Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Dax-Umfrage Wie lange hält der Draghi-Rausch?

Seite 2 von 3:
Eine kleine Korrektur schein unabwendbar

Doch wenn Sentiment-Experten das Wort Euphorie hören, schrillen bei ihnen normalerweise die Alarmglocken - ist doch überbordende Stimmung oft ein Indiz dafür, dass die Party an den Märkten bald endet. Das Ergebnis ist deutlich: Immerhin 79 Prozent der Umfrageteilnehmer geben an, die Entwicklung der abgelaufenen Börsenwoche erwartet zu haben – immerhin ein Plus von 16 Prozent. „Die Selbstgefälligkeit ist auf Rekordniveau“, sagt Heibel. 

Doch schon bei der Interpretation der aktuellen Rally scheiden sich die Geister:  Fast jeder Zweite sieht darin einen Aufwärtsimpuls. Noch vor einer Woche gingen lediglich 36 Prozent der Umfrageteilnehmer von einer anhaltenden Rally aus, dennoch geben heute vier von fünf Börsianern an, die Rally der abgelaufenen Woche erwartet zu haben. „Die Selbstgefälligkeit, mit der diese Entwicklung zur Kenntnis genommen wird, kann nur als Selbstüberschätzung gewertet werden. Und das ist gefährlich“, warnt Heibel.

Allerdings fürchten 40 Prozent bereits eine Topbildung, glauben also, dass die Dax-Party bald vorbei  ist. In der Vorwoche dachte das nur jeder Vierte. „Damit hat das Lager derer, die in dem jüngsten Kursanstieg das Ende der Rally sehen, am meisten Zulauf bekommen“, so Heibel. Und das wiederum ist ein gutes Zeichen.  

Diese Skepsis ist auch in der mittelfristigen Perspektive ausgeprägt. Denn hier steigt die Zahl der Pessimisten deutlich. Immerhin jeder Dritte erwartet innerhalb der nächsten drei Monate einen Abwärtsimpuls, weitere 20 Prozent (plus neun Prozent) sehen bereits eine Topbildung. Nur jeder Fünfte (minus elf Prozent) erwartet eine Fortsetzung der Rally.

Infografik

Welche Zyklusphase erwarten Sie in drei Monaten?

in Prozent


Die Skepsis, dass die Kurse anhaltend stark steigen, hat also deutlich zugenommen. „Auf mittelfristige Sicht ist keinerlei Euphorie zu erkennen“, kommentiert Heibel. „Im Gegenteil, eine Konsolidierung oder gar eine Korrektur scheint in den Augen der Umfrageteilnehmer unabwendbar.“

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Viele deutsche Anleger haben Gewinne mitgenommen
Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Dax-Umfrage - Wie lange hält der Draghi-Rausch?

8 Kommentare zu "Dax-Umfrage: Wie lange hält der Draghi-Rausch?"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Die Frage ist doch: Wie werden die anderen Notenbanken auf die Entscheidung der EZB reagieren?
    Zweifellos: Durch die Schwächung des Euro hat Deutschland kurzfristig Exportvorteile, durch den Niedergang des Ölpreis wird die Inflation vorübergehend im Zaum gehalten.

  • jaja, der Dax klettert dank Draghi. Aber sollte nicht eigentlich der Euro fallen? Was es nicht das was er bewirken wollte?

    Sorgt nun etwa die griechische Wahl für einen erstarkenden Euro - und fallenden Goldpreis?

    Schon irgendwie paradox - oder etwa nicht?

  • Der Rausch währt so lange, wie das Rauschmittel zugeführt wird. Allerdings sind bei Süchtigen regelmässig die Dosen zu erhöhen, um noch ein "Ergebnis" zu erzielen.
    Am Ende wirds aber einen tüchtigen Kater geben....ist ja schliesslich nach jedem Rausch so.

    :-D

  • Das kann keiner wissen.Es kann bis 11500 gehen.Warum nicht? Das entspräche der MK aus dem Hochpunkt vom März 2000.
    Eon,RWE,K+S,Allianz,Münchner Rück,Deutsche Bank,Commerzbank,Infineon sind noch meilenweit von ihren ATH´s entfernt.
    Der Markt preist die Griechenland-Rettung ein.Käme es zum Grexit,sieht es anders aus.
    Es ist eh mühselig zu sagen,wo der DAX fair bewertet ist.Die einen sagen 8000,die Anderen 10 000,wieder andere sagen die 20000 voraus.Eine mühselige und unsinnige Diskussion die nichts bringt,wie die Geschichte bewiesen hat.

  • Wartet bis bei uns die Pegidas und Legidas genug von den Billionen € des Herrn Draghi haben - wenn der deutsche Michel aus seinem Tiefschlaf wach wird!

    Wenn wir wie die Griechen dafür mit Sparprogrammen und Arbeitslosigkeit zahlen müssen!

    Diese Billionen müssen eines Tages zurückgezahlt werden - wir Bürger haben keinen einzigen Cent davon gesehen!

    es müssen auch bei uns die Merkel, Schäuble und der klägliche Rest zur Verantwortung gezogen werden - "Köpfe rollen"!

  • sind wir nicht auf einem guten Weg ?
    man brauch sich doch nur in Europa umschauen wie alles schön läuft!

  • Nicht lange - wenn es ihn denn überhaupt gäbe.

    In einer Umgebung wie in der Währungsunion schreitet die Investitionsverhinderungspolitik unverdrossen voran.
    Damit hat weder Europa noch der Euro - der einen Gesamtstaat voraussetzt - mittel- bis langfristig eine Chance.

    Ins Sozialistische abgetauchte Parteien nebst Funktionären sind nicht mehr in der Lage, die Realitäten zur unvoreingenommenen Kenntnis zu nehmen.
    Sie treiben die Menschen ins Unglück.
    Wehe ihnen, wenn die das tatsächlich bemerken sollten.

  • Geld ist genug im Finanzmarkt. Es ist sogar soviel Geld vorhanden, dass die Zinsen so niederig sind, dass ein Kredit fast nichts mehr kostet und trotzdem springt die Wirtschaft in EU-Deutschland nicht an, weil es eine Grün-Sozialistische Energieeinspar und CO2 Verteufelungspolitik (Energiewende/EEG) in EU-Deutschland verhindert.
    Energiewende/EEG = erst kommt die Lüge, dann der Betrug/Selbstbetrug, danach der Managel und zum Schluss die Armut!