Crash-Propheten warnen „Der finale Kollaps wird definitiv kommen“

Schulden, Niedrigzinsen, Liquiditätsspritzen – das ist volkswirtschaftlicher Wahnsinn, sind die Autoren Matthias Weik und Marc Friedrich überzeugt. Und dieser Wahnsinn kann nur zu einem gigantischen Crash führen.
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Matthias Weik (links) und Marc Friedrich sehen schwarz für unser Wirtschaftssystem.

Matthias Weik (links) und Marc Friedrich sehen schwarz für unser Wirtschaftssystem.

Sie sind Querdenker, wollen aber keine Pessimisten sein. Auch wenn ihr aktueller Bestseller „Der Crash ist die Lösung. Warum der finale Kollaps kommt und wie Sie Ihre Vermögen retten“ das vermuten lässt. Im Düsseldorfer Wirtschaftsclub sprechen Matthias Weik und Marc Friedrich über falsche Rettungspolitik, gigantische Schuldenberge, enteignete Sparer und Aktionäre sowie den besten Schutz des Ersparten für den Fall der Fälle.

Herr Weik, Herr Friedrich, sind Sie besonders pessimistische Menschen?
(lachen) Matthias Weik: Nein, wir sind optimistische Menschen.

Der Titel Ihres Buches lässt anderes ahnen?
Marc Friedrich: Der Titel ist leider das Resultat unserer Recherche. Wenn man rein objektiv die Fakten betrachtet, dann kann man durchaus pessimistisch werden. Aber wir sind nicht grundsätzlich negativ eingestellt. Wir sind Realisten.

Weik: Wir erleben gegenwärtig eine gigantische Krise. Aber in einer solchen Krise steckt auch eine große Chance.

Friedrich: Die Krise ist keinesfalls gelöst, sondern von Notenbankern und Politikern mit viel Geld lediglich in die Zukunft verschoben worden.

Die Rettungsmaßnahmen der Notenbanken haben die Krise also nur in die Länge gezogen?
Friedrich: Absolut. Die Rettung ist eine Farce. Die Arbeitslosenzahlen in den Krisenländern pendeln immer noch um die Rekordniveaus und die Staatsverschuldung steigt von einem Hoch zum nächsten. Griechenland hat beispielsweise momentan eine höhere Staatsverschuldung als vor dem Schuldenschnitt.

Weik: Mit dieser beispiellosen Rettungsorgie haben wir den Bock zum Gärtner gemacht. All die Vertrauensbrüche, Lügen, Betrügereien. Erstes Opfer war die Demokratie.

Inwiefern?
Weik: Nehmen Sie doch nur den Rettungsfonds ESM. Der ist immun. Auch seine Mitarbeiter sind immun, können ihre Immunität nur selber aufheben. Damit bewegt sich der ESM außerhalb des Rechtssystems. Für uns als überzeugte Demokraten ist das unerträglich.

Friedrich: Zudem ist die Finanzbranche weltweit die einzige die sich außerhalb von Recht und Gesetz bewegt und sich aus allen überführten Machenschaften herauskaufen kann und dann so weitermacht wie zuvor.

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50 Kommentare zu "Crash-Propheten warnen: „Der finale Kollaps wird definitiv kommen“"

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  • Bei diesen Adressen werden Sie leider nur wieder mit vielen weiteren Ammenmärchen und Halbwahrheiten beglückt; insbesondere bei der possierlichen Geschichte von 'Fabian der Goldschmied'.

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette  

    Die Herren Weick und Friederich sprechen zwar viele Probleme korrekt an, können aber wegen einer falschen/fehlenden Geld- und Zinstheorie keine richtigen Antworten finden. Sie haben die Krise aber immerhin dazu genutzt, daraus ein Geschäftsmodell zu machen. Und Untergangsfantasien verkaufen sich bekanntlich gut.

  • Das von den internationalen Bankstern aus der Luft erzeugte Schuldgeld, welches die Bankster nur gegen Realvermögen als "Sicherheit" aushändigen, ist das vielleicht größte methodische Verbrechen der Geschichte!

    Spielt es eine Rolle was die Welt kosten, wenn private Banken bzw. deren EIGENTÜMER Geld aus dem nichts schöpfen?
    Gehört die Welt ( Medienkonzerne, Energiekonzerne, Lebensmittelkonzerne, Phar
    makonzerne, etc. ) den Bankstern?

    Warum erfahren wir in den Bilderbergmedien nichts über das Geldmonopol bzw. Schuldgeldsystem der internationalen Bankster?

    Da sollte man sich mal die Frage stellen, wem gehören eigentlich die Medien?

    Jeder der das nicht versteht, sollte im Internet nach "Schuldgeldsystem" bzw. "Das Zwangsgeldsystem Mario Fleischmann", "Prof. Bernd Senf - Tiefere Ursachen der Krise" oder "Goldschmied Fabian" suchen.

  • @Otto Pankrath "Pullshit"
    Da muss ich Ihnen ganz schön widersprechen, die Vorstände und den Aufsichtsrat vor den Kadi zu ziehen, ist voll durch "unabhängige Richter" in Frankfurt am Main vom AG. LG und OLG abgeschmettert worden.
    Sogar einen Strafantrag wegen StGB §§ 263, 266 ist nicht angenommen wurden durch die Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsstrafsachen und Generalstaatsanwaltschaft beim OLG Frankfurt am Main
    ist immer noch dabei den Fall zu prüfen.
    Ich habe gegenüber der Oberstaatsanwältin beim OLG sie wegen Strafverweitelung im Amt gem. StGB 258 a i.V.m. § 13 StGB einen Strafantrag auf dem Weg gebracht. Das auch dem Ministerpräsidenten von Hessen Herr Buoffiere gefordert, dass die Oberstaatsanwältin angeklagt werden muss. Ansonsten wird gegen die Justiz ein Statement herausgegeben, nicht wie Herr Dr. Blüm Bundesminister a.D. Einspruch - Willkür deutscher Justiz schon angesprochen hat, sondern auf allen Plätzen im Lande zu demonstrieren, denn nach Art. 20 Abs. 4 GG steht jedem Bürder das Recht zu:"Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, habeb alle Deutsche das recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist." Was auch als die "Ultima ratio benutzt werden. Auch wenn nicht alle Mittel vorher ausgeschöpft worden sind, hat man nach einigen Staatsrechtslehrer auch das recht, Anschläge und Tötungen (z.B. "Tyrannenmord") zu begehen, um die grundgesetzliche Ordnung wieder herzustellen. Doch im Hinblick auf das Ziel der Befolgung der verfassungsmäßigen Ordnung auch zu Folgen, müssen die Aktionen dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit entsprechen, also, legitimen Zweck als geeignet, erforderlich und angemessen vorgetragen werden.

  • @ Ottp Pankrath

    Riesiger BULLSHIT!

    Als erstes hätten die Eigentümer die die Commerzbank in diese Richtung ziehen ließen die Konsequenzen gespürt in dem ihre Aktien wertlos geworden wären.

    Danach hätten die Manager bis runter zum kleinen Mitarbeiter ihren Job wie bei der HRE verloren statt weiter überzogene Löhne und Abfindungen zu bekommen.

    Die Einlagen mussten von den Steuerzahlern garantiert werden. An deren Sicherheit hätte sich gar nichts geändert. Eventuell wären einige Bankmanager wegen der Geschäfte in die private HAFTUNG geraten.

    Das wäre nicht schlecht für die Branche gewesen.

  • @ Karl August

    Das inländische Goldverbot interessierte den Amerikaner nicht weiter solange er im Ausland kaufen und verkaufen konnte. Der Deutsche konnte dies ebenfalls als die Nazis ein Goldverbot aussprachen.

    Im Internetzeitalter wo ich jederzeit mit einer chinesischen Bank handeln kann ist ein Goldverbot so schwer durchzusetzen dass es eher kontraproduktiv wäre.

  • @ Gerhard Kraus

    Tatsächlich waren die Amerikaner 25 Jahre nach Gründung des gelddruckenden Fed in den 30ern "fertig" und konnten dies nur durch den Krieg verschleiern.

    Nach dem Krieg dauerte es nur weitere 25 Jahre und man war wieder beim Staatsbankrott. Denn der Dollar war bis Anfang der 70er mit Gold hinterlegt.

    Erst heute wo die Leute ganz bewusst Vermögen gegen beliebig vermehrbares Papier Rauschen können die USA formal nicht mehr bankrott gehen.
    Es kann nur sein dass immer weniger Menschen in von Finanzinstituten verwaltetes Währungsvermögen sparen.

    Dann ist man nicht bankrott bekommt aber keine Waren mehr. Spätestens dann muss ein "Handelsabkommen" her!

  • Bretton Woods war KEIN Goldstandard, sondern ein Goldevisenstandard. Dieser mußte zwangsläufig dank steigender Staatsverschuldung im Ausland (aus Sicht der USA)scheitern, da die Dollarforderungen zu einem festen Dollar pro Unze Kurs getauscht werden konnten und das Gold somit aus den USA abgeflossen ist.

    Der Goldstandard herrschte bis 1914 und ermöglichte den steigenden Wohlstand in den Ländern, wo er herrschte.

    Er diszipliniert die Ausgabenwut der Politik.

  • Die „Berliner Fraktion“ der AfD um Beatrix von Storch hat jetzt den Professor Bagus aus Madrid über die Europa-Krise reden lassen und der hat sich für eine Rückkehr zur Golddeckung ausgesprochen. Aber die Rückkehr zur Golddeckung ist eine Illusion. Wir haben noch alle vor Augen, wie Bretton Wood gescheitert ist, als die Franzosen von den USA „ihr“ Gold haben wollten, das die nicht hatten. Die Wirtschaftsleistung als Gelddeckung ist grundsätzlich richtig, man muß sie nur richtig handhaben. Das wahre Problem ist die exzessive Ausgabenwut der Politik als Mittel der Machterhaltung, ohne Rücksicht auf die Wirtschaftsleistung, zu der Juncker jetzt wieder ermuntert und die Konsequenz, die die Geldbranche aus dieser Sorglosigkeit zieht. Die USA ist zurzeit nach dem Generationenforscher Laurence J. Kotlikoff, a William Fairfield Warren Professor at Boston University, mit etwa 130 Bio. US$ verschuldet, das sind bei rd. 15 Bio. US$ Wirtschaftsleistung der USA rd. 900% BIP. Deutschland schleppt eine Schuldenlast, dank sorgfältiger Ermittlungen der Generationenforscher aus Freiburg und Bochum, einschließlich nicht bilanzierten Nachhaltigkeitshaushalts wegen sozialer Sicherheit (Krankheit, Pflege, Alter) von zurzeit 8,0 Bio. Euro, rd. 300% BIP oder 100% des inländischen Nettovermögens vor sich her, mit wachsender Tendenz. Und die anderen europäischen Länder innerhalb der Währungsunion? Ich bin überzeugt, die kennen ihre Verschuldung gar nicht oder verschleiern sie durch mehr oder weniger geschickte bezahlte Gutachten wie das von Bertelsmann gekaufte, durch das diese Regierung dem Volk mal wieder weismachen will, welchen ungeheuren Reichtum wir durch Zuwanderung gewinnen. Und Draghi tut jetzt mit seiner seltsamen Geldvermehrung alles, um die Schulden der europäischen Länder in ungeahnte Höhen zu treiben. Der Crash ist doch schon mit der Geburt dieser kranken Währung seit Anfang des 21. Jhd. vorbereitet und lässt sich sowieso nicht mehr aufhalten.

  • Sehr verehrte Frau Bollmohr,
    Marktwrtschaft exitiert nur, wenn auch gleichberechtigte Partner gegenüberstehen.
    Also den gleichen Wissenstand haben über das Produkt und der anderen Komponeten/Variablen, wie Aufwand der bei der Produktion endstand sowie das einkalkulierte Risiko, was der Verkäufer eingegangen ist, um sein Produkt auch anbieten zu können.
    Das wird aber ncht in der Volkswrtschaftslehre und nicht einmal in der Betriebswirtschaftslehre vollzogen.
    Es sind immer nur aus nicht empirischen Untersuchungen hevorgezauberte Varianten, die mit der Realwirtschaft nicht mehr zu Tun haben,hervorgebracht.
    Da reichen auch keine Kommentare von der BB
    Da liegt die Krux bei der Wissenschaft. Die Wissenschaft, also der überwiegende Teil (99,9999 %,hat mit ihren wissenschaftlichen Prognosen danebn gelegen,weil die Banken einen "Grauen Kapitalmarkt" geschaffen hat. Nicht nur die Fälle K&S in Frankfurt/Main oder Indus in Drsden, oder Prokon nein die potentelle Gefahr geht von der Politik und den Banken aus. Die Politik wird on dn Banken erpresst und wir schauen zu, wie jeder der in einem Atomkraftwerk arbeitet oder in der Umgebung, was von Wissnschaftler nicht erkannt werden will. Das Thema ist sehr komplex und auch nicht mehr mit Rechenmodellen zu erfassen. Der Zug ist abgefahren. Das läuft jetzt so ab, wie eine unkontrollierte Kettenreaktion im Atomkrftwerk Tschernobyl ab. Da wird nur noch mit Schadensbegrenzung gearbeitet. Die umliegenden Ländereien sind über Millionen von Jahren verseucht.
    Das begreift ja nicht einmal die Wissenschaft. So sieht es auch in der Volkswirtschaft aus. Jeder Haushalt, der so wirtschaftet wird von den Banken liquidiert. Da hilft die staatliche Gewalt noch mit, nämlich de Polizei und der Gerichtsvollzieher.Das klingt grotesk, ist aber Realität. Da kommt nur noch StGB §§ 258a i.v.m.§ 13 n Betracht und das Grundgesetz Art. 20 Abs. 4 Hier kann politisch angesetzt werden und damit den politischen und wissenschaftlichen Proporz den Rücken zu zeigen

  • Ungezuegeltes Gelddrucken und Inflation ist immer der letzte Ausweg einer ausser Kontrolle geratenen Staatsueberschuldung. Die Hoffnung, man koenne sich mittels einer kontrollierten Inflation seiner Staatsschulden entledigen wird sehr wahrscheinlich enttaeuscht werden. Hyperinflation, wirtschaftlicher Zusammenbruch und staatlich kontrollierte Notwirtschaft sind, was wir erwarten muessen. Den Luxus von Demokratie und buergerlichen Freiheiten werden wir vergessen muessen.

    Ich bin aber Optimist. Ich hoffe in der Kolchose beim Kartoffelhacken neue Freunde zu finden.

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