Dax-Umfrage Die Hoffnung stirbt zuletzt

Handelte es sich am Montag um den finalen, von Panik getriebenen Ausverkauf? Oder wird der Dax wieder längere Zeit benötigen, um zurück in den Rallymodus zu schalten? Eine exklusive Analyse beantwortet diese Frage.
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Noch nie war seit dem Start der Handelsblatt-Umfrage im September 2014 der Pessimismus so hoch wie derzeit.
Dax-Anleger brauchen Geduld

Noch nie war seit dem Start der Handelsblatt-Umfrage im September 2014 der Pessimismus so hoch wie derzeit.

DüsseldorfNach dem Crash am Montag dieser Woche mit einem zwischenzeitlichen Minus in Höhe fast acht Prozent herrschte bereits am folgenden Dienstag Erleichterung an den Märkten. Das deutsche Börsenbarometer machte seine Verluste wieder vollständig wett. Der Schlusskurs am Freitag lag bei 10.124 Punkten, am gestrigen Dienstag schloss der Leitindex bei 10.128 Zählern. Zwischenzeitlich stand der Dax am Montagnachmittag bei 9.361 Punkten.

Die Frage, die viele Anleger beschäftigt: Handelte sich am Montag um den finalen, von Panik getriebenen Ausverkauf in der aktuellen Korrektur? Solche Ausverkäufe sind oft Einstiegschancen an den Aktienmärkten. Wie zum Beispiel im Oktober 2014, als das deutsche Börsenbarometer auf rund 8500 Zähler fiel. Börsenexperte Stephan Heibel schrieb damals: „Der Großteil der Korrektur liegt hinter uns“ und er sagte steigende Kurse voraus.

Die andere Möglichkeit: Es wird längere Zeit brauchen und möglicherweise werden die Kurse noch tiefer fallen. Bevor die Aktienmärkte einen sogenannten Boden zu bilden, der die Grundlage für wieder steigende Kurse bildet.

Um solche Prognosen abzugeben, wertet Börsenexperte Heibel die wöchentliche Umfrage Dax-Sentiment auf Handelsblatt Online unter mehr als 2300 Anlegern aus. Diese Umfrage ermittelt die Börsenstimmung, also ob Anleger euphorisch oder pessimistisch eingestellt sind. Dies sind oft Kontraindikatoren. Weitere Prognosen, die bislang eine sehr hohe Trefferquote haben, finden Sie unter Vergleich Dax-Sentiment und Indexentwicklung.

In welcher Zyklusphase befinden sich die Märkte Ihrer Meinung nach aktuell?


Aufgrund der aktuellen Börsensituation erfolgte nun eine Sonderumfrage von Dienstagnachmittag bis Mittwochmittag. Weil sich die Frage „Kommt nun wieder die Erholung?“ nach der regulären Umfrage am Wochenende nicht beantworten ließ.

Als maßgeblichen Faktor für die Entscheidung, ob dieser Ausverkauf final war und die Grundlage für eine anschließende ordentliche Rally sein könnte, sieht Heibel die Zuversicht an, also die Einschätzung, welche Kurse die Anleger in einigen Monaten erwarten. Die vereinfachte Logik dahinter: Erst wenn der Zukunftsoptimismus eingebrochen ist, haben genügend Anleger ihre Aktien verkauft, damit wenige Käufer reichen, um die Kurse wieder nach oben treiben zu können.

Haben sich Ihre Erwartungen zum Dax in der vergangenen Woche erfüllt?


Das Ergebnis der Sonderumfrage ist ernüchternd: „War’s das?“ fragen sich die meisten Anleger nun. „Nein, müssen wir aus dem Ergebnis der Umfrage folgern“, meint der Inhaber des Analysehauses Animusx. Noch immer herrsche keine Panik. Im Gegenteil: Die Zuversicht ist gegenüber der Umfrage am Wochenende um zwei Prozentpunkte auf 44 Prozent gestiegen, nur jeder siebter Teilnehmer fürchtet einen nachhaltigen Ausverkauf.

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1 Kommentar zu "Dax-Umfrage: Die Hoffnung stirbt zuletzt"

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  • Noch arbeiten die PPT´s ganz passabel.
    Gestern geschrieben: Wie sieht die EUR/USD-Entwicklung aus? Und wie die Entwicklung beim DAX?
    Und heute? Einbruch abgefangen durch Schaffung von Blitz-Liquidität (EUR sinkt gegen den USD, was die Currency-Carry-Trade-Pumpe antreibt).
    Wir sind noch nicht im Mai 1945, wir sind bei der Ardennenoffensive, würde ich sagen...

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