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Börsenpsychologie „Anleger, entspannt Euch!“

Gefühle haben an der Börse nichts zu suchen, weiß Andreas Fritsch. Trotzdem bestimmen Gier, Angst und Panik das Marktgeschehen. Der Experte für Anlegerverhalten erklärt, wie Investoren ihre Emotionen kontrollieren.
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Der Mentaltrainer und Autor Andreas Fritsch: „Gier ist an der Börse kein guter Ratgeber“

Der Mentaltrainer und Autor Andreas Fritsch: „Gier ist an der Börse kein guter Ratgeber“

Herr Fritsch, der Börsenhai Gordon Gekko sagt im Filmklassiker „Wall Street“: „Gier ist gut. Gier ist richtig. Gier funktioniert“. Sollten Anleger gieriger sein?

Bloß nicht. Gier ist an der Börse kein guter Ratgeber. Wer gierig ist, der handelt nicht mehr rational. Und das ist nie gut.

Sind nur rationale Anleger erfolgreich?

Auf jeden Fall sind sie erfolgreicher, denn sie schalten ihre Emotionen aus und handeln überlegter. Gier, Euphorie, Angst und Panik haben an der Börse nichts zu suchen. Doch das ist nur die Theorie. In der Praxis besteht die Börse zu 80 Prozent aus Emotionen.

Aber viele Anleger analysieren doch die Unternehmen, in die sie investieren sehr genau …

… und verkaufen dann panikartig ihre Aktien, sobald es auch nur eine schlechte Nachricht gibt. Jede negative Meldung löst unglaublichen Stress aus, der schnell in Panik umschlagen kann. Dann wird nur noch emotional gehandelt.  

Der österreichische Kabarettist Karl Farkas hat einmal gesagt: „Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen.“

Das stimmt. Vor allem Privatanleger, aber auch Profis handeln oft hochemotional und treffen dann übereilte und oft auch falsche Entscheidungen. Langfristige Strategien zählen dann nicht mehr. Die Gründe, warum beispielsweise eine Aktie ursprünglich gekauft wurde, sind vergessen.

Können Anleger lernen, diese Emotionen auszublenden?

Natürlich, und das ist auch gar nicht so schwierig. Wichtig ist vor allem, nach einem genauen Plan zu handeln. Anleger sollten sich in stressfreien Zeiten intensiv über ihre Strategie Gedanken machen und ihre Ziele klar definieren. Dazu gehört auch, für verschiedene Anlagehorizonte die entsprechenden Instrumente, also beispielsweise Aktien, Anleihen, Fonds oder Zertifikate, festzulegen.

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