Crowdinvesting Wenn die Crowd für Immobilien schwärmt

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Geringes Risiko?
Wo der Fiskus beim Hauskauf zuschlägt
Brandenburg
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Das Bundesland Brandenburg plant eine Erhöhung der Grunderwerbssteuer. Ein Gesetzesentwurf sieht eine Erhöhung der Steuer von 5 auf 6,5 Prozent vor. Die Erhöhung der Grunderwerbssteuer soll am 1. Juli in Kraft treten. Immobilienkäufer, die sich sputen, können bei einem Abschluss vor dem 1. Juli damit bares Geld sparen. Mit der geplanten Steuererhöhung würden die Kaufnebenkosten zu den höchsten der Bundesrepublik zählen, wie eine Übersicht von Interhyp zeigt.

Notargebühren: 2 Prozent
Maximale Maklerprovision (Käuferanteil): 7,14 Prozent
Grunderwerbssteuer: 6,5 Prozent (voraussichtlich ab 1. Juli)
Kaufnebenkosten (Summe): 15,64 Prozent

Quelle: Interhyp

Berlin
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Berlin gehört, was die Kaufnebenkosten betrifft, zu den teuren Pflastern. Die Höhe der Grunderwerbssteuer kann jedes Bundesland selbst festlegen, weshalb die Höhe bundesweit variiert. Der Höchstsatz liegt bei 6,5 Prozent.

Notargebühren: 2 Prozent
Maximale Maklerprovision (Käuferanteil): 7,14 Prozent
Grunderwerbssteuer: 6 Prozent
Kaufnebenkosten (Summe): 15,14 Prozent

Schleswig-Holstein
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Schleswig-Holstein mit seinen Badestränden gehört zum oberen Preissegment bei den Kaufnebenkosten. Laut Interhyp betrug der durchschnittliche Kaufpreis einer Immobilie in Deutschland 300.000 Euro. Ein Prozentpunkt mehr oder weniger, kann hier deshalb viel ausmachen.

Notargebühren: 2 Prozent
Maximale Maklerprovision (Käuferanteil): 3,57 Prozent
Grunderwerbssteuer: 6,5 Prozent
Kaufnebenkosten (Summe): 12,07 Prozent

Mecklenburg-Vorpommern
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Ein Hauskauf in Mecklenburg-Vorpommern kostet einen Immobilienkäufer im Schnitt 12,95 Prozent mehr. Innerhalb der vergangenen Jahr haben mehrere Bundesländer immer wieder ihre Grunderwerbssteuer angehoben. Mecklenburg-Vorpommern hat noch Luft nach oben.

Notargebühren: 2 Prozent
Maximale Maklerprovision (Käuferanteil): 5,95 Prozent
Grunderwerbssteuer: 5 Prozent
Kaufnebenkosten (Summe): 12,95 Prozent

Niedersachsen
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In Niedersachsen variieren die Höchstbeträge für eine Maklerprovision bei einem Häuserkauf. Dementsprechend varrieren auch die Kaufnebenkosten.

Notargebühren: 2 Prozent
Maximale Maklerprovision (Käuferanteil): 3,57 - 5,95 Prozent
Grunderwerbssteuer: 5 Prozent
Kaufnebenkosten (Summe): 10,57 - 12,95 Prozent

Bremen
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Die freie Hansestadt Bremen hat sich gewandelt und ist von einer Industriestadt zu einem Technologiestandort geworden. Ein Hauskauf ist hier ungefähr so teuer wie in den benachbarten Bundesländern.

Notargebühren: 2 Prozent
Maximale Maklerprovision (Käuferanteil): 5,95 Prozent
Grunderwerbssteuer: 5 Prozent
Kaufnebenkosten (Summe): 12,95 Prozent

Sachsen-Anhalt
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Bundesländer haben immer wieder die Grunderwerbssteuer erhöht und sich immer weiter von der 3,5 Prozent-Marke (wie etwa in Bayern) entfernt. So auch das Bundesland Sachsen-Anhalt. Den Höchstsatz zahlen hier Käufer allerdings nicht.

Notargebühren: 2 Prozent
Maximale Maklerprovision (Käuferanteil): 5,95 Prozent
Grunderwerbssteuer: 5 Prozent
Kaufnebenkosten (Summe): 12,95 Prozent

Die Macher von Fundernation werben mit ihrer langjährigen Erfahrung aus dem Venture-Capital-Business. Auf der Plattform, auf der die Crowd in partiarische Nachrangdarlehen investieren kann, werden Immobilienprojekte dem niedrigsten von drei Risikoprofilen zugeordnet. „Mit Immobilienprojekten decken wir die Kategorie ‚low and solid‘ ab, also geringes Risiko bei halbjährlichen Zinseinnahmen von vier bis acht Prozent pro Jahr“, sagt Geschäftsführerin Ulrike Fricke. Aktuelles Projekt ist die Villa Alpenblick in Schliersee.

Noch läuft die Fundingphase, der Mindestbetrag von 50.000 Euro wurde jedoch schon überschritten. Für das erste Immobilienprojekt, die SpreeSide Residenz in Berlin, sammelte die Plattform 3,2 Millionen Euro ein – davon kamen jedoch allein 950.000 Euro von der Bausparkasse Mainz.

Die Plattform Exporo hält den Kapitalanteil der Crowd ebenfalls gering. „In der Regel wird der Anteil, der nicht von der Bank finanziert wird, zu 50 Prozent vom Bauträger gebracht und zu 50 Prozent von der Crowd“, sagt Simon Brunke, einer der Gründer. Außerdem gebe es im Exporo-Netzwerk diverse Großanleger, die zu gleichen Konditionen wie die Crowd investieren würden, falls der Schwarm nicht ausreichend Geld zur Verfügung stelle. Acht Projekte hat die Plattform bereits aufgesetzt und damit rund 8,7 Millionen Euro über Nachrangdarlehen eingesammelt. „Die ersten beiden Projekte wurden schon mit Anlagebetrag und Zins an die Crowd zurückbezahlt“, berichtet Brunke. Das neueste Projekt ist ein Appartementhaus mit Ferienhäusern an der Ostsee.

Erst seit kurzem am Start ist Home Rocket. Gründer Wolfgang Deutschmann hat den Anspruch, „laufend die besten Immobilienprojekte erfahrener Branchenprofis zugänglich zu machen“. Die Projekte kommen aber zunächst nur von der Grazer C&P Immobilien, die mit 30 Prozent an Home Rocket beteiligt ist. Unter den aktuellen Crowdfunding-Angeboten für Immobilien bietet die Plattform mit dem C&P-Projekt Graz die höchste Mindestverzinsung: acht Prozent. Hier beteiligen sich die Crowdanleger allerdings auch schon am ersten Bauabschnitt im Volumen von 17,6 Millionen Euro.

Insgesamt soll das Vorhaben 170 Millionen Euro kosten. Eigenkapital und Eigenkapitalersatz seien zwar generell teurer als Bankfinanzierungen, sagt C&P-Chef Markus Ritter. Weil aber Banken Projekte nicht vollständig finanzierten, zahle es sich „trotz guter Zinsen aus, mit der Crowd zu arbeiten“.

Anders als etwa Kapitalfreunde verzichtet beispielsweise Home Rocket auf die Eintragung des Nachrangdarlehens ins Grundbuch. Auch Zinsland-Anleger müssen ohne Grundbuchabsicherung auskommen. Die Gesellschaft will stattdessen aber bei kommenden Projekten das Risiko durch persönliche Bürgschaften des Entwicklers abfedern.

„Der Markt muss sich erst konsolidieren“
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