Dax, Euro Stoxx 50 und Dow Jones Von wegen 1929...

Rund um den Globus stürzen die Aktienmärkte massiv ab. Das weckt böse Erinnerungen an 2008 oder sogar 1929. Aber kommt es wirklich so schlimm? Ein Kommentar von Jessica Schwarzer, Chefkorrespondentin Börse.
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Als die Börse 1929 abstürzte, brach auch auf den Straßen Panik aus. Quelle: IMAGO
Wall Street 1929

Als die Börse 1929 abstürzte, brach auch auf den Straßen Panik aus.

(Foto: IMAGO)

Was für ein Börsentag! Der Dax rauschte zum Börsenstart deutlich unter die Marke von 10.000 Punkten und beschleunigte seine Rutschpartie noch, als die New Yorker Wall Street den Handel aufnahm. Die Bilanz eines ziemlich schwarzen Börsentages sieht so aus: Dax minus 4,7 Prozent, Euro Stoxx 50 minus 5,5 Prozent, Dow Jones minus 2,3 Prozent und so weiter und so fort. Zwischenzeitlich waren die Verluste sogar noch viel höher. Bis auf 9.338 Punkte war der Dax abgeschmiert.

Für Anleger ist das ein ganz schwieriger Tag. Zugegeben, ich habe nicht damit gerechnet, dass es nach den Kursverlusten der vergangenen Tage noch einmal so stark abwärts gehen würde. Trotzdem bin ich weiterhin überzeugt, dass wir hier eine zwar extrem heftige Korrektur erleben, aber nicht das Ende des Bullenmarktes. Und schon gar keinen Crash wie 2008/2009 oder gar im Jahr 1929.

Die Kurse waren einfach zu heiß gelaufen. Damit steigt natürlich immer auch die Nervosität. Wie lange kann das noch gut gehen? Auch ich stelle mir solche Fragen natürlich immer wieder. Meine Antwort: Die Korrektur war überfällig. Je länger sie ausblieb, umso brutaler fällt sie nun aus.

Was wir heute erlebt haben, sind fast schon panikartige Verkäufe. Es gibt Börsenphasen, in denen verlieren selbst die Hartgesottensten unter uns die Nerven. Wenn an den Märkten Panik ausbricht, ist es schwierig, der eigenen langfristigen Strategie treu zu bleiben. Doch genau das sollten Sie tun. Zu Tiefstkursen zu verkaufen, der Herde hinterherzurennen, ist die falsche Strategie. Bewahren Sie Ruhe, schlafen Sie über Ihre Anlageentscheidungen.

Lassen Sie sich nicht von Ihren Emotionen leiten. Wer hochemotional handelt, macht an der Börse Fehler. Und die kosten zwangsläufig Geld. Panik ist so eine Emotion. Und panikartige Verkaufswellen sind nur leider gar nicht so selten. Wenn Sie bereits seit Ende der 1990er-Jahre an der Börse aktiv sind, haben Sie drei massive Crashs und diverse extreme Kursausschläge samt schneller Gegenbewegung miterlebt.

Natürlich fällt die Vorstellung schwer, dass es vielleicht schon in wenigen Tagen wieder aufwärts geht, wenn es heute gerade so kräftig kracht. Auch ich bekomme dabei ein mulmiges Gefühl. Die Situation erinnert mich stark an den Herbst vergangenen Jahres. Damals gab der Dax ebenfalls um fast 20 Prozent nach. Damals war der Auslöser Russland, heute ist es China. Damals setzen die Kurse übrigens nach der kurzen und heftigen Korrektur zu einer wahren Rally an. Und stiegen bis auf gut 12.400 Punkte im April.

Noch ist es zu früh für Kopfschmerztabletten
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11 Kommentare zu "Dax, Euro Stoxx 50 und Dow Jones : Von wegen 1929..."

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  • Hm... wenn ich mir die Analysen auf Faznet durchlese, oder die aktuelle Nachrichten über D. Williamson, ein Mitglied der Federal Reserve von St. Louis, oder dann auch die Überschriften der als Premium gekennzeichneten Artikel auf handelsblatt.com, dann werde ich das Gefühl nicht los, dass das kostenlose Angebot hier auch deutlich inhaltlich schwächer ist.

    Kostenlos wird also nur Markttechnik behandelt ;-)

  • Was heute passiert ist ein Vorbote für das nächstes Jahr.
    Ab 1.Januar hat kaum ein Mittelständler neue Aufträge, es gibt ein Massensterben von Betrieben in Deutschland!
    Beides gekreuzt ergibt 1929.
    Danke Frau Merkel!

  • es kommt immer anders als man denkt, die Erfahrungswerte in Bezug auf die Ergebnisse der währungspolitische Amokläufe der Zentralbanken under der exorbitanten Verschuldungsquoten sind zudem äußerst begrenzt.

  • Das Ganze ist die Folge eines verfehlten Wachstumsraten mit katastrophalen existentiellen Konsequenzen für unser Leben und unsererseits ...

  • Sie meinen: Der DDR ist es endlich gelungen aus Sch..e Butter herzustellen, am Geschmack arbeiten wir noch.

  • >> Lassen Sie sich nicht von Ihren Emotionen leiten. Wer hochemotional handelt, macht an der Börse Fehler. >>

    Am Roulettetisch kann man nichts richtig machen ! Da muss man nur " GLÜCK" haben. Die Bank gewinnt immer !

  • Starkes Tool ! Danke.

  • Eines müssen wir uns immer wieder verinnerlichen. Unter einer kommunistischen Partei gibt es keine negativen Wirtschaftsnachrichten. Wir erinnern uns an die geschönten Wirtschaftsdaten der ehemaligen, bereits bankrotten DDR u.a.. Für Wirtschaftsjournalisten und Analytiker bedeutet dies, die positiven Nachrichten aus China richtig zu interpretieren. So können wir getrost von den aus offiziellen Kreisen in China zuletzt genannten Zuwachsraten 6% abziehen. Mit anderen Worten, China steht kurz vor einer schweren Rezession. Nach einem angeblich 25jährigen ununterbrochenen Wachstum der chinesischen Wirtschaft ist das ein seit langem erforderlicher reinigender Vorgang, der allerdings die chinesischen Anleger und letztendlich auch uns schwer treffen wird . Jetzt heißt es, eiserne Nerven zu behalten.

  • Oh, fast wieder 10000 Punkte, die armen Puten sind tot.

  • Einfach nicht der Hammelherde hinterlaufen. Es gibt immer noch viele Werte die ein KGV von unter 5 haben und Dividende zahlen. Nicht alle chinesichen Werte sind überbewertet. Es wird sich hier die Spreu vom Weizen trennen.

    Da ist ein Screener mit dem man Aktien suchen kann die unterhalb eines bestimmten KGV's (P/E) notieren und z.B eine bestimmte Dividende zahlen. Man kann nach allem sortieren:
    http://finviz.com/screener.ashx?v=111&f=fa_div_o3,geo_china&o=ticker

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