Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Börse Unterbewertete Aktienstars

Seite 3 von 5:
Vorständen folgen

Keiner kennt ein Unternehmen so gut wie die eigenen Vorstände. „Wenn Insider, beispielsweise Vorstände, regelmäßig und in hoher Stückzahl Aktien kaufen, ist dies ein Indiz, dass das Unternehmen an der Börse unter Wert gehandelt wird“, sagt Christian Struck, Fondsberater bei Discover Capital, einem Augsburger Analyseunternehmen für unterbewertete Aktien. Kaufen Vorstände nur wenig Aktien, liegt der Verdacht nahe, dass dies vor allem geschieht, um Stimmung zu machen.

Insider haben oft ein perfektes Gespür, so wie Lanxess-Chef Axel Heitmann, der gerade 2009 günstig gekaufte Aktien für zehn Millionen Euro losschlug.

Am meisten Aussagekraft haben Käufe der Finanzchefs von kleinen, mittelständischen Unternehmen: „Je näher der Insider am Tagesgeschäft ist, desto besser“, sagt Robert Hable, Geschäftsführer des Research-Hauses 2iQ. Mit dem Kauf sei oft eine Trendumkehr verbunden, hat Bank-Professor Richard Stehle von der Humboldt-Universität Berlin beobachtet, und sein Frankfurter Kollege Professor Olaf Stotz folgert: „Wer Directors Dealings folgt, kann mehr verdienen und Verluste vermeiden.“

Gabelstaplerbauer Jungheinrich: Aufsichtsrat kaufte bei fallenden Kursen. Quelle: dpa

Gabelstaplerbauer Jungheinrich: Aufsichtsrat kaufte bei fallenden Kursen.

(Foto: dpa)

Respektable Zukäufe gab es etwa bei den Windanlagenbauern Nordex und Vestas, beim Versorger Veolia und beim Maschinenbauer Manz. Chef Dieter Manz kaufte seit 12. August für rund 1,9 Millionen Euro Aktien. Beim Gabelstaplerbauer Jungheinrich orderte Aufsichtsratsmitglied Wolff Lange in fallende Kurse Papiere über gut 1,3 Millionen Euro. Stabilisierend wirkt auch, wenn die Unternehmen selbst zugreifen, wie etwa Maschinenbauer Gildemeister, der jetzt 5,1 Prozent seiner Aktien einsammeln will.

Grundsätzlich gilt: „Käufe sind relevanter als Verkäufe, denn wer kauft, will Geld verdienen, wer verkauft, hat unterschiedliche Gründe“, sagt Stotz. Vorstände bekommen Optionen und bauen so relativ viel Vermögen in Aktien ihrer Firma auf. Um dieses geballte Risiko zu entschärfen, verkaufen sie. Oft stehen auch persönliche Gründe hinter einem Verkauf: Scheidung, Immobilienkauf oder Tilgung eines Kredits.

Sippenhaft aufheben

Trotz des Optimismus einiger Top-Manager scheuen Anleger nach wie vor konjunktursensible Branchen, darunter auch Fluglinien. Alle Unternehmen werden in Sippenhaft genommen, egal, ob Marktführer, Außenseiter oder technologischer Pionier.

Airlines waren für Anleger in den vergangenen zehn Jahren zu Recht ein rotes Tuch: 70 Prozent verlor der Branchenindex S&P 500 Airlines. Steigende Kerosinpreise, Preiskampf mit Billigtickets und die Sparpolitik der Konzerne bei Dienstreisen haben den Flugkonzernen schwer zugesetzt.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Malus zu Bonus
Seite 12345Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Börse - Unterbewertete Aktienstars

0 Kommentare zu "Börse: Unterbewertete Aktienstars"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.