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DAB Contest Comeback der Energieaktien?

Die Energiewende hat RWE und Eon in den vergangenen Jahren dramatisch schrumpfen lassen. Mutige Vermögensverwalter spekulieren auf das Ende der Talsohle – und haben damit in diesem Jahr bislang Recht behalten.
  • Von André Schmidt-Carré
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Ein Fischteich ist vor der Kulisse der Kühltürme eines Braunkohlekraftwerkes zu sehen: Die Aktien von RWE und Eon sind möglicherweise Turn-Around-Kandidaten. Quelle: dpa
Kraftwerk

Ein Fischteich ist vor der Kulisse der Kühltürme eines Braunkohlekraftwerkes zu sehen: Die Aktien von RWE und Eon sind möglicherweise Turn-Around-Kandidaten.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die RWE-Aktie hat Anlegern in diesem Jahr viel Freude bereitet. Seit Jahresbeginn hat das Papier mehr als 30 Prozent an Wert zugelegt. Nicht schlecht für einen Titel, der in den vergangenen Jahren vor allem im dramatischen Sinkflug unterwegs war. Von historischen Höchstständen ist das ehemalige Dax-Schwergewicht zwar nach wie vor Lichtjahre entfernt, aber für den Moment läuft es wieder runder bei den Essenern.

Schwierige Jahre mit Milliardenabschreibungen liegen hinter dem Konzern, das Unternehmen hat Kosten gesenkt, hinzu kommt die Aussicht auf einen Klageerfolg bei der Brennelemente-Steuer, eventuelle Entschädigungen in Milliardenhöhe sowie die Einigung mit dem Bund im Atomstreit. Michael Dutz von der Chemnitzer Vermögensverwaltung Adlatus nennt weitere Gründe für die gute Kursentwicklung: „Dazu zählt neben der allgemein guten Lage am deutschen Aktienmarkt die Erwartung steigender Strompreise“, sagt Dutz, der am jährlichen Depot-Contest des Online-Broker DAB BNP Paribas teilnimmt. Das Handelsblatt berichtet als Medienpartner über den Wettbewerb.

Dutz hält die RWE-Aktie seit Jahresbeginn in seinem Musterdepot. „Kurstreiber waren außerdem die Erwartung künftiger Dividendenanhebungen und die Meldung, dass die Stadt Dortmund erwägt, Aktien zuzukaufen.“ Die Kommunen zählen zu den größten Anteilseignern des Unternehmens. In den vergangenen Jahren hatte RWE wegen der Kürzung von Dividenden von ihnen viel Kritik einstecken müssen.

Alles in allem sprach RWE-Finanzchef Markus Krebber bei der Quartalsbilanz am Montag dieser in Essen dennoch von einem guten Start ins Jahr. Die Aktie legte um mehr als drei Prozent zu.

So beliebt sind Luxusgüter bei Investoren
Platz 10: Kunst
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Kunst ist kaum gefragt. Die Kapitalanlage sinkt laut Knight Frank Luxury Investment Index um 14 Prozent im Vergleich zum vergangenen Jahr. Im Langzeitvergleich über zehn Jahre liegen Kunstwerke mit einem Plus von 139 Prozent noch im soliden Mittelfeld bei den alternativen Geldanlagen. Für die Gewichtung des Indizes werden jeweils Experten oder Branchendienste befragt. Erstellt wird er jährlich von dem Londoner Luxusimmobilienmakler Knight Frank. Der Renditeindex für Luxusgüter wird für die vergangenen zwölf Monate und im Langzeitvergleich über zehn Jahre ausgewertet.

(Foto: dpa)
Platz 9: Chinesische Keramik
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Die Verkaufserlöse für chinesisches Keramik gingen ebenfalls um 14 Prozent zurück. Das wertvolle Geschirr unterliegt wie andere Sektoren den aktuellen Modetrends und dem Geschmack der Sammler.

(Foto: dpa)
Platz 8: Möbel
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Auch schicke Luxusmöbel werden nicht mehr so stark nachgefragt, wie noch im vergangenen Jahr. Die Erlöse gingen um fünf Prozent zurück. Das ist kaum überraschend, denn es bestätigt den Negativ-Trend der vergangenen zehn Jahre: um 31 Prozent fiel der Wert seit den Erhebungen des KFLII.

Platz 7: Diamanten
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Der Oppenheimer Blue ist das teuerste Juwel, das je bei einer Auktion verkauft wurde: Für 57,6 Millionen Dollar ging der Diamant nach einer zwanzig minütigen Versteigerung an seinen neuen Besitzer. Die Verkaufspreise für Diamanten stiegen dennoch nur wenig an – um 0,4 Prozent.

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Platz 6: Briefmarken
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Briefmarken – ein Luxusgut, dass wohl nie aus der Mode kommen wird. Die Verkaufspreise stiegen in den letzten zwölf Monaten um ein Prozent. Rückblickend ist das eine Erlössteigerung von 133 Prozent in den vergangenen zehn Jahren.

(Foto: dpa)
Platz 5: Schmuck
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Luxuriöser Schmuck ist weiterhin beliebt: Der Preis stieg um 3 Prozent im vergangenen Jahr. Eine Überraschung war der Verkauf eines 14,13 Karat schweren Rings für 1,4 Million Pfund im Dezember, ursprünglich wurde der Wert auf 800.000 britischen Pfund geschätzt.

(Foto: dpa)
Platz 4: Uhren
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Eine seltene Armbanduhr des Herstellers Patek Philippe brach den Rekord im vergangenen Jahr, sie ging für 11 Millionen unter den Hammer. Mit vier Prozent stieg der Preis für die Luxus Kapitalanlage.

(Foto: AFP)

Die Energiewende in Deutschland hat allen großen Stromkonzernen in den vergangenen Jahren zu schaffen gemacht, der Niedergang der RWE-Aktie von fast 100 Euro vor der Finanzkrise auf zwischenzeitlich unter zehn Euro im Jahr 2015 veranschaulicht die Zeitenwende. Nun setzen Anleger darauf, dass die Talfahrt nicht ewig dauern kann. Mittlerweile notiert die Aktie nach einigen starken Monaten immerhin wieder bei 15 Euro. Neben

Branchenführer RWE haben die Vermögensverwalter auch den Rivalen Eon ins Visier genommen, die grundlegenden äußeren Rahmenbedingungen sind bei beiden Unternehmen ähnlich. Beide versuchen einen Neuanfang, zudem entfachen die stark gesunkenen Börsenwerte beider Firmen immer wieder Übernahmephantasien. „Beide Werte sind Turnaround- Kandidaten im Dax mit Kurspotential von 50 Prozent“, sagt Dutz, der auch Eon-Aktien im Musterdepot hielt. Von Eon hat sich der Vermögensverwalter allerdings aus taktischen Gründen wieder getrennt. Im Umfeld der Wahlen in Frankreich wollte er die Liquidität im Depot erhöhen, so blieb nur RWE als aussichtsreicherer der beiden Titel im Depot.

Finance Briefing
Kein Risiko mehr bei Atomkraftwerken
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