Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Börse Wie viel Aufschwung steckt im Aktienmarkt?

Die Dax-Unternehmen legen Rekordzahlen vor - doch die Börse reagiert bisher kaum. Doch das könnte sich bald ändern, meinen Experten. Sie sehen den Dax schon wieder bis auf 8000 Punkte steigen.
Kommentieren
Der Bulle vor der Frankfurter Börse: Wer jetzt einsteigt, sollte sich genau die Bilanzkennziffern ansehen, um die richtigen Aktien zu erwischen. Quelle: dpa

Der Bulle vor der Frankfurter Börse: Wer jetzt einsteigt, sollte sich genau die Bilanzkennziffern ansehen, um die richtigen Aktien zu erwischen.

(Foto: dpa)

FRANKFURT. BASF, Siemens, Volkswagen. Ein Unternehmen nach dem anderen präsentiert beeindruckende Gewinne. Erstmals seit zehn Jahren werden in diesem Jahr wohl alle 30 Dax-Konzerne schwarze Zahlen schreiben. Es scheint, als sei die Krise abgehakt. Anleger sind dennoch vorsichtig, der Dax kommt kaum vorwärts. Seit Wochen schwankt er um die Marke von 6 000 Punkten - und liegt damit kaum höher als am Anfang des Jahres. Warum?

Natürlich registrieren die Investoren sehr genau, was ihnen die Unternehmen vorsetzen. Doch sie bleiben misstrauisch, ob sich die Gewinne angesichts von Schuldenkrise und wackeliger Weltkonjunktur in den nächsten Quartalen halten lassen.

Dax-Rekord könnte spätestens 2012 fallen, sagen Experten

Normalerweise hat die Börse ein gutes Gespür. Sie nimmt vorweg, was dann später Realität wird. Aber es gibt Ausnahmen von dieser Regel. Könnte es sein, dass die Börsianer diesmal zu pessimistisch sind? "Das wirtschaftliche Umfeld, das zeigen die jüngsten Konjunkturdaten, hat sich deutlich besser entwickelt als die meisten Marktteilnehmer und Volkswirte dies zu Beginn des Jahres erwartet haben", sagt Carsten Klude, Chefstratege bei der Hamburger Privatbank MM Warburg. Sobald sich die Erkenntnis durchsetze, dass keine neue Rezession drohe, dann gehe es mit den Kursen nach oben. Klude wagt sich weit vor. Er glaubt, dass der alte Dax-Rekord von gut 8 000 Punkten "spätestens im Jahr 2012" in Angriff genommen wird. Dabei ist Klude nicht gerade als notorischer Optimist bekannt. Als die Aktienkurse im Zuge der Finanzkrise abrutschten, sagte er einen Dax-Sturz auf 3 600 Punkte voraus - was zwischenzeitlich auch eintrat.

Auch Thorsten Weinelt, Leiter der Aktienanalyse bei der Unicredit in München, zählt gewöhnlich nicht zu den Optimisten. Aber auch er sieht Potenzial. Der Aufschwung, den viele deutsche Unternehmen zuletzt mit ihren Quartalszahlen untermauert haben, könne mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung dazu führen, dass noch Großinvestoren am Markt einsteigen.

"Insbesondere institutionelle Anleger wie Versicherungen und Pensionsfonds haben die Erholungsrally seit Ende des ersten Quartals verpasst, nicht zuletzt weil die Risikobudgets nicht vorhanden waren", sagt Weinelt. Weil diese Anleger gewöhnlich mit hohen Summen am Markt einsteigen, eignen sich für sie auch nur die besonders großen und liquiden Titel aus dem Dax oder bestenfalls noch aus MDax oder TecDax.

Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Börse - Wie viel Aufschwung steckt im Aktienmarkt?

0 Kommentare zu "Börse: Wie viel Aufschwung steckt im Aktienmarkt?"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.