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Dax-Umfrage Anleger sind in Partylaune

Die Börsenstimmung hat sich in der vergangenen Woche aufgehellt. Ist das ein Signal zum Verkauf oder zum Einstieg? Einer exklusiven Umfrage zufolge sollten Investoren für eine Antwort auf diese Frage ins Ausland schauen.
18.07.2016 - 15:47 Uhr
Händler stoßen im Handelssaal der Börse mit Sekt an. Auch bei den Anlegern hat das achtprozentige Plus beim Dax innerhalb weniger zu einer freudigen Stimmung geführt. Quelle: dpa
Börse Frankfurt/Main

Händler stoßen im Handelssaal der Börse mit Sekt an. Auch bei den Anlegern hat das achtprozentige Plus beim Dax innerhalb weniger zu einer freudigen Stimmung geführt.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Es war schon etwas britisches Unterstatement vom Börsenexperte Stephan Heibel am vergangenen Montag. Unter der Überschrift „Ein neuer Ausverkauf ist nicht in Sicht“ hielt er den Dax nach unten bei 9.400 Punkten als relativ gut abgesichert und einen Ausbruch über 9.800 Punkte für möglich. Die Realität sieht aber anders aus: Der deutsche Leitindex schoss mit einem Wochenplus von 4,5 Prozent weit über das Ziel hinaus und erklomm wieder die Marke von 10.000 Punkten.

Basis für die Prognosen ist das Handelsblatt-Dax-Sentiment, eine wöchentlichen Umfrage unter mehr als 2300 Anlegern. Die Erhebung wird von Heibel ausgewertet und interpretiert. In den vergangenen acht Tagen konnte die Frankfurter Benchmark mehr als acht Prozent zulegen. Die Frage, die sich viele Anleger stellen: Ist nun Zeit für eine Pause? Oder ist es vielleicht sogar bereits gefährlich und es droht eine Baisse?

Indizien für eine Antwort auf diese Fragen bieten die Ergebnisse der aktuellen Umfrage. Die Teilnehmer sind scharenweise in Partylaune: Mehr als jeder Dritte sieht den Dax nun in einem Aufwärtsimpuls – ein Plus von 24 Prozentpunkten gegenüber der Vorwoche. Weitere 14 Prozent (plus 13 Prozentpunkte ) betrachten den Impuls als Topbildung.

Hingegen sehen nur noch neun Prozent (minus 23 Prozentpunkte) die aktuelle Bewegung als übergeordnete Abwärtsbewegung, nur noch fünf Prozent (minus zehn Prozentpunkte) halten dies für eine Bodenbildung. Das größte Einzellager ist jedoch nach wie vor das Lager der Neutralen: 37 Prozent (minus vier Prozentpunkte) sehen den Dax in einer Seitwärtsbewegung.

Das wurde im ersten Halbjahr aus 100.000 Euro
Platz 20: Aktien Venezuela
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Die Börse in Caracas ist winzig, nur wenige Aktien sind dort notiert und die Umsätze liegen oft bei nur ein paar tausend Dollar pro Tag. Internationale institutionelle Investoren meiden venezolanische Aktien. Die Inflation im Land galoppiert, der Versorgungsmangel eklatant, die Währung Bolivar ist auf Talfahrt. Anleger, die im Januar 100.000 Euro in den IBC-Index investierten, haben so jetzt nur noch 54.320 Euro. Im Vorjahr hatten sich die Kurse noch mehr als vervierfacht.

 

Schlusstand 30.6.2016, Angaben ohne Transaktionskosten.

(Foto: Reuters)
Platz 19: Aktien China
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Die Wirtschaft in China macht Anlegern seit über einem Jahr Sorgen. Die Börse stürzte entsprechend weiter ab. Der Leitindex CSI 300, der die 300 größten Aktien Festlandschinas erfasst, brach um 15,6  Prozent ein. Da gleichzeitig der Yuan zum Euro leicht abwertete blieben Anlegern von 100.000 Euro nur 80.900 Euro übrig.

 

Schlusstand 30.6.2016,  Angaben ohne Transaktionskosten.

(Foto: Reuters)
Platz 18: Aktien Euro-Zone
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Der Jahresauftakt an Europas Börsen war schon ein Horror, dann kam noch das Debakel um den Brexit hinzu. Die Folge: Die Aktien in der Euro-Zone notieren tief im Minus. Wer Anfang des Jahres 100.000 Euro in den Leitindex Euro Stoxx 50 investierte, verfügt angesichts des Minus von 12,3 Prozent jetzt nur noch über 87.670 Euro. Am schlimmsten erwischte es dabei Anleger in Italien – der FTSE MIB 100 Index verlor fast ein Viertel seines Wertes.

 

Schlusstand 30.6.2016, Angaben ohne Transaktionskosten.

(Foto: AFP)
Platz 17: Britisches Pfund
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Investoren haben die britische Währung nach dem Brexit-Votum regelrecht heruntergeprügelt. Schon vorher litt es deutlich, am Tag nach der Bekanntgabe des Referendums stürzte es dann zum US-Dollar um bis zu knapp 14 Prozent und zum Euro um mehr als acht  Prozent ab. Zur US-Währung liegt das Pfund auf dem niedrigsten Stand seit über 30 Jahren. Zum Euro liegt das Pfund „nur“ auf dem niedrigsten Stand seit rund zwei Jahren. In diesem Jahr wurden aus 100.000 in Pfund angelegten Euro 88.620 Euro.

 

Schlusstand 30.6.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

(Foto: dpa)
Platz 16: Aktien Deutschland
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Auch Aktienanleger in Deutschland hat bislang kein schönes Jahr. Gleich zu Beginn des Jahres stürzte der Leitindex Dax ab. Danach erholte er sich zwar – machte die Verluste vom Jahresanfang aber nie ganz wett. Der Brexit-Schock setzte dem Dax dann erneut zu. Aus 100.000 im Dax investierten Euro sind innerhalb von sechs Monaten nur noch 90.110 Euro geworden.

 

Schlusstand 30.6.2016, Angaben ohne Transaktionskosten Angaben ohne Transaktionskosten

(Foto: AP)
Platz 15: Aktien Schweiz
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Auch die Aktien der Schweiz gingen auf Talfahrt. Der Franken legte dabei zum Euro nur ganz leicht zu. Im vergangenen Jahr hatte er kräftig aufgewertet, nachdem die Schweizerische Nationalbank den Euro-Mindestkurs für den Franken aufgegeben hatte. Von daher machten Anleger mit Franken in diesem Jahr keine Währungsgewinne. Von 100.000 Euro blieben 91.320 Euro übrig.

 

Schlusstand 30.6.2016, Angaben ohne Transaktionskosten Angaben ohne Transaktionskosten

(Foto: Reuters)
Platz 14: Aktien Großbritannien
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Das Brexit-Votum hat der britische Leitindex rasch verkraftet.  Der Leitindex „Footsie“ war zwar am 24. Juni heftig eingebrochen, holte die kurzfristigen Verluste dann aber wieder auf. Trotzdem sind Experten skeptisch, da wegen des Ausstiegs Großbritanniens aus der EU eine lange Phase der Ungewissheit droht. Dennoch notiert der Footsie auch auf Halbjahressicht 4,2 Prozent im Plus. Da der Euro jedoch zum Pfund kräftig zulegte, machten Euro-Anleger, die ihre Positionen nicht absicherten, einen Verlust von 8,01 Prozent und hatten bei einer Anlagesumme von 100.000 Euro so nur noch 91.990 Euro auf dem Konto.

 

Schlusstand 30.6.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

(Foto: Reuters)

„Vor dem Hintergrund der extrem guten Dax-Performance ist es verständlich, dass die Stimmung sprunghaft angestiegen ist. Isoliert betrachtet ist es noch kein Warnsignal“, meint Börsenexperte Heibel. Vereinfacht gesagt: Wenn die Anleger zu euphorisch sind, ist dies ein Indiz für bald fallende Kurse. Seiner Meinung nach müsse sich Euphorie erst über mehrere Wochen aufbauen, um einen auslaufenden Kaufrausch zu signalisieren. „Das haben wir noch nicht“.

Selbstzufriedenheit hält sich in Grenzen
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