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Dax-Umfrage Der verzweifelte Kampf der Bären

Die NRW-Wahl gibt der Rally zwischenzeitlich neuen Zündstoff. Doch die Anleger spekulieren wie noch nie auf fallende Kurse. Dafür werden sie vermutlich teuer bezahlen müssen. Ab welchem Niveau erst Vorsicht angesagt ist.
6 Kommentare

Gier und Panik? Wann Emotionen die Kurse bewegen

Düsseldorf Der Wahlsieg der CDU in Nordrhein-Westfalen, der Herzkammer der Sozialdemokraten, beflügelte zum Handelsauftakt am heutigen Montag die Aktienkurse. Der Dax notierte zwischenzeitlich über der Marke von 12.800 Punkten. „Heute früh sah das schon ein wenig nach Kaufpanik aus“, warnt Börsenexperte Stephan Heibel.  „Sollten wir im weiteren Wochenverlauf die Marke von 13.000 Punkten erreichen, ist Vorsicht angesagt“.

Woche für Woche prognostiziert Stephan Heibel, wie der Dax sich in den kommenden Handelstagen entwickeln dürfte. Basis dafür ist die Handelsblatt-Umfrage Dax-Sentiment unter mehr als 2400 Anlegern. Der Inhaber des Analysehauses Animusx betrachtet die Ergebnisse der Erhebung über die aktuelle und die künftige Börsenentwicklung vor allem als Kontraindikatoren. Vereinfacht gesagt: Sind Anleger beispielsweise zu pessimistisch, ist das eher ein Indiz für bald steigende Kurse. Weil dann viele ihre Aktien bereits verkauft haben und neue Käufe schnell zu höheren Kursen führen.

Diese zehn Aktien laufen auch bei Flaute

DAX ®

WKN
ISIN
DE0008469008
Börse
Xetra

+151,67 +1,30%
Chart von DAX ®
Leitindex DAX
1 von 11

Der bedeutendste deutsche Aktienindex ist der Dax. Er spiegelt die Kursentwicklung der 30 größten und umsatzstärksten deutschen Unternehmen wider. Während es lange bergauf ging, herrscht aktuell jedoch Flaute: In dieser Woche hat sich der Dax mit einem Wochenplus von lediglich rund 0,11 Prozent kaum bewegt. Wer jedoch auf die richtigen Unternehmen setzte, konnte ordentlich Kasse machen. Zehn Konzerne legten zu – entgegen der allgemeinen Stagnation – und weisen ein solides Wachstum auf.

BAYER AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000BAY0017
Börse
L&S

+1,05 +1,59%
+67,01€
Chart von BAYER AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Bayer
2 von 11

Das Chemie- und Pharmaunternehmen Bayer ist weltweit tätig und teilt sich in die Sparten Gesundheit, Ernährung und Kunststoffe. Der Konzern ist besonders gut im Bereich Schädlingsbekämpfung und Saatgutentwicklung aufgestellt. Analysten sehen die Übernahme des US-Konzerns Monsanto positiv. Geduldige Anleger wurden bei Bayer belohnt, über die ganze Woche berechnet (unser Kurs in der oberen rechten Ecke bezieht sich nur auf den Freitag) stieg die Aktie um rund 0,91 Prozent an – und schlug den Dümpel-Dax damit locker.

DEUTSCHE BOERSE AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005810055
Börse
L&S

+1,60 +1,24%
+130,80€
Chart von DEUTSCHE BOERSE AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Deutsche Börse
3 von 11

Die Deutsche Börse ist mit 37 Standorten in 29 Ländern global vertreten. Seit der 2007 vollzogenen Fusion der Terminbörse Eurex mit der US-amerikanischen ISE versteht sich der Konzern weltweit größter Betreiber von transatlantischen Marktplätzen für Derivate. Mit der Frankfurter Wertpapierbörse betreibt das Unternehmen die mit Abstand größte deutsche Börse. Auch wenn die Fusion mit der London Stock Exchange scheiterte, kehren die Anleger zurück: Die Aktie legte über die ganze Woche gerechnet um rund 1,15 Prozent zu und lag damit fast ein Prozent über der Wochenentwicklung des Dax-Index.

CONTINENTAL AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005439004
Börse
L&S

+2,44 +2,31%
+107,44€
Chart von CONTINENTAL AG INHABER-AKTIEN O.N.
Continental
4 von 11

Continental mit Sitz in Hannover gehört weltweit zu den größten Zulieferern der Automobilindustrie, für die er zahlreiche Komponenten und Module entwickelt und fertigt. Laut einer Analyse der Commerzbank von dieser Woche ist der Autozulieferer und Reifenhersteller stark gewachsen und konnte seine Erwartungen beim Umsatz in allen Bereichen übertreffen. Die Anleger honorierten dieses Lob – die Aktie stieg über die gesamte Woche gerechnet um rund 1,23 Prozent.

DEUTSCHE TELEKOM AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005557508
Börse
L&S

-0,03 -0,17%
+14,86€
Chart von DEUTSCHE TELEKOM AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Telekom
5 von 11

Die Deutsche Telekom ist im Bereich der Telekommunikation in Europa und auch weltweit einer der größten Spieler. Privatkunden werden mit Festnetz, Mobilfunk, Internet und TV, Konzerne mit Lösungen in der Informations- und Kommunikationstechnologie versorgt. Laut Analysten fällt der Konzern durch einen zwar langsamen, aber steten Fortschritt auf. Mut macht Anlegern der Ausbau des Glasfasernetzes und die möglichen Einsparungen durch eine Fusion der US-Mobilfunktochter T-Mobile US mit dem US-Wettbewerber Sprint. In der aktuellen Woche legte die Aktie ganze 1,44 Prozent zu.

RWE AG INHABER-STAMMAKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007037129
Börse
L&S

+0,31 +1,23%
+25,56€
Chart von RWE AG INHABER-STAMMAKTIEN O.N.
RWE
6 von 11

Der Energiekonzern RWE ist eines der fünf größten Strom- und Gasunternehmen in Europa. RWE fördert Öl, Gas und Braunkohle und erzeugt Strom aus Gas, Kohle, Kernkraft und regenerativen Quellen. Die Deutsche Bank hat das Kursziel für RWE von 13,50 auf 16 Euro angehoben und stuft die Aktie auf „Hold“ ein. An der Börse entwickelten sich die Papiere in dieser Woche 1,46 Prozent nach oben.

INFINEON TECHNOLOGIES AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0006231004
Börse
L&S

+0,18 +1,19%
+15,73€
Chart von INFINEON TECHNOLOGIES AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Infineon
7 von 11

Der Tech-Hersteller Infineon entwickelt, fertigt und vermarktet eine breite Palette von Halbleiterprodukten und kompletten Systemlösungen für ausgewählte Anwendungsbereiche. Ein Wachstumsbereich soll das Geschäft mit der Autoindustrie sein, Geschäftsperspektiven gibt es mittelfristig auch für Infineons Siliziumkarbid-Technologie. Die Aktie kletterte diese Woche um satte rund 2,05 Prozent.

Für die vergangene Handelswoche war die Frankreichwahl am 7. Mai das herausragende Ereignis. Und was passierte danach? Nichts. Weder eine Jubelrally aufgrund des Wahlsiegs Macrons, noch ein Ausverkauf oder zumindest deutlicher Rückschlag als Konsolidierung der zuvor erzielten Kursgewinne fand statt. Nichts.

Ein kurzer Moment der Gewinnmitnahmen am Montagmittag, der Dax notierte bei minus 0,5 Prozent. Dann erfolgten wieder Käufe, weil Anleger ihre Short-Positionen auflösten, der Leitindex lag bei plus 0,5 Prozent.  Im weiteren Wochenverlauf passierte auch nicht viel mehr.

Das haben auch die Teilnehmer der Handelsblatt-Umfrage so registriert: 14 Prozent sind aus dem Lager der guten Laune ins Lager derer gewechselt, die den Dax derzeit in einer Seitwärtsbewegung sehen. Damit bleibt die Stimmung gut, aber nicht mehr euphorisch wie in der Vorwoche. Gut jeder Dritte sieht den Dax noch immer in einer Aufwärtsbewegung (minus 14 Prozentpunkte gegenüber der Vorwoche), weitere 40 Prozent (minus zwei Prozentpunkte) betrachten dies als eine Topbildung. Jeder Fünfte (plus 14 Prozentpunkte) sieht den Dax in einer Seitwärtsbewegung.

Finance Briefing
Privatanleger rüsten sich zum Ausverkauf
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6 Kommentare zu "Dax-Umfrage: Der verzweifelte Kampf der Bären"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • .......es scheint.....daß ein unkontrollierter Crash....ausgelöst durch Probleme......oder Katastrophen.....auf den verschiedenen Ebenen.....nicht mehr stattfinden wird.....Frau/Mann......hat das Gefühl und den Eindruck......daß vorher "an den Märkten gefragt wird.....ob sie jetzt oder wann dann.....wenn sie meinen...einen Crash machen dürfen".....also eine unglaublich neue Darstellung.....von Entwicklungen die es bisher noch nicht gab.....bedeutet dass das Spiel an den Börsen nicht unterbrochen werden soll......um bisher nie dagewesene Gewinn-Zuwächse zu generieren......eine abenteuerliche Entwicklung.......mit der Maßgabe....hierfür noch keine letztendliche Antwort zu haben.......

  • Sorry .. Spekulation ist für mich nicht grundsätzich negativ behaftet.

  • Börsenspekulanten sind und waren jederzeit und immer unterwegs.

  • @ Michael Müller
    Gold: Relativ hoch bewertet.

    Dow to Gold Ratio aktuell: ca 17
    Dow to Gold Ratio August 1999 (Höhepunkt der Dotcom-Blase): ca. 42
    Dow to Gold Ratio März 1980 (Höhepunkt der Stagflation, bevor Paul Volcker die Leitzinsen auf über 20% hinaufkatapultieren musste, um den USD zu "retten"): ca. 1,4

    -> Tatsächlich hoch bewertet gegenüber Aktien ist Gold erst ab einer Dow to Gold Ratio im unteren einstelligen Bereich. Dann erst werde ich Gold verkaufen und Aktien kaufen.
    Das "Dumb Money" wird dagegen Aktien bei einer Dow to Gold Ratio auch über 50 kaufen - und Gold bei einer Ratio selbst unter 1.

  • Durch den Kauf von Aktien wird man Miteigentümer eines Unternehmens mit aller Sympathie für das Untermehmen, dessen Beschäftigte und dessen Produkte.
    Eine spannende Geschichte auf lange Zeit, mit Teilhabe an Fehlern und Misserfolgen aber auch an Wachstum und Erfolgen.
    Sommerlochstrategien sind für Spekulanten.

  • Was ist die Alternative zu Aktien:

    Gold: Relativ hoch bewertet. Bietet keine Zinsen/Dividenden. Problem der Lagerung.

    Renten: Die Zinsen dürften tendentiell eher steigen als noch weiter fallen. Somit drohen Kursverluste.

    Unternehmensanleihen: Wenn die Unternehmen auf der Bank kein günstiges Geld mehr bekommen, darf man als Privatmann dort ohnehin nicht investieren. Wenn die Bank NEIN sagt, muß es der Privatmann erst recht!

    Immobilien: Zu viel Kapital auf einen Fleck mit entsprechendem Standortrisiko. Kompliziert und hohe Kosten bei Kauf und Verkauf. Laufende Betreuung notwendig. Probleme durch Mietnomaden und Problemmieter mit Rechtsschutzversicherung. Probleme wenn sich das nachbarliche Umfeld ändert (Rocker ziehen ein). Probleme wenn sich die Infrastruktur ändert (Strassen, Flugplatz,...)

    Derivate wie Optionsscheine, CFDs, etc: Das sind nichts anderes als Wetten gegen die Bank, und die Bank gewinnt immer. Zudem hat die Bank einsichten, die man als Privatman nicht hat. Da die Bank letztendlich immer gewinnt (Kleingedrucktes im Emissionsprospekt lesen!), verliert der Privatmann auf lange Sicht immer.

    Da sind mir Qualitätsaktien mit entsprechender Dividendenbeständigkeit, günstigem KGV und hoher Eigenkapitalquote doch deutlich lieber!

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