Dax-Umfrage „Anleger müssen sich an Verluste gewöhnen“

Die schwache Handelswoche hat bei vielen Anlegern für Ernüchterung gesorgt. Waren die vergangenen Tage der Startschuss oder eher das Ende für die Jahresendrally? Eine exklusive Umfrage liefert dazu eine klare Antwort.
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Gier und Panik? Wann Emotionen die Kurse bewegen

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DüsseldorfDie vergangene Börsenwoche wirkte auf optimistische Anleger ernüchternd. Der Dax fiel um 2,5 Prozent und beendete am Freitag den Handel bei 13.127 Punkten. „Selbst für die wilden Bullen unter den Anlegern ist das nicht außergewöhnlich, an solche Verschnaufpausen beziehungsweise Rücksetzer müssen die sich gewöhnen“, meint Börsenexperte Stephan Heibel. Für ihn war der Rücksetzer überfällig, Investoren haben einfach Gewinne mitgenommen. Er hatte in den vergangenen Wochen bereits vor einer höheren Volatilität an den Aktienmärkten gewarnt.

Der Inhaber des Analysehauses Animusx wertet die wöchentliche Handelsblatt-Umfrage Dax Sentiment aus, bei der mehr als 2.800 Anleger zu ihrer Ansicht über die aktuelle Börsenlage, einer Rückschau auf die vergangenen Woche sowie ihren Erwartungen und Kaufverhalten befragt werden. Daraus leitet Heibel eine Prognose für die kommenden Handelstage ab.

Das sind die reichsten Menschen der Welt
18. Platz: Francoise Bettencourt-Meyers
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Nachdem Liliane Bettencourt im September 2017 starb, erbte ihre Tochter das L’Oréal-Vermögen. 42,2 Milliarden Dollar machen Francoise Bettencourt-Meyers zur zweitreichsten Frau der Welt.

Die „Forbes“-Zahlen sind nur Schätzungen, die aber auf einem der weltweit aufwendigsten Schätzverfahren basieren und in der Branche als weitgehend zuverlässig gelten.

17. Platz: Ma Huateng
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Der 46-jährige Chinese entwickelte den in Asien populären Messenger „Tencent QQ”. Damit erreicht er nicht nur fast eine Milliarde Nutzer, sondern erwirtschaftete auch ein Privatvermögen von 45,3 Milliarden Dollar. Im März 2017 waren es noch 20 Milliarden US-Dollar weniger.

16. bis 14. Platz: Alice, Jim und Robson Walton
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Walmart, die größte Supermarktkette der Welt, macht auch die Erben reich: Jim Walton (links) bringt es 2018 auf 46,4 Milliarden Dollar und überholt im Vergleich zum Vorjahr seine beiden Geschwister Sam Walton (Platz 15: 46,2 Milliarden Dollar) und Alice Walton (Platz 16: 46 Milliarden Dollar).

13. Platz: Sergey Brin
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Google-Mitgründer Sergey Brin ist Präsident der Dachgesellschaft Alphabet und gilt als Kritiker der Einwanderungspolitik von US-Präsident Trump. Das Vermögen des gebürtigen Russen, der im Alter von fünf Jahren mit seinen Eltern in die USA auswanderte, beläuft sich auf satte 47,5 Milliarden Dollar. Ein Vielfaches mehr, als der derzeitige US-Präsident besitzt (3,1 Milliarden Dollar laut „Forbes“).

12. Platz: Larry Page
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Nachdem sie sich an der Stanford University kennen gelernt hatten, gründete Page gemeinsam mit Sergey Brin Google. Heute ist der 44-Jährige Vorstandschef der Google-Muttergesellschaft Alphabet und belegt mit einem Vermögen von 48,8 Milliarden Dollar (2017: 40,7 Milliarden Dollar) den zwölften Platz.

11. Platz: Michael Bloomberg
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Der Gründer des gleichnamigen Medienkonzerns und ehemalige Bürgermeister von New York konnte sein Vermögen im vergangenen Jahr auf nunmehr 50 Milliarden Dollar leicht steigern.

10. Platz: Larry Ellison
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Das Vermögen des Oracle-Gründers hat turbulente Zeiten hinter sich. Im Jahr 2000 belief es sich auf 58 Milliarden Dollar. Während der Dotcom-Krise ein Jahr später verlor er jedoch mehr als die Hälfte seines Kapitals. 2018 ist er wieder bei 58,5 Milliarden Dollar angekommen.

Hinter Umfragen zur Börsenstimmung wie dem Dax Sentiment stehen zwei Annahmen: Wenn die große Masse von Anlegern bereits investiert hat, bleiben wenige übrig, die noch zusätzlich kaufen und damit die Kurse in die Höhe treiben könnten. Umgekehrt gilt natürlich Entsprechendes: Wenn die Anleger mehrheitlich noch nicht investiert haben, können nur noch wenige verkaufen und damit die Kurse drücken.

Wenn Anleger investiert haben, werden sie sich optimistisch über den erwarteten weiteren Kursverlauf äußern, wenn sie nicht investiert haben, pessimistisch. Denn pessimistisch zu sein, was die zukünftige Börsenkursentwicklung betrifft, gleichzeitig aber investiert zu sein, macht wenig Sinn.

Beim Handelsblatt Dax Sentiment ist seit Ende August, dem Beginn der laufenden Rally, die Stimmung kontinuierlich gestiegen und die Erwartung auf noch weitere Kursgewinne in der Zukunft kontinuierlich zurückgegangen. Doch diese Lage hat sich gedreht. Die Stimmung ist auf neutralem Niveau, und der Zukunftsoptimismus kehrt zurück. „Ich werte dies als Zeichen, dass sehr viele Anleger nur auf solche kurzen Rücksetzer warten, um dann so schnell wie möglich einzusteigen“, lautet das Fazit des Sentimentexperten. „So betrachtet, dürfte der Rücksetzer zum Beginn dieser Woche enden“.

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1 Kommentar zu "Dax-Umfrage: „Anleger müssen sich an Verluste gewöhnen“"

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  • „Anleger müssen sich an Verluste gewöhnen“

    Das mussten sie doch schon immer (bis zu einem gewissen Grad, natürlich).

    Der langfristige Trend ist entscheidend.

    Und eine durchdachte Auswahl sowie eine gewisse "Streuung" der Anlagen.

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