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Crowdfunding für Sawade Wenn es statt Zinsen Schokolade gibt

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Kartoffeln statt Zinsen
Per Fingerwisch zum Finanzprofi
Acorns
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Selten steht bei Preisen im Supermarkt und Shopping-Center eine Null hinter dem Komma. Doch wohin mit den krummen Restbeträgen? Eine Idee dafür hatten die Macher der Finanz-App Acorns. Mit ihrer Hilfe können die Nutzer Kreditkarten-Einkäufe aufrunden und das Restgeld in ein diversifiziertes Portfolio investieren. So können sie quasi „im Vorbeigehen” Geld sparen. Im Moment gibt es die App jedoch nur in den USA.

Quelle: coderfactory.co

(Foto: Pressefoto)
Simply Wall St
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Wer sich für Aktien interessiert, bekommt mit Hilfe von Simply Wall St schnell den Durchblick. Die australische App übersetzt komplizierte Finanzmarkt-Informationen in simple Grafiken. So können sich auch Laien über das Geschehen auf den Märkten informieren. Kauftipps gibt es auch, und zwar passend zum Rendite-Risiko-Profil des Nutzers.

(Foto: Screenshot)
Scaffold
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An etwas erfahrene Anleger richtet sich Scaffold. Es erlaubt eine etwas vereinfachte Finanz-Recherche und bietet - ähnlich wie Simply Wall St - seinen Kunden zahlreiche Grafiken. Erfunden wurde der Dienst von den Value-Investoren Roger Montgomery und Russell Muldoon.

(Foto: Screenshot)
Stocktwits
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Über 300.000 Investoren nutzen inzwischen Stocktwits. Es ist ein soziales Netzwerk für die Börsen. Auf ihren Bildschirmen können die Anleger Tweets von anderen Investoren zu bestimmten Firmen und Anlageentscheidungen verfolgen und sich die Stimmung der Marktteilnehmer zunutze machen.

(Foto: Screenshot)
Nimble
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Noch eine australische Erfindung: Nimble. Die Firma leiht ihren Kunden kleinere Geldsummen. Sich bewerben können die Nutzer per App. Wer als Schuldner infrage kommt, entscheiden Computer-Algorithmen. So können die Kreditnehmer das komplexe Prüfungsverfahren von großer Banken umgehen.

(Foto: Pressefoto)
Xero
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Aus Neuseeland kommt die Rettung für alle, die Buchhaltung machen müssen, die aber nicht können. Die App Xero erlaubt es auch Laien, Soll und Haben im Auge zu behalten - und macht damit Mainstream-Software-Anbietern Konkurrenz. An der neuseeländischen Börse ist das Unternehmen inzwischen rund zwei Milliarden Dollar wert.

(Foto: Pressefoto)
iBillionaire
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Was macht eigentlich das Portfolio von Warren Buffett? Oder das von Carl Icahn? Wer sich das fragt und sich von den Großinvestoren auch etwas fürs eigene Portfolio abgucken möchte, ist bei iBillionaire richtig. Die App macht es einfach, die Entscheidungen der Elite-Anleger zu verfolgen.

(Foto: Pressefoto)

Aber gerade im Anlagesegment Nahrungsmittel sind Naturaldividenden ein alter Hut: „Gute Lebensmittel direkt vom Erzeuger“ verspricht Erzeugerwelt.de. Das Prinzip: Verbraucher zahlen etwa an einen Kartoffelbauern und finanzieren damit im Voraus, dass er das Feld bestellt. Statt Zinsen gibt es hinterher so viele Kartoffeln, wie es dem Finanzierungsanteil entspricht.

In der Hochzeit geschlossener Fonds lockten die Initiatoren auch gerne mit zusätzlichen Vergünstigungen zu den Ausschüttungen auf das Kommanditkapital. Manchmal durften Schiffsfondsanleger zu günstigen Konditionen in den Gästekojen großer Container-Pötte mitreisen. Für einige Tausend Schiffsfonds-Zeichner hat sich das erledigt, weil ihre Fonds pleite sind und die Schiffe inzwischen griechischen Reedern gehören.

Hotel-Fonds-Anbieter Fundus versprach Ende der 1990er-Jahre in einem ersten Prospekt, mit dem Geld für das Grand Hotel Heiligendamm eingeworben wurde, 5,8 Prozent „Anlegernutzen“. Der bestand aus einer anfänglichen Ausschüttung von zwei Prozent, die bis 2018 auf drei Prozent steigen sollte, und Rabatten von 60 Prozent in der Neben- und 30 Prozent in der Hauptsaison auf die Übernachtungspreise sowie 30 Nachlass auf die Mitgliedschaft in einem exklusiven Sportclub.

Die Konditionen wurden später in Richtung mehr Geld statt Rabatt gedreht. Geholfen hat es nichts. Der Hotel-Fonds wurde insolvent und die Luxus-Herberge Heiligendamm vor zwei Jahren an den Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Paul Morzynski verkauft – im Nebenberuf Schokoladenfabrikant.

Auch für Seniorenresidenzen machten Fonds-Anleger Geld locker. Eines der Lockmittel der Anbieter: Zusätzlich zu den Ausschüttungen erhielten sie das Versprechen, bei Bedarf bei der Vergabe der Plätze bevorzugt behandelt zu werden. Sich darauf zu verlassen, wäre fatal gewesen, denn nicht alle Fonds überlebten.

Manchmal müssen sich die Anleger auch einfach eine Naturaldividende holen, weil sie keine andere bekommen. So wie die Aktionäre Dortmunder Brauereien, die Anfang der 1990er-Jahre regelmäßig zur Hauptversammlung kamen, um sich hinterher ihr „Deputat“-Bier mitzunehmen und die Demo-Stände der Gesellschaft mit den neu kreierten Biersorten plünderten. Auf diese Weise holten sie sich auch noch Bonus-Dividenden, ganz ohne Hauptversammlungsbeschluss.

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