmen.

Auch bei den Windmühlenbauern zeigt sich Licht am Ende des Tunnels. Weltmarktführer Vestas verdiente im zweiten Quartal vor Steuern und Zinsen 77 Millionen Euro, nach 180 Millionen minus im Vorquartal. Auch die deutsche Nordex ist wieder auf dem aufsteigenden Ast. Ein neuer Auftrag aus der Türkei beflügelt die Aktie ebenso wie der Zukauf von Aktien durch die Klatten-Familie.

Ob Nordex und Vestas die Wende schaffen, hängt davon ab, wie erfolgreich sie in Schwellenländern werden und wie wirtschaftlich die neuen Offshore-Windparks vor Europas Küsten tatsächlich arbeiten. Da sich beide Fragen noch nicht abschließend beantworten lassen, bleiben Windkraftaktien etwas für Anleger mit starken Nerven.

Bilanzschätzchen heben

Der Chemiekonzern Wacker in Burghausen. Quelle: dapd

Der Chemiekonzern Wacker in Burghausen.

(Foto: dapd)

Obwohl Wacker Chemie auch für die Solarbranche produziert, benötigen Anleger beim MDax-Unternehmen weniger Risikobereitschaft. Die Münchner sind breit aufgestellt. Sie sind auch bei Siliziumscheiben, Wafer genannt, führend und liefern vor allem an die Chipindustrie. Wacker hat gut 330 Millionen Euro an Nettobarmitteln in der Kasse, ist also schuldenfrei; alle Bewertungskennziffern sind äußerst günstig, wie etwa das Kurs-Gewinn-Verhältnis, das dieses Jahr derzeit nicht einmal mehr neun beträgt.

Ebenfalls schuldenfrei ist die Bilanz der Modeschmuckkette Bijou Brigitte. Zwar sind die Gewinne wegen schwacher Geschäfte in Euro-Krisenländern wie Spanien deutlich rückläufig. Trotzdem schaffen die Hamburger eine nach wie vor traumhafte zweistellige Nettoumsatzrendite, die sich in einer Dividendenrendite für 2011 von knapp neun Prozent niederschlagen dürfte. Langsam sollte der schon um mehr als 50 Prozent gefallene Kurs deshalb seinen Boden finden.

Viel auf der hohen Kante

Auch bei Nokia setzt sich die Erkenntnis durch, dass ein Börsenwert von derzeit rund 17 Milliarden Euro wohl kaum den Markenwert plus 3,3 Milliarden Euro Netto-Cash deckt – zumal niemand ausschließen kann, dass die Finnen gemeinsam mit Windows wieder die Spitze in der Handy-Industrie zurückerobern und dann erkleckliche Gewinne schreiben werden. Vom ihrem absoluten Tief haben Nokia-Aktien deshalb auch schon ein knappes Drittel aufgeholt.

Chancen bieten auch Unternehmen, bei denen strategische Fehler der Vergangenheit bereinigt werden, sich die Wende aber noch nicht im Kurs niederschlägt. Der französische Versorger Veolia etwa hatte zu stark auf Schwellenländer gesetzt, in denen sich mit Wasser kaum Geld verdienen lässt, weil die Politik die Preise diktiert. In Ägypten beispielsweise haben Kunden ihre Rechnungen erst gar nicht bezahlt. Wasserfonds jubelten die Aktie dennoch mit dem Argument hoch, Wasser werde in Zukunft knapper, daher müssten die Gewinne von Veolia sprudeln. Folge: In der Rally 2004 bis 2007 war die Aktie stark überteuert.

Wenn Manager umsteuern

Wenig später folgte ein rasanter Kurssturz. Jetzt hat Veolia die Reißleine gezogen. Der Versorger will sich aus etwa 40 von insgesamt 77 Ländern verabschieden. Stattdessen wächst er dort, wo sich Geld verdienen lässt – vor allem in Deutschland. Veolia glänzt zwar nicht mit margenstarken Sparten, aber das Geschäft ist insgesamt konjunkturunempfindlich. Anders als die großen Kraftwerksbetreiber E.On und RWE leidet Veolia auch nicht unter einer politisch motivierten Energiewende.

Bei Funkwerk, einem mittelständischen Spezialisten für Mobilfunkanwendungen im Verkehr, hat das Management ebenfalls rechtzeitig den Hebel umgelegt. Das Geschäft wird auf nur noch drei statt bisher vier Sparten konzentriert; Randbereiche werden abgestoßen. Das zuletzt nach herbem Minus in den Jahren 2009 und 2010 überschaubare Verluste schreibende Unternehmen kostet inklusive Schulden nicht einmal ein Sechstel seines Umsatzes. Gelingt der Umschwung zurück in die schwarzen Zahlen, dürften Anleger mit der Aktie vom jetzigen Niveau aus hohe zweistellige Gewinne einfahren. 

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