Commerzbank-Chefvolkswirt „Inflation über zwei Prozent“

Die EZB pumpt heute wieder Geld in den Markt. Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank erklärt, was das für Anleger bedeutet und warum die Inflationsrate steigen wird.
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Jörg Krämer ist Chefvolkswirt der Commerzbank. Quelle: Pressefoto Commerzbank

Jörg Krämer ist Chefvolkswirt der Commerzbank.

(Foto: Pressefoto Commerzbank)

Was bedeutet die Geldspritze für die Banken?

Wie beim ersten Dreijahrestender dürften auch diesmal vor allem Banken aus den Peripherieländern zugegriffen haben. Die mit den Mitteln aus dem ersten Tender gekauften Staatsanleihen werden sie wohl als Sicherheiten verwenden, um sich beim zweiten Tender zusätzliche Mittel zu besorgen – etwa um in den kommenden Monaten eigene Bankanleihen tilgen.

Die Anforderungen an die zu hinterlegenden Sicherheiten sind deutlich gelockert worden. Inwieweit erhöht sich das Risiko in der Bilanz der EZB?

Seit Ausbruch der Krise finanzieren die Peripherieländer ihre Leistungsbilanzdefizite mit EZB-Liquidität, also mit der Notenpresse. Spiegelbildlich sitzen die nationalen Zentralbanken auf immer mehr Sicherheiten aus den Peripherieländern, die private Investoren wohl nicht mehr kaufen würden. Das erhöht die Risiken in den Bilanzen der Notenbanken.

Bringt die massive Geldspritze Inflationsgefahren mit sich?

Das schwache Wachstum und die hohe die Arbeitslosigkeit halten die Inflation im Euroraum zumindest in diesem und im kommenden Jahr in Schach. Aber die EZB ist nahe an die Politik herangerückt. Ihr dürfte es nicht gelingen, die Inflation im Durchschnitt der kommenden zehn Jahre wie versprochen auf knapp zwei Prozent zu begrenzen.

Werden mit dem frischen Zentralbankgeld Banken am Leben erhalten, die unter normalen Umständen ausscheiden würden?
Die EZB stellt den Banken seit Ausbruch der Krise unbegrenzt Liquidität zur Verfügung und hat die Anforderungen für die dafür notwendigen Sicherheiten gesenkt. Ohne diese Politik hätten zahlreiche Banken in den Peripherieländern sicherlich Schwierigkeiten, an die notwendige Liquidität zu kommen.

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9 Kommentare zu "Commerzbank-Chefvolkswirt: „Die EZB finanziert Staatsausgaben mit der Notenpresse“"

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  • Ja ich denke Deutschland will Exportfizeweltmeister bleiben. Also, wo soll das Geld für unsere Waren herkommen, wenn nicht von der Bank.

  • Wenn Leute am frühen Morgen schon so offen (und GIERIG!!!) danach fragen, sollte man aussteigen. Hab ich längst getan - und warte. Warte, bis Sie verzweifelt schweigen.

  • Netter Link. Wer es denn nachlesen will, wie es wirklich war, dem sei das Buch "The Big Short" empfohlen (http://www.4shared.com/office/PJRdmvko/The_Big_Short__Inside_the_Doom.html) !

  • guter Hinweis!

  • völlig perverse HÜTCHENSPIELE!

    http://blog.safog.com/2010/06/08/die-wirtschaftskrise-leicht-verstandlich-suffbond-alkbond-und-kotzbond/

    ..und wenn die bestehenden Zentralbanken dann auch "fertig haben", dann ruft man die ultimative Weltzentralbank ins Leben, die die ausufernden Risiken der bestehenden Zentralbanken auffängt. Die Bilanzsumme wird dann wahrscheinlich dick im Trillionenbereich sein ...

    Warum wurden die Initiatoren des EupeanKingsClub damals wg Kapitalanlagebetrug gelyncht während man diese MegaSchneeballsystem gewähren lässt?

  • Inflation werden wir erst sehen,wenn das viele Geld auch im Markt ankommt. Tut es aber z.Z. gar nicht, weil die Banken es dem Markt ja gar nicht weiterreichen.

  • Wie seht Ihr die kurzfristige Entwicklung im Dax?

  • Es ist immer wieder erstaunlich, dass Menschen die ihren eigenen Saftladen nicht in Ordnung bringen können, im HB eine Plattform bekommen.

    Jörg Krämer ist der richtige Name dafür .....

  • Wer diesen Weg in die Inflations-, Transfer-, Haftungs- und Schuldenunion ablehnt, sollte das auf der Unterschriftenliste auf buendnis-buergerwille.de dokumentieren. Weitersagen!

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