Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Börsendebüt Unterhachings Aufstiegspläne sorgen für Kursplus zum Börsenstart

Der erste Handelstag hat den Aktien der Spielvereinigung Unterhaching ein großes Kursplus eingebracht. Die weitere Entwicklung bestimmt der sportliche Erfolg.
Update: 30.07.2019 - 23:28 Uhr Kommentieren
Unterhachings Pläne an der Börse hängen auch am sportlichen Erfolg auf dem Platz. Quelle: dpa
Wimpel der Spielvereinigung Unterhaching

Unterhachings Pläne an der Börse hängen auch am sportlichen Erfolg auf dem Platz.

(Foto: dpa)

München Das einzige Vorbild am deutschen Aktienmarkt hat die SpVgg Unterhaching zumindest an ihrem ersten Handelstag weit hinter sich gelassen. Der Aktienkurs des Münchener Vorstadtvereins ist an diesem Dienstag zeitweise bis auf 12,80 Euro je Aktie gestiegen und schloss mit einem Plus von annähernd 30 Prozent im Vergleich zum Ausgabepreis von 8,10 Euro.

Damit blieb dem Drittligisten das Schicksal des bislang einzigen börsennotierten Fußballvereins in Deutschland erspart. Als die Aktie von Borussia Dortmund am 31. Oktober des Jahres 2000 erstmals an der Börse gehandelt wurde, verlor sie gleich am ersten Handelstag rund 8,5 Prozent. Der damalige Ausgabepreis von elf Euro wurde in den knapp 19 Jahren seither nie mehr erreicht. Zeitweise verkam die BVB-Aktie gar zum Pennystock, notierte also unter dem Wert von einem Euro. Am Dienstag kostete die mittlerweile im SDax gelistete Aktie 9,04 Euro.

Von der Aufnahme in einen Index sind die Papiere der Unterhachinger noch weit entfernt. Das Listing der Aktie fand lediglich an der Münchener Börse statt. Exakt 332.469 Aktien wurden an Anleger verkauft, der Erlös für den Verein liegt bei rund 2,7 Millionen Euro.

Mit dem Geld will der Drittligist innerhalb der kommenden drei Jahre den Sprung in die finanziell weitaus lukrativere 2. Bundesliga schaffen. Den Unterschied zwischen beiden Ligen bemisst Geschäftsführer Manfred Schwabl allein bei den Fernsehgeldern mit dem Faktor zehn. Gemeinsam mit dem Verein und Aufsichtsrat Andreas Kögl ist Schwabl Hauptaktionär des Vereins. Sein Sohn Markus spielt zudem in der ersten Mannschaft.

Unterhachings Problem dürfte letztendlich werden, dass die finanziell wenig attraktive 3. Liga mittlerweile mit einer Reihe von Traditionsmannschaften bestückt ist. Die Klubs aus Braunschweig, Kaiserslautern, Rostock, Duisburg, Magdeburg oder die Münchener Lokalrivalen von 1860 wollen ebenfalls schnellstens in die Zweite Liga. Konkurrenz ist somit reichlich da.

Vieles an der Börse wird deshalb vom sportlichen Erfolg auf dem Platz abhängen. Am Dienstagabend gab es aber einen kleinen Dämpfer: Gegen den KFC Uerdingen kam Unterhaching trotz einer 2:0-Führung und 50-minütiger Überzahl nicht über ein 2:2 hinaus. Das Ergebnis dürfte am Mittwoch den Kurs des Börsenneulings beeinflussen.

Mehr: Unterhaching will aufs Parkett, Hertha BSC holt sich einen Großinvestor an Bord. Andere Klubs haben schon Erfahrungswerte dieser Art. Welches Potenzial haben solche Papiere?

Finance Briefing
Startseite

Mehr zu: Börsendebüt - Unterhachings Aufstiegspläne sorgen für Kursplus zum Börsenstart

0 Kommentare zu "Börsendebüt: Unterhachings Aufstiegspläne sorgen für Kursplus zum Börsenstart"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote