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Dax-Sentiment Mutige Aktienkäufer sind bisher nicht mit steigenden Kursen belohnt worden

Deutsche Privatanleger sind derzeit zu einem großen Teil unentschlossen, wie eine Umfrage ergibt. Und die Profis habe ihre Kurse meist abgesichert.
24.08.2020 - 16:27 Uhr Kommentieren
Aktien: Keine steigenden Kurse für mutige Käufer Quelle: dpa
Dax-Tafel im Handelssaal der Börse Frankfurt

Privatanleger haben ihre Absicherungen, die sie von April bis Juli eingegangen sind, vollständig aufgelöst.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Hoffnung auf medizinischen Fortschritt im Kampf gegen Corona hat die Börsen aus ihrer Müdigkeit gerissen. Am Montag hat der Deutsche Aktienindex (Dax) spürbaren Auftrieb. Er bewegt sich oberhalb der Marke von 13.000 Punkten, um die er in den letzten Wochen gependelt ist.

Im Dax-Sentiment, einer wöchentlichen Umfrage unter mehr als 3300 Anlegern im Auftrag des Handelsblatts, ist allerdings noch eine abwartende Haltung zu erkennen. Das Stimmungsbarometer liegt mit minus 0,3 knapp im neutralen Bereich. „Das Pendeln um die Nulllinie nervt“, schreibt Stephan Heibel, der mit seiner Firma Animusx die Umfrage auswertet. Mutige Käufer sind bisher nicht mit steigenden Kursen belohnt worden. Und geduldige Investoren haben keine guten Kaufkurse gefunden.

Zu je einem Drittel erwarten die Anleger steigende oder sinkende Kurse über die nächsten drei Monate – oder können sich nicht entscheiden. Knapp zwei Drittel von ihnen wissen nicht, wie sie sich in den kommenden beiden Wochen verhalten werden.

Privatanleger haben ihre Absicherungen, die sie von April bis Juli eingegangen sind, vollständig aufgelöst. Das stellt Heibel mit Blick auf Daten der Derivatebörse Euwax in Stuttgart fest. Er kommentiert: „Sie sind neutral positioniert. Diese Käufer fehlen also für weiter steigende Kurse und fehlen auch, um im Falle einer Korrektur durch ihre Deckungskäufe frühzeitig für einen Boden zu sorgen.“

Dagegen haben sich die Profis über die Terminbörse Eurex sehr stark abgesichert. Das Verhältnis von Verkaufs- zu Kaufoptionen liegt bei 2,2 – gegenüber durchschnittlich 1,4. Das heißt: Wesentlich mehr wollen sich gegen fallende Kurse absichern, als von steigenden Kursen besonders zu profitieren.

Grafik

Umgekehrt ist die Stimmung in den USA. Dort sind die Investoren extrem optimistisch, wie Heibel aus Daten der Optionsbörse CBOE in Chicago schließt.

Allerdings gilt das nur für die Profis, die privaten Investoren sind weitaus vorsichtiger. Der sogenannte „Angst-und-Gier-Index“ zeigt fast schon extreme Gier an. Die US-Aktien erreichten zuletzt neue Rekorde. Allerdings seien die Indizes von den Schwergewichten Amazon, Alphabet, Apple, Facebook und Microsoft getrieben worden, die allesamt von Corona profitieren, merkt Heibel an.

Mehr: Dem Geduldigen gehört am Aktienmarkt die Zukunft

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