Dax, MDax und TecDax Von welchen Erfolgsstorys Sie profitieren können

2015 kletterte der Dax auf Rekordniveau. Auch der MDax und TecDax legten Spitzenwerte hin. Welche Unternehmen zu den Gewinnern und den Verlierern der Börse gehören – und was Anleger 2016 beachten sollten.
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Der Dax-Konzern Bayer ist mit 96 Milliarden Euro das wertvollste Unternehmen Deutschlands. Quelle: dpa
Bayer

Der Dax-Konzern Bayer ist mit 96 Milliarden Euro das wertvollste Unternehmen Deutschlands.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDeutschlands Börsenliga Nummer eins, der Dax, stieg am 10. April 2015 bis auf 12.374,73 Punkte. Nie stand der Dax höher. Damit kosteten Deutschlands 30 größten börsennotierten Unternehmen 1,33 Billionen Euro. Nie waren sie so wertvoll.

Derzeit sind es immerhin noch 1,16 Billionen Euro. Am teuersten ist Bayer mit 96 Milliarden Euro. Am billigsten der Düngemittelhersteller K+S mit 4,4 Milliarden Euro. Insgesamt legte der Dax in diesem Jahr gut zehn Prozent zu – und stieg damit das vierte Jahr in Folge.

Zehn Prozent – das ist deutlich mehr, als sich mit anderen Anlagen erzielen lässt. Deutsche Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren bringen gerade einmal 0,56 Prozent Zinsen pro Jahr. Wer auf das Sparbuch oder den Geldmarkt setzt, muss sich mit noch geringeren Renditen zufrieden geben.

Aber es geht noch besser als mit dem Dax. Die Technologiewerte im TecDax schafften knapp über 30 Prozent im abgelaufenen Jahr. Der MDax, Deutschlands zweite Börsenliga, in dem 50 mittelgroße Unternehmen notieren, stieg in diesem Jahr um gut 23 Prozent – also mehr als doppelt so viel wie der Dax.

Überhaupt ist der MDax auch langfristig erfolgreicher: Auf Sicht von fünf Jahren erreichte der Dax 50 Prozent, der MDax aber 100 Prozent. Seit 1988, als der Dax mit 1000 Punkten startete, schaffte er knapp 1000 Prozent, der MDax aber 2000 Prozent.

Ein Grund für die bessere Performance der zweiten Reihe: Unternehmen, deren Aktien jahrelang besonders gut laufen, steigen auf Grund der immer höheren Marktkapitalisierung irgendwann in den Dax auf. So geschehen mit erfolgreichen Konzernen wie Continental. Doch einen Großteil der guten Performance haben die Unternehmen dann meistens bereits im MDax hingelegt. Wobei, der erwähnte Autozulieferer setzt auch im Dax seine Erfolgsstory bislang nahtlos fort: 27 Prozent Kursplus in einem Jahr und knapp 200 Prozent seit dem Dax-Aufstieg am 24. September 2012.

Das sind die Dividendenkönige im Dax

DEUTSCHE TELEKOM AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005557508
Börse
L&S

+0,07 +0,53%
+14,05€
Chart von DEUTSCHE TELEKOM AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Platz 10: Deutsche Telekom
1 von 10

Jahrelang zählte die T-Aktie zu den dividendenstärksten Werten. Diese Zeiten sind vorbei. Denn der Aktienkurs steigt nach langer Flaute wieder, allein in den vergangenen zwölf Monaten um 35 Prozent. Das lässt die Dividendenrendite fallen. Mit 3,1 Prozent liegt sie aber immer noch über dem Durchschnitt. Alle 30 Dax-Konzerne zusammen erbringen im Schnitt nur 2,7 Prozent.

BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN EO 1

WKN
ISIN
DE0005190003
Börse
L&S

-0,55 -0,67%
+83,21€
Chart von BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN EO 1
Platz 9: BMW
2 von 10

Weltweit starke Geschäfte bescheren dem Premiumhersteller einen Rekordgewinn nach dem nächsten. BMW „plagt“ ein Luxusproblem: Die Dividende steigt Jahr für Jahr rasant, der Aktienkurs ebenso. Deshalb stagniert die sich am Kurs orientierende Dividendenrendite. Sie liegt „nur“ bei 3,3 Prozent.

SIEMENS AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007236101
Börse
L&S

+0,48 +0,44%
+110,62€
Chart von SIEMENS AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Platz 8: Siemens
3 von 10

Ein Klassiker unter Dividendenjägern ist der Münchener Elektronikriese. In jedem Jahr taucht Siemens unter den Top-10 der höchsten Renditen im Dax auf. Auch Siemens kauft eigene Aktien zurück und muss deshalb weniger Geld für seine Dividenden ausgeben. 2016 dürfte die Ausschüttungsrendite 3,6 Prozent betragen.

BASF SE NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000BASF111
Börse
L&S

-0,23 -0,28%
+79,05€
Chart von BASF SE NAMENS-AKTIEN O.N.
Platz 7: BASF
4 von 10

Der weltweit größte Chemiehersteller überzeugt Jahr für Jahr mit hohen Dividenden und Renditen. Fast immer steigen die Ausschüttungen. Seltene Ausnahme war zuletzt die Wirtschaftskrise 2009, von der auch BASF nicht verschont blieb. Die Devise heißt: In guten Jahren gibt es mehr, in mäßigen oder schlechteren Jahren nur genauso viel. 2015 war bislang ein mäßiges Jahr, deshalb dürfte die Dividende 2016 bei 3,6 Prozent „nur“ stabil bleiben.

DAIMLER AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007100000
Börse
Xetra

+0,16 +0,29%
+56,02€
Chart von DAIMLER AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Platz 6: Daimler
5 von 10

Anders als der skandalgeplagte VW-Konzern dürfte der Stuttgarter Autobauer seine Dividende im nächsten Frühjahr kräftig erhöhen. Denn ungeachtet des sich abflauenden Wirtschaftswachstums in China legt Daimler in dem größten Schwellenland in atemberaubenden Tempo zu. Auch in den USA laufen die Geschäfte hervorragend. Das treibt die Gewinne, den Aktienkurs – und die Dividende. Laut Berechnungen des Handelsblatt könnte sie im kommenden Jahr auf 3,9 Prozent steigen.

MUENCHENER RUECKVERS.-GES. AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008430026
Börse
Xetra

+0,45 +0,24%
+185,15€
Chart von MUENCHENER RUECKVERS.-GES. AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.
Platz 5: Münchener Rück
6 von 10

Seit 1969 hat der Rückversicherer seine Dividende nicht mehr gesenkt. Erklärtes Ziel ist eine absolut verlässliche Dividendenpolitik. Die Münchener Rück kauft fleißig eigene Aktien zurück. Das versetzt den größten Rückversicherer der Welt die Lage, die Dividendenrendite im nächsten Frühjahr zu auf 4,3 Prozent zu erhöhen, ohne dass die Dividendenausschüttung steigt.

ALLIANZ SE VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008404005
Börse
Xetra

+0,56 +0,30%
+186,10€
Chart von ALLIANZ SE VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.
Platz 4: Allianz
7 von 10

Der Versicherer ist ein Garant für üppige Dividenden und Renditen. Gemessen an Dividendenverlässlichkeit, Dividenden-Steigerungen und Dividenden-Rendite zählt die Allianz nicht nur jetzt, sondern seit Jahren zu den attraktivsten Werten im Dax. 2016 wird die Dividendenrendite voraussichtlich 4,6 Prozent betragen.

Im Dax hingegen finden sich etliche Konzerne, die allein aufgrund ihrer Größe nur schwer absteigen können – auch wenn ihre Performance zu wünschen übrig lässt. Das lähmt den Dax. Beispiele dafür sind die beiden Versorger RWE und Eon oder die Finanzinstitute Deutsche Bank und Commerzbank.

Bei den Einzelwerten sind die Ausschläge naturgemäß größer als bei den Börsenindizes. Beste Aktie im Dax war im abgelaufenen Jahr Adidas mit einem Kursplus von über 55 Prozent. Der Sportartikelhersteller überraschte die Finanzmärkte gleich mehrfach mit starken Geschäftszahlen. Adidas erwirtschaftet über 90 Prozent seiner Umsätze im Ausland und profitiert außerordentlich von den Vorteilen der Globalisierung. Die Herzogenauracher lassen die meisten Turnschuhe in Fernost fertigen – und verkaufen sie für viel Geld in alle Welt.

Was ist das erfolgreichste Unternehmen der Welt?
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