Dax-Umfrage Dax führt Bären an der Nase herum

Der deutsche Leitindex dürfte bald ein neues Allzeithoch markieren – und dann? Die Auswertung einer exklusiven Handelsblatt-Umfrage gibt Anlegern für die Zeit nach dem Rekordhoch eine eindeutige Handlungsanweisung.
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Die Anleger-Lieblinge im ersten Quartal

DEUTSCHE LUFTHANSA AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008232125
Börse
Xetra

+0,06 +0,25%
+23,60€
Chart von DEUTSCHE LUFTHANSA AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.
Top 10: Lufthansa
1 von 10

Die Lufthansa gehört zu den Werten, welche die Anleger im ersten Jahresquartal besonders gern hatten. Die Aktien der Fluggesellschaft stiegen um gut ein Fünftel ihres Wertes am Jahresende.

Kursveränderung 31.12.2016-31.03.2017: + 22,8 Prozent

STROEER SE & CO. KGAA INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007493991
Börse
Xetra

-0,08 -0,16%
+49,44€
Chart von STROEER SE & CO. KGAA INHABER-AKTIEN O.N.
Top 9: Ströer
2 von 10

Auch die Papiere der Kölner Werbefirma sind bei Anlegern begehrt. Grund könnte sein, dass die Firma zum Jahresstart ihre erste Umsatzmilliarde knackte. Vor allem im Online-Geschäft verzeichnet das Unternehmen, das Bushaltestellen und Plakatwände bestückt, kräftiges Wachstum.

Kursveränderung 31.12.2016-31.03.2017: + 23 Prozent

WIRECARD AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007472060
Börse
Xetra

+2,75 +1,52%
+183,40€
Chart von WIRECARD AG INHABER-AKTIEN O.N.
Top 8: Wirecard
3 von 10

Die Wirecard-Aktionäre mussten ende Februar einen Kurssturz hinnehmen. So berichtete das „Manager-Magazin“ von Ungereimtheiten in der Bilanz des Zahlungsdienstleisters. Doch die Anleger schöpften Zuversicht, die Aktie stieg.

Kursveränderung 31.12.2016-31.03.2017: + 25,2 Prozent

DEUTSCHE PFANDBRIEFBANK AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008019001
Börse
Xetra

+0,05 +0,38%
+13,15€
Chart von DEUTSCHE PFANDBRIEFBANK AG INHABER-AKTIEN O.N.
Top 7: Deutsche Pfandbriefbank
4 von 10

Auch die deutsche Pfandbriefbank-Papiere sind im vergangenen Quartal kräftig gestiegen. Während der Fall Hypo Real Estate gerade wieder vor Gericht ist, scheint sich ihre Nachfolgerin an der Börse gut zu schlagen.

Kursveränderung 31.12.2016-31.03.2017: + 28,2 Prozent

RWE AG INHABER-STAMMAKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007037129
Börse
Xetra

-0,23 -1,08%
+21,03€
Chart von RWE AG INHABER-STAMMAKTIEN O.N.
Top 6: RWE
5 von 10

RWE profitiert von Spekulationswelle bei den Energieversorgern. Die Aktie des Unternehmens aus NRW zählt zu den begehrtesten Titeln im Dax.

Kursveränderung 31.12.2016-31.03.2017: + 29,1 Prozent

PFEIFFER VACUUM TECHNOLOGY AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0006916604
Börse
Xetra

+1,40 +1,08%
+131,10€
Chart von PFEIFFER VACUUM TECHNOLOGY AG INHABER-AKTIEN O.N.
Top 5: Pfeiffer Vacuum
6 von 10

Auch der Pumpenhersteller Pfeiffer Vacuum wird derzeit von Spekulationen auf eine Übernahme getrieben. Zuletzt startete der Rivale Busch den erneuten Versuch einer Übernahme.

Kursveränderung 31.12.2016-31.03.2017: + 32,7 Prozent

ADVA OPTICAL NETWORKING SE INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005103006
Börse
Xetra

+0,03 +0,40%
+6,33€
Chart von ADVA OPTICAL NETWORKING SE INHABER-AKTIEN O.N.
Top 4: ADVA Optical Networking
7 von 10

ADVA bietet Telekommunikationsausrüstung an und sitzt in München. Bei den Anlegern ist das 1994 gegründete TecDax-Unternehmen so beliebt, dass es auf Platz vier aller in den Dax-Indizes notierten Werte schafft.

Kursveränderung 31.12.2016-31.03.2017: + 37,3 Prozent

DüsseldorfDer Dax hat in der vergangenen Handelswoche die Bären, die pessimistisch gestimmten Anleger, zum wiederholten Male an der Nase herumgeführt. Aus dem vermeintlichen Ende der Trump-Rally und dem vermeintlichen Beginn eines Bärenmarktes zum Beginn der Woche wurde einmal mehr im weiteren Wochenverlauf eine kurze Verschnaufpause mit anschließenden neuen Jahreshochs. Der deutsche Leitindex legte in der vergangenen Woche um 1,5 Prozent zu.

Diese Kursentwicklung dürfte Leser des Handelsblatt-Sentiments nicht überrascht haben. Am vergangenen Montag hatte Börsenexperte Stephan Heibel prophezeit: Wer will denn jetzt noch verkaufen, nachdem die Abschaffung von Obamacare gescheitert ist? Die Stimmung sei neutral, die Erwartung pessimistisch. Positionen wurden aufgelöst, Absicherungen gegen fallende Kurse eingegangen. „Fast noch entscheidender ist: Wer kann denn jetzt noch verkaufen?“, fragte er damals rhetorisch.

Basis für diese Markteinschätzungen ist die wöchentliche Handelsblatt-Umfrage unter mehr als 2.400 Anlegern. Sie werden zur aktuellen Marktlage und ihren Erwartungen zur Kursentwicklung befragt. Die Ergebnisse bewertet anschließend Stephan Heibel, Inhaber des Analysehauses Animusx. Seine Prognosen zur Dax-Entwicklung bieten Orientierung für die Geldanlage.

Auch das Ergebnis der aktuellen Umfrage bestätigt die Einschätzung, dass die Bären seltener werden. 22 Prozent der Anleger, die vor einer Woche noch eine Seitwärtsbewegung im Dax gesehen haben, und weitere sieben Prozent, die zuvor von einem Abwärtstrend ausgingen, haben diese Woche plötzlich Grund zum Feiern. Nur noch 17 Prozent betrachten den Dax in einer Seitwärtsbewegung.

In welcher Zyklusphase befinden sich die Märkte Ihrer Meinung nach aktuell?


Feierlaune macht sich bei 40 Prozent (plus 17 Prozentpunkte) breit, weitere 40 Prozent (plus 13 Prozentpunkte) registrieren die steigenden Kurse, gehen aber von einer Topbildung, also von einem baldigen Ende der Rally aus. Das kurzfristige Sentiment notiert damit bei 3,9 Prozent so hoch wie zuletzt im Januar. Zur Erinnerung: In der Umfrage vom 23. Januar 2017 notierte dieser Indikator bei 4,2 Prozent.

Auf steigende Kurse haben nur 22 Prozent (plus elf Prozentpunkte) der Anleger spekuliert, gut jeder zweite Umfrageteilnehmer (minus drei Prozentpunkte) fühlt sich jedoch in seiner Erwartung zum größten Teil bestätigt. Überrascht von der Entwicklung wurde jeder Zehnte, weitere 17 Prozent (minus zehn Prozentpunkte) sehen ihre Erwartungen kaum erfüllt. Damit ist die Selbstzufriedenheit der Anleger sprunghaft angestiegen und ebenfalls auf ähnlich hohem Niveau wie im Januar.

Hoher Pessimismus
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5 Kommentare zu "Dax-Umfrage: Dax führt Bären an der Nase herum"

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  • Ha Ha Ha Lügen habe ich im HB noch nicht gelesen, schon gar nicht bei meinen Prophezeiungen. Immer wieder lustig die Kommentare des aktienlosen Mobs.
    Gewinne kommen immer aus der Wirtschaft, am Besten ohne die räuberischen Steuern der EU-Mafia, Daher immer schön Aktien kaufen, keine Steuern zahlen und Dividenden kassieren. Man gönnt sich doch sonst nichts.

  • Korrektur:

    Es muß selbstverständlich DAX 13000 heißen.... ;-)

  • @Helmut Metz 03.04.2017, 12:59 Uhr


    "Die Zahl der Privatanleger sinkt zügig, weil man sich in den letzten Jahren von den Medien, der Politik und dem Börsengeschehen selbst (...) zu oft belogen fühlte."

    Richtig. Ich errinnere immer wieder gerne daran, daß beim DAX 1300 vor einiger ZEit ein Aktien-Fondmanager C. Bruns als Kolumnist hier im HB eifrigst Werbung für Aktien gemacht hatte, obwohl jeder mit einem bißchen Verstand sich denken konnte, daß der DAX sinken wird.

  • DAS GUTE - DIESER SATZ STEHT FEST -
    IST STETS DAS BÖSE, WAS MAN LÄSST. (Wilhelm Busch)

    Es hat in der Menschheitsgeschichte das Unlösbare nie gegeben.
    Mit der Erfahrung des Jetzt und des Heute kann der Mensch gedanklich sich Lagern zuordnen (auch in Form von Investitionen):
    Dem militätisch-elitären Gruppen und den Gruppen der Friedensbewegung.

    DER SINN - UND DIESER SATZ STEHT FEST -
    IST STETS DER UNSINN; DEN MAN LÄSST. (Odo Marquard)

  • Aus psychologischer Sicht ist ein ATH sowieso nur eine Frage der Zeit, da es geradezu herbeigeredet und -geschrieben wird.
    Dann ist die sogenannte "Distributionsphase" auch immer noch nicht erreicht. Auf gut Deutsch: das "Smart Money" (= das "schlaue Geld") hat die von ihm gehaltenen Aktien immer noch nicht an das "Dumb Money" (= das "dumme Geld", das immer - vorwiegend aus Gier - dann kauft, wenn es am teuersten ist, und verkauft, wenn es am billigsten ist) weiterreichen können. Deshalb ist dieser vier Jahre alte Artikel von Ronald Gehrt auch weiterhin gültig:
    Fast alle realisieren, dass die Lage in Europa und den USA fatal ist. Man befindet sich in einer unlösbaren Zwickmühle, weil man einerseits dringend neues Wachstum bräuchte, andererseits aber die immer schneller ausufernde Verschuldung stoppen müsste. Beides zusammen geht aber nicht, fragen Sie in Griechenland, Spanien oder Portugal nach. Aber das üble ist: Tut man gar nichts... schmilzt jegliches Wachstum einfach weg, während die Schulden trotzdem immer weiter steigen. Eine Situation, die nur deswegen noch nicht brutaler auf die Unternehmensgewinne durchschlug, weil sich Staaten und Bürger immer weiter verschulden … was aber eine zusätzliche Zeitbombe bedeutet. Das ist, da die Perspektiven klar sind und definitiv abwärts weisen, für Börsen, die doch angeblich vorausschauen, Basis einer Trendwende nach unten. Der Grund, warum diese nicht kommt, ist:
    Wir erleben wohl das erste Mal in der Geschichte der Börsen den Fall, dass die Distributionphase nicht funktioniert. Sprich es gelingt den großen Adressen, den sogenannten „sicheren Händen“, nicht, ihre Bestände unauffällig in die Hände unerfahrener Anleger, den „zittrigen Händen“ zu befördern, weil die ihnen das Zeug einfach nicht abkaufen wollen. Die Zahl der Privatanleger sinkt zügig, weil man sich in den letzten Jahren von den Medien, der Politik und dem Börsengeschehen selbst (...) zu oft belogen fühlte.

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