Dax-Umfrage Bullen scharren mit den Hufen

Die Hoffnung auf eine schnelle Wiederaufnahme der Rally ist unter den Anlegern gestiegen, aber auch die Zahl der Pessimisten ist größer geworden. Was das für die Entwicklung am deutschen Aktienmarkt bedeutet.
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Gier und Panik? Wann Emotionen die Kurse bewegen

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DüsseldorfAuf den ersten Blick hat sich die Stimmung unter Anlegern wenig verändert: Der für viele Beobachter offensichtlich überraschende Rückschlag an der Börse hatte bereits vor neun Tagen begonnen, der entsprechende Stimmungseinbruch hat sich schon vor einer Woche im Ergebnis der Handelsblatt-Umfrage niedergeschlagen. „Im Vergleich zu der rasant abgekühlten Stimmung und den sprunghaft angestiegenen Zukunftserwartungen in der Vorwoche hat sich die Stimmung nach der zweiten Konsolidierungswoche nur gering verändert“, meint Börsenexperte Stephan Heibel. Insgesamt sei die Stimmung neutral, es gibt keinen Sentiment-Schiefstand mehr, der zu einem Ausschlag in die eine oder andere Richtung führen könnte.

Der Inhaber des Analysehauses Animusx wertet die wöchentliche Handelsblatt-Umfrage Dax-Sentiment aus, bei der mehr als 2.800 Anleger zu ihrer Ansicht über die aktuelle Börsenlage, einer Rückschau auf die vergangenen Woche sowie ihren Erwartungen und Kaufverhalten befragt werden. Daraus leitet Heibel eine Prognose für die kommenden Handelstage ab.

Das sind die reichsten Menschen der Welt
18. Platz: Francoise Bettencourt-Meyers
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Nachdem Liliane Bettencourt im September 2017 starb, erbte ihre Tochter das L’Oréal-Vermögen. 42,2 Milliarden Dollar machen Francoise Bettencourt-Meyers zur zweitreichsten Frau der Welt.

Die „Forbes“-Zahlen sind nur Schätzungen, die aber auf einem der weltweit aufwendigsten Schätzverfahren basieren und in der Branche als weitgehend zuverlässig gelten.

17. Platz: Ma Huateng
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Der 46-jährige Chinese entwickelte den in Asien populären Messenger „Tencent QQ”. Damit erreicht er nicht nur fast eine Milliarde Nutzer, sondern erwirtschaftete auch ein Privatvermögen von 45,3 Milliarden Dollar. Im März 2017 waren es noch 20 Milliarden US-Dollar weniger.

16. bis 14. Platz: Alice, Jim und Robson Walton
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Walmart, die größte Supermarktkette der Welt, macht auch die Erben reich: Jim Walton (links) bringt es 2018 auf 46,4 Milliarden Dollar und überholt im Vergleich zum Vorjahr seine beiden Geschwister Sam Walton (Platz 15: 46,2 Milliarden Dollar) und Alice Walton (Platz 16: 46 Milliarden Dollar).

13. Platz: Sergey Brin
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Google-Mitgründer Sergey Brin ist Präsident der Dachgesellschaft Alphabet und gilt als Kritiker der Einwanderungspolitik von US-Präsident Trump. Das Vermögen des gebürtigen Russen, der im Alter von fünf Jahren mit seinen Eltern in die USA auswanderte, beläuft sich auf satte 47,5 Milliarden Dollar. Ein Vielfaches mehr, als der derzeitige US-Präsident besitzt (3,1 Milliarden Dollar laut „Forbes“).

12. Platz: Larry Page
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Nachdem sie sich an der Stanford University kennen gelernt hatten, gründete Page gemeinsam mit Sergey Brin Google. Heute ist der 44-Jährige Vorstandschef der Google-Muttergesellschaft Alphabet und belegt mit einem Vermögen von 48,8 Milliarden Dollar (2017: 40,7 Milliarden Dollar) den zwölften Platz.

11. Platz: Michael Bloomberg
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Der Gründer des gleichnamigen Medienkonzerns und ehemalige Bürgermeister von New York konnte sein Vermögen im vergangenen Jahr auf nunmehr 50 Milliarden Dollar leicht steigern.

10. Platz: Larry Ellison
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Das Vermögen des Oracle-Gründers hat turbulente Zeiten hinter sich. Im Jahr 2000 belief es sich auf 58 Milliarden Dollar. Während der Dotcom-Krise ein Jahr später verlor er jedoch mehr als die Hälfte seines Kapitals. 2018 ist er wieder bei 58,5 Milliarden Dollar angekommen.

Auf den zweiten Blick hat sich aber einiges verändert. „Bären haben bereits ihre Positionen verkauft, die Bullen jedoch scharren bereits mit den Hufen“, meint der Sentimentexperte. Er begründet diese Aussage mit einer höheren Zahl an Pessimisten, die in drei Monaten fallende Kurse erwarten. Die dürften ihre Aktien bereits verkauft haben. Auf der anderen Seite steigt die Zahl derer, die kaufen wollen. Was bedeutet: Es gibt eine ganze Reihe von Anlegern, die nur auf eine Gelegenheit warten, Aktien einzusammeln.

Damit wird die auf den ersten Blick neutrale Sentiment-Lage in eine positive Richtung gedreht: Bei weiter fallenden Kursen dürfte schon frühzeitig gekauft werden. „Oder mit anderen Worten: Wir sind am Aktienmarkt dem Boden näher als dem Top“, meint der Börsenexperte.

Für ihn könnte die Korrektur der vergangenen Tage auch durch institutionelle Anleger verstärkt worden sein, die mit ihrer Jahresperformance zufrieden sind und einfach Gewinne gesichert haben. Denn so gering investiert wie derzeit waren US-Anleger seit fast zwei Jahren nicht mehr.

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